12.03.2018 - 20:00 Uhr
Tirschenreuth

Aufschlag in Tennis-Landesliga

Die Erfolge des Tennis-Clubs im ATSV Tirschenreuth können sich sehen lassen. Die Herrenmannschaft 40 spielt jetzt sogar Landesliga. Trotzdem plagen den Verein sportlich große Sorgen.

Die Geehrten (vorne, von links) Kerstin Groll, Susanne Pröls und Ute Gleißner sowie (hinten, von links) Stefan Schirmer, Horst Wettinger, Jürgen Steinhauser, Wolfgang Wettinger, Stefan Bayreuther und Georg Schirmer.
von Autor HÄProfil

Schlecht besucht war die Jahreshauptversammlung des Tennis-Clubs im ATSV Tirschenreuth. "Vielleicht war es der Punkt Neuwahlen auf der Tagesordnung, der viele vom Kommen abgehalten hat", meinte Vorsitzender Claus Bäumler bei der Begrüßung. Da einige Vorstandsmitglieder nicht mehr antraten, habe der eine oder andere vielleicht Angst gehabt, vorgeschlagen zu werden.

Doch auch in kleiner Runde konnten bis auf den Posten des Vergnügungswarts alle Ämter besetzt werden. Claus Bäumler und Hans-Jürgen Kiermaier wurden als erster und zweiter Vorsitzender bestätigt, ebenso Florian Wameser als Schriftführer, Wolfgang Wettinger als Kassier und Martin Fenzl als Zeugwart. Manfred Tretter bleibt Kassenprüfer. Neu gewählt wurden Markus Lange als dritter Vorsitzender, Phillip Zöllner als Sportwart, Lisa Bäumler und Michael Kiermaier als Jugendwarte sowie Gerd Frank als Kassenprüfer. Neu ist auch Susanne Pröls, die den Jugendrat vertritt.

Der Gesamtmitgliederstand ist mit 226 Personen zwar wieder leicht angestiegen, aber es fehlt der sportliche Nachwuchs. Dabei hat der Vorstand viel unternommen, um die Jugend für den Tennis-Club zu begeistern, angefangen vom Besuch in den Schulen, über Schnuppertennis bis zum Tennis-Trainingslager. Der fehlende Nachwuchs bedeutet auch weniger Mannschaften, die in den Spielbetrieb gehen, diesmal sind es "nur" 13 Teams, wobei z. B. die U 9 und U 10 gänzlich fehlen. Gerade in dieser Altersklasse hatte der ATSV zuletzt große Erfolge zu verzeichnen.

Die sportliche Bilanz zog Sportwart Georg Schirmer. Die Herren 40 errangen die Meisterschaft in der Bezirksliga und steigen in die Landesliga auf. Letztmals spielte vor ca. 30 Jahren eine Mannschaft in der Landesliga. Insgesamt konnte man vier Meistertitel in den verschiedenen Ligen erringen, dazu kamen gute Platzierungen und zahlreiche Mittelplätze.

Weiter gab es Stadtmeisterschaften und erstmals ein LK-Tagesturnier. Erstmals nach einiger Zeit kann in diesem Jahr auch wieder eine Damenmannschaft gemeldet werden. Finanziell kam man dank der Zuschüsse des Fördervereins gut über die Runden, obwohl der Gasverbrauch deutlich gestiegen ist. Und da ist schon das nächste Problem: die Tennishalle. Durch den Wegfall des Pächters sind die Kontrollen des Energieverbrauchs lückenhaft geworden, außerdem steht die Wohnung leer. Derzeit wird die Gaststätte in Eigenverantwortung bewirtschaftet. Ein großes Problem ist der Zustand des Daches und der Bodenbelag. Bäumler: "Es gelang uns nicht, Angebote für die Dachsanierung zu bekommen, die regionalen Handwerksbetriebe sind schlichtweg zu gut beschäftigt" Der Verein werde sich mit Zwischenlösungen begnügen müssen.

Unter dem fehlenden Pächter litt zwar das Vereinsleben, trotzdem kam der gesellschaftliche Teil nicht zu kurz. Die Palette reichte von Saisoneröffnung über Preisschafkopf und einer Herbstwanderung hin bis zur Waldweihnacht. Die Saisoneröffnung ist Ende April vorgesehen. Claus Bäumler bedankte sich bei den ausscheidenden Vorstandsmitgliedern Sportwart Georg Schirmer, Vergnügungswartin Kerstin Groll und Jugendleiterin Ute Gleißner für ihre Tätigkeit.

Dritter Bürgermeister Norbert Schuller lobte den TC für seine zahlreichen Aktivitäten. Er betonte, dass das Thema Jugendarbeit in vielen Vereinen ein Problem geworden sei. Ähnlich äußerte sich auch der Sport- und Jugendbeauftragte der Stadt, Huberth Rosner. Das Angebot für Jugendliche werde immer umfangreicher und damit auch die Konkurrenz immer größer.

Der neue ATSV-Vorstand Jürgen Steinhauser bedankte sich bei der Sparte Tennis für den Einsatz im Hauptverein und erinnerte an das 125-jährige Bestehen im Vorjahr. Er nahm auch Ehrungen vor. Für 10 Jahre zeichnete er Susanne Pröls aus, für 20 Jahre Horst Wettinger, für 25 Jahre Wolfgang Wettinger, für 30 Jahre Stefan Bayreuther und für 50 Jahre Stefan Schirmer.

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