Stadtrat Tirschenreuth hebt Aufhebung des Bebauungsplans auf
Kommando zurück

Politik
Tirschenreuth
19.05.2017
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Mit der Aufhebung der Aufhebung muss der Stadtrat beim Bebauungsplan "An der Glashütte" schnell zurückrudern. Sonst wäre der Spielbetrieb auf dem ATSV-Gelände in Gefahr.

Mit der Aufhebung des Bebauungsplanes hatte die Stadt ursprünglich die Errichtung eines Mehrfamilienhauses an der Pleierstraße ermöglichen wollen. Die Aufhebung war eine Idee des Landratsamtes, da "die ursprünglichen Festsetzungen und städtebaulichen Ziele des Bebauungsplanes nicht mehr erreicht werden könnten". Laut Amt ist das Bauvorhaben auch nur nach der Aufhebung des Bebauungsplanes genehmigungsfähig. Bei einer Prüfung des Vorgangs hätten Planungsbüro und Juristen die Empfehlung aber eher kritisch beurteilt, berichtete Bürgermeister Franz Stahl bei der Stadtratssitzung am Donnerstag. So könnte die Aufhebung auch zu einer Neufestsetzung der Immissionswerte führen. Und das könnte durchaus Auswirkungen auf den angrenzenden Sportbetrieb haben, lautete die Sorge der Experten. Stahl empfahl deshalb, den Aufhebungsbeschluss aufzuheben. Norbert Schuller (Freie Wähler) sprach für das Gremium, dass der Spielbetrieb auf den Fußballplatz nicht gefährdet werden sollte. Für die Realisierung des Bauvorhaben müsste ein anderer Weg gefunden werden. Eine weitere Vergabe hat der Stadtrat für den Bau des Feuerwehrhauses an der Mitterteicher Straße vorgenommen. So erhielt die Firma "Schliefke Baugrund" aus Erfurt den Auftrag für die Spezialtiefbauarbeiten. Dabei geht es unter anderem um die Fundamente für den Turm. Mit Kosten von rund 76 700 Euro liege man unter dem Ansatz, bestätigte Stadtbaumeister Andreas Ockl.

Ausführliche Berichte legten Behindertenbeauftragte Martina Sötje sowie Seniorenbeauftragter Konrad Zant und der Sport- und Jugendbeauftragte Huberth Rosner vor. Martina Sötje erinnerte an die Gründung des Seniorenbeirates TUN (Teilhabeumsetzung), in dem Mitglieder aus sozialen Organisationen sowie engagierte Bürger mitwirken würden. Ein Ziel sei es, die baulichen Barrieren im Ort zu erfassen. Zu den besonderen Aktivitäten zählte Martina Sötje auch die "Tursolino-Fahrten" mit den Bewohnern der Seniorenheime, bei denen die Veränderungen in der Stadt aufgezeigt würden. Hier wirkt auch Konrad Zant mit, der in seinem Bereich noch von Informationsveranstaltungen oder Ausflügen wusste. Sehr gut angenommen würden auch der Seniorenfasching oder die Veranstaltung am Kirchweihmontag.

Huberth Rosner zeigte mit Bildern die verschiedenen Initiativen auf, mit denen die jungen Leute auch für die Politik begeistert werden sollen. So waren Ausflüge nach Prag oder in den Bayerischen Landtag dabei. Ein großer Erfolg sei die Kinderdisco. Erwähnt wurden von Rosner auch die Fahrten zu den Fußballspielen, ober das Seminar über Extremismus.

Manfred Zandt erkundigte sich nach dem Sachstand für die Satzung für das neue Baugebiet am Lindenweg. "Wir warten das Wasserrecht noch ab", informierte der Stadtbaumeister. Ockl erwartet hier aber keine Probleme.
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