06.06.2017 - 20:00 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Tag der Städtepartnerschaft „Städtepartnerschaften sind das Salz in der Suppe“- Tag der Städtepartnerschaft im Rahmen des „Cooltour-Sommers“

Über die Grenzen hinweg wachsen die Orte durch Städtepartnerschaften zusammen. "Sie sind das Salz in der Suppe", freut sich Franz Stahl über die vielen Freunde in Lauf, La Ville du Bois und Planá.

Martin Bartsch dirigierte die drei Blaskapellen beim Abspielen der Europa-Hymne.
von Konrad RosnerProfil

(kro) Zum "Tag der Städtepartnerschaft" hatte der "cooltour-Sommer" am Samstag in den Fischhofpark geladen. Gestaltet wurde die Aktion von der Tirschenreuther Stadtkapelle, der Großkonreuther Blaskapelle und den "Grenzlandbuam" aus Bärnau. Und die Seebühne zeigte sich dem Ansturm der Musiker durchaus gewachsen. Bedenken zur Belastbarkeitsgrenze konnte Fördervereins-Vorsitzender Vinzenz Rahn damit ausräumen. Bürgermeister Franz Stahl berichtete, das Tirschenreuth seit Jahrzehnten viele Freundschaften pflege, um dann festzustellen: "Städtepartnerschaften sind das Salz in der Suppe". Umso mehr freute er sich, beim "Tag der Städtepartnerschaft" Bürgermeisterin Martina Nemecková und ihren Stellvertreter Pavel Nutil aus dem tschechischen Planá, Bürgermeister Jean-Pierre Meur aus La Ville du Bois und den 2. Bürgermeister von Lauf an der Pegnitz, Norbert Maschler, mit ihren jeweiligen Delegationen begrüßen zu können.

In Frieden und Freiheit

Nicht nur die große Politik sorge für ein Zusammenwachsen in Europa, auch die Menschen vor Ort spielen hier ein wichtige Rolle. Denn gerade auf dieser Ebene würden Kooperationen und Freundschaften gepflegt. "Und so wird dafür gesorgt, dass wir in Frieden und Freiheit leben können", betonte Stahl. Nicht umsonst gebe es in Europa seit Jahrzehnten keine Kriege mehr. Baumeister und Außenminister für Europa seien in Tirschenreuth Peter Gold und Vinzenz Rahn (Frankreich) sowie Herbert Konrad (Tschechien). Martina Nemecková verwies auf eine nun neunjährige Partnerschaft mit Tirschenreuth. Viele gemeinsame Höhepunkte, wie etwa die Eröffnung eines Radweges oder die St.-Anna-Wallfahrt, habe man schon erleben können. Beeindruckt zeigte sie sich vom Ambiente des Fischhofparks, "hier sieht man, dass es sich lohnt, in öffentliche Projekte zu investieren". Jean-Pierre Meur wusste von einer 16-jährigen Partnerschaft. Lob zollte er vor allem den beiden Partnerschaftsvereinen. Die Verbindungen seien heute sehr freundschaftlich, ja zum Teil sogar familiär. Gerade durch solche Aktionen würden die Verbindungen der Völker verstärkt, dies sei in der aktuellen Zeit der Bedrohungen wichtiger denn je. Mit der Wahl von Macron zum Präsidenten habe Frankreich die Fremdenfeindlichkeit abgewendet, sagte Meur unter Applaus der Zuhörer. Laufs 2. Bürgermeister Norbert Maschler, der vor einem Jahr im Tirschenreuther Standesamt heiratete, betonte die Herzlichkeit und Gastfreundschaft, die er stets in Tirschenreuth erlebt. Ein Besuch in Tirschenreuth sei für ihn wie Urlaub.

Sternmarsch

Den Auftakt des "Tages der Städtepartnerschaft" bildete ein Sternmarsch der drei Blaskapellen zur Seebühne. Weiterer Höhepunkt waren die Nationalhymnen Tschechiens (Blaskapelle Großkonreuth), Frankreichs (Grenzlandbuam Bärnau) und Deutschlands (Stadtkapelle Tirschenreuth) sowie der Europa-Hymne, die alle drei Blaskapellen unter der Leitung von Martin Bartsch gemeinsam intonieren.

Nach dem offiziellen Teil gab es kurze Standkonzerte der Stadtkapelle und der Grenzlandbuam, ehe das Musiktheater Planá und die Tanzgruppe "Girlstyle" der TG Tirschenreuth Kostproben ihres Könnens gaben. Zum Abschluss sorgte die Musikgruppe "Tirschenreither samma" für Stimmung.

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