Bezirksliga Oberfranken Ost
Fall Trogen wird neu aufgerollt

Sport
Tirschenreuth
27.02.2018
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Tirschenreuth/Trogen. Es wird wohl noch eine ganze Weile dauern, bis das letzte Wort im Fall Micklisch/FC Trogen gesprochen ist. Das Verbandssportgericht (VSG) des Bayerischen Fußballverbandes (BFV) hat erst für Sonntag, 25. März, eine erneute mündliche Verhandlung in Bamberg angesetzt. BFV-Präsident Dr. Rainer Koch hat bereits am 1. Februar beim VSG beantragt, das Verfahren gegen den FC Trogen wieder aufzunehmen.

Im November hatte das oberste Sportgericht des BFV dem einstigen Bezirksliga-Tabellenführer zwar die gegen Mistelbach und Neudrossenfeld II errungenen sechs Punkte aberkannt, aber auf einen Strafpunktabzug verzichtet. Die Sportrichter hatten damals den Trogenern Fahrlässigkeit, aber keinen Vorsatz attestiert. Doch das Bezirkssportgericht, das die Einsprüche von neun anderen Vereinen zu behandeln hatte, ist während der Beweisaufnahme und in einer mündlichen Verhandlung zu einem ganz anderen Schluss gekommen: Es wies dem FC Trogen in Person von Spielleiter Jens Degenkolb Vorsatz nach.

Nicht auszuschließen, dass nun auch noch das VSG einen Strafpunktabzug gegen Trogen verhängt. 24 Zähler wurden dem Team von Trainer Florian Narr-Drechsel ohnehin schon aberkannt. Eine nachgewiesene Falschaussage könnte im schlimmsten Fall für den Verein sogar bis zum Komplettausschluss aus dem BFV führen. Über die Einsprüche der sechs Vereine, die am 19. Januar vom Bezirkssportgericht keine Punkte zugesprochen bekommen haben, entscheidet ebenfalls das Verbandssportgericht. Hier steht überhaupt noch kein Termin fest. Dass sich das VSG so lange Zeit lässt, stößt bei vielen Vereinen der Fußball-Bezirksliga auf Unverständnis. Einige haben bereits angekündigt, die Angelegenheit beim am 11. März in Wunsiedel anstehenden Bezirkstag zum Thema zu machen.
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