06.02.2018 - 20:10 Uhr
Tirschenreuth

Umbau des ehemaligen Polizeigebäudes Denkpause beendet

Die Probleme beim Umbau des ehemaligen Polizeigebäudes spricht Bürgermeister Franz Stahl beim Neujahrsempfang deutlich an. Mittlerweile gibt es aber eine Lösung.

Die Pläne für den Umbau der alten Polizeiinspektion beinhalten einen kleineren "Vorbau". In die Umfassung ist die alte Mauer integriert, auf dem "Dach" findet sich der Hochschulgarten. Komplett frei ist der rechte Kellerzugang. Plan: Büro Brückner & Brückner Architekten GmbH
von Martin Maier Kontakt Profil

"Wir haben Einigung erzielt", verweist der Rathauschef auf Gespräche mit dem Landesamt für Denkmalpflege. Momentan würden die Ausschreibungen laufen. Er hoffe, dass die Vergabe noch im Februar über die Bühne gehe. Danach könne bei entsprechendem Wetter sofort der Baubeginn erfolgen. Spätestens Mitte 2019 soll alles fertig sein. Die Ostbayerische Technischen Hochschule (OTH) Regensburg könne dann ihren Lernstandort für den Studiengang Soziale Arbeit dort eröffnen.

Beim Neujahrsempfang im Kettelerhaus hatte der Rathauschef noch drastische Worte gewählt: "Es war leider notwendig, hier einmal die Keule zu schwingen und im wahrsten Sinne des Wortes zu zeigen, wo der Bartl den Most holt." Der Zeitplan sei total durcheinander geraten.

Den Grund dafür sieht er beim Denkmalschutz. Schließlich sei das Landesamt schon seit dem Maßnahmenbeginn im Januar 2017 eingeschalten gewesen. Trotzdem habe die Behörde ihre Stellungnahmen zum Bau und zu den verschiedenen Untersuchungen der gefunden historischen Mauern erst im Herbst vorgelegt. "Dadurch konnten wir den Bauantrag nicht rechtzeitig einreichen", ärgert sich Stahl.

Dies habe dazu geführt, dass das Landratsamt die Genehmigung erst zum Jahresende 2017 erteilen konnte. "Wir sind damit bei den Ausschreibungen in eine Hochphase der Baufirmen gekommen." Das Ergebnis: zu teure Angebote und fast keine Firmen für die Maßnahmen. Die Stadt habe daher die Ausschreibung aufheben und wiederholen müssen. "Wir werden wegen der zeitlichen Verzögerungen mit Kostensteigerung rechnen müssen", nennt Stahl einen weiteren negativen Aspekt. Die Sanierung mit den Außenanlagen war anfänglich auf 4,6 Millionen Euro beziffert worden. Wobei die Stadt rund die Hälfte zu tragen hat.

Wir werden wegen der zeitlichen Verzögerungen mit Kostensteigerung rechnen müssen.Bürgermeister Franz Stahl

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