04.09.2017 - 20:00 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Stimmen zum TV-Duell Merkel gegen Schulz Schwarzer Peter für Moderatoren

Der CSU- und der SPD-Kreisvorsitzende im Landkreis Tirschenreuth sind sich nach dem TV-Duell einig: Die Moderatoren hätten mit Schuld daran, dass es am Sonntag zu keinem offenen Schlagabtausch zwischen Angela Merkel und Martin Schulz kam. Sie hätten einfach nicht die richtigen Fragen gestellt. Mit ihren Kanzlerkandidaten zeigen sich beide zufrieden. Sowohl Tobias Reiß (CSU) als auch Rainer Fischer (SPD) schöpfen aus der Sendung Kraft für den weiteren Wahlkampf.

"Ganz besonders die auswendig gelernten Plattitüden des Herrn Schulz konnten sich nicht mit dem authentischen Auftritt unserer Kanzlerin messen." Zitat: CSU-Kreisvorsitzender MdL Tobias Reiß
von Josef RosnerProfil

CSU-Kreisvorsitzender Reiß meint, dass Angela Merkel viel souveräner als ihr Herausforderer wirkte. "Ganz besonders die auswendig gelernten Plattitüden des Herrn Schulz konnten sich nicht mit dem authentischen Auftritt unserer Kanzlerin messen. Sein Schlussstatement erinnerte mich an meine Schulzeit, als ich ein Gedicht aufsagen sollte und schlecht vorbereitet war."

Reiß bedauerte, dass die Moderatoren Zukunftsthemen, wie Digitalisierung, sowie die Herausforderungen der Demografie und des Ländlichen Raums unter den Tisch fallen ließen. "Diese Fragen beschäftigen gerade unsere Region." Für den 49-jährigen Brander war das TV-Duell der Einstieg in die Schlussphase des Wahlkampfs. Reiß kündigte an, dass die CSU trotz der guten Werte weiter hart für ein gutes Ergebnis arbeiten wolle, auch mit Hausbesuchen. "Wir kämpfen bis zum 24. September um jede Stimme", so Reiß.

SPD-Kreisvorsitzender Fischer ist sich sicher: "Das Konzept des TV-Duells war vom Kanzleramt zuvor diktiert worden." Innenpolitisches sei zu wenig diskutiert worden. "Mir kamen vor allem die Themen Soziales und Arbeit etwas zu kurz. Martin Schulz hat zwar versucht sie aufzugreifen, aber dies war kaum möglich." Gründe waren für Fischer "das enge Schema des Konzeptes der Sendung und der Moderatoren".

Für ihn hat Herausforderer Schulz beim Thema Türkei und bei der Rente klar gegen Merkel gepunktet. "Das war von unserem Spitzenkandidaten eine grundsolide Vorstellung. Er hat sich besser geschlagen, als viele erwartet hatten, und dies freut mich."Die Sozialdemokraten im Landkreis Tirschenreuth gingen nach dem Fernsehduell auf jeden Fall motiviert in den weiteren Wahlkampf."Das macht uns Mut, die kommenden Wochen bis zur Wahl weiter zu kämpfen." Bilder: jr (2)

Mir kamen vor allem die Themen Soziales und Arbeit etwas zu kurz. Martin Schulz hat zwar versucht sie aufzugreifen, aber dies war kaum möglich.SPD-Kreisvorsitzender Rainer Fischer
Ganz besonders die auswendig gelernten Plattitüden des Herrn Schulz konnten sich nicht mit dem authentischen Auftritt unserer Kanzlerin messen.CSU-Kreisvorsitzender MdL Tobias Reiß
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