29.01.2018 - 20:00 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

"Zukunft Stadtgrün" statt Gartenschau Drei Schritte zum grünen Gürtel

Den Zuschlag für die kleine Gartenschau 2022 hat Tirschenreuth zwar nicht erhalten, die Umsetzung des Konzepts ist durch das Städtebauförderprogramm "Zukunft Stadtgrün" aber trotzdem möglich. Der erste Bauabschnitt startet in diesem Jahr.

Unter anderem wird im ersten Bauabschnitt der Platz La Ville du Bois verschönert. Bild: tr
von Martin Maier Kontakt Profil

"Somit verschwindet unsere Bewerbung nicht in der Schublade. Im Gegenteil: Sie hat sogar noch einen positiven Effekt", freut sich Bürgermeister Franz Stahl. Die Finanzierung sei sogar besser als bei einer Gartenschau.

Entstehen werde in drei Bauabschnitten ein "grüner, attraktiver Gürtel" im Westen der Altstadt als Ergänzung zum Fischhofpark. Der Rathauschef spricht von einem Rundweg mit Erholungsflächen, größeren Wasserbereichen und Freiräumen für Kinder. Der Ring um die Altstadt sei somit geschlossen.

Der erste Bauabschnitt betreffe das Areal um den Platz La Ville du Bois mit der Franz-Böhm-Gasse und der Brücke über den Mühlbach. Das Büro NRT Landschaftsarchitekten BDLA in Marzling erstelle momentan die genauen Planungen. "Mit denen haben wir schon im Rahmen der Gartenschau und des Stadtentwicklungskonzepts sehr eng zusammengearbeitet", erklärt Stahl. Die detaillierten Maßnahmen würden dem Stadtrat in der Sitzung am 28. März vorgestellt. Der zweite Teil beinhalte das Gebiet bis zum BRK-Seniorenzentrum "Mühlbühl" und der dritte den Bereich um den Zentralen Omnibusbahnhof im Süden bis zum Lengenfelder Weg.

Insgesamt würden von dem Gartenschau-Konzept rund 90 Prozent umgesetzt. "Positiv ist, dass wir keinerlei zeitlichen Druck haben", verweist der Rathauschef auf einen weiteren Vorteil. Zu den Kosten kann er noch keine genauen Angaben machen. Eine Orientierung liefere die Kalkulation zur Gartenschau 2022. Diese lag bei rund acht Millionen Euro (brutto). Über die Städtebauförderung könnten möglicherweise rund 50 Prozent abgedeckt werden.

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