31.08.2017 - 21:54 Uhr
TirschenreuthSport

Doppelspieltag in der Kreisliga Süd Drei Derbys im Blickpunkt

Unbeirrt zieht Aufsteiger Kickers Selb (1./18 Punkte) in der Kreisliga Süd seine Kreise. Schärfster Verfolger ist der als einziger noch ungeschlagene VfB Arzberg (2./15.). In der Doppelrunde am Freitag und Sonntag warten auf beide Teams heikle Aufgaben.

Die Sportfreunde Kondrau (links Stefan Bauer, hier im Laufduell mit dem Mähringer Florian Wührl) freuen sich auf zwei Derbys: am Freitag in Steinmühle und am Sonntag zu Hause gegen Konnersreuth. Bild: hho
von Autor CHAPProfil

Von den Stiftländer Vereinen hält derzeit nur die Reserve des SV Mitterteich (3./14) Anschluss. Schon in gebührendem Abstand befindet sich der TSV Konnersreuth (5./11). Drei Derbys prägen den Doppelspieltag: Am Freitag stehen sich der SV Steinmühle (6./10) und die Sportfreunde Kondrau (7./10) gegenüber, zwei Tage später erwartet der SV Mitterteich II die SpVgg Wiesau (11./8) und die Kondrauer empfangen Konnersreuth.

TSV Konnersreuth

Trotz Unterzahl bot der TSV bei der Niederlage in Selb dem Spitzenreiter lange Paroli und besaß sogar Möglichkeiten zum zwischenzeitlichen Ausgleich. Zwar warnt Spielleiter Florian Neumann sein Team vor dem immer besser in Schwung kommenden ASV Wunsiedel, er will aber unbedingt drei Zähler. Gleiches gilt für die Partie bei den Sportfreunden Kondrau. Mit einer klaren Dominanz wie zuletzt im Pokal rechnet Neumann diesmal aber nicht. "Wir streben ein Sechs-Punkte-Wochenende an, um Anschluss zu halten." Zu den Verletzten gesellt sich Rosner.

ASV Wunsiedel

Langsam kommt die Truppe von Spielertrainer Fabian Bartl in Fahrt. Logisch, dass sie ihren Aufwärtstrend fortsetzen will. Allerdings erwartet Bartl beim TSV Konnersreuth ein äußerst schwieriges Auswärtsspiel, zählt er doch die Hausherren zu den Top-Mannschaften der Liga. Gegen Aufsteiger ATSV Tirschenreuth jedoch fordert er ohne Wenn und Aber einen Dreier. Nicht entgangen sind Bartl die vielen Gegentore des Gastes. "Hier sehe ich unsere Chance." Neben den Langzeitverletzten fehlen zusätzlich Hein und Grumme.

ATSV Tirschenreuth

"Um die Chancen auf den Klassenerhalt zu wahren, muss die Mannschaft die individuellen Fehler in der Abwehr abstellen. Sonst geraten wir am Freitag gegen Tabellenführer Kickers Selb unter die Räder", sieht Trainer Marco Zeus der Partie sorgenvoll entgegen. Nicht viel einfacher ist die Begegnung beim ASV Wunsiedel. "Die Hausherren kommen immer besser in Schwung." Um den Doppelspieltag einigermaßen schadlos zu überstehen, bedarf es einer enormen Leistungssteigerung. Die am Freitag fehlenden Schichtarbeiter sind am Sonntag dabei. Schnabl fällt definitiv aus.

SpVgg Wiesau

Beim 5:3-Sieg über Tirschenreuth war Trainer Christian Zettl, trotz der Gegentore, mit der Leistung einverstanden. "So müssen wir weitermachen." Vom Tabellenstand des TSV Waldershof will er sich am Freitag nicht blenden lassen. "Der ist immer ein unbequemer Gegner." Das zweite Auswärtsspiel führt Zettl zu seinem Ex-Verein SV Mitterteich II. "Natürlich freue ich mich, alte Weggefährten zu treffen, aber für 90 Minuten ruht die Freundschaft." Nur schade, dass er mit dem letzten Aufgebot in beide Begegnungen gehen muss.

FC Rehau

Am Doppelspieltag kommt Derbystimmung auf. Am Freitag ist der VFC Kirchenlamitz zu Gast, zwei Tage später tritt Rehau beim FC Marktleuthen an. Um den Spitzenteams auf den Fersen zu bleiben, fordert Vorsitzender Oliver Höll Punkte, am besten sechs. "Dazu müssen wir jeweils über 90 Minuten kräftig Gas geben."

SC Mähring

Ausgerechnet am Doppelspieltag plagen Trainer Pavel Plecity große Personalsorgen durch Urlaub und Verletzungen. Gegen den noch ungeschlagenen VfB Arzberg sieht er sein Team in der Außenseiterrolle, er könnte mit einem Remis durchaus leben. Gastgeber VFC Kirchenlamitz ist für Plecity ein völlig unbeschriebenes Blatt. Nur gut, dass in dieser Partie der schmerzlich vermisste Chrenak zurückkehrt. "Wenn es uns gelingt, an die letzten guten 20 Minuten gegen Kondrau anzuknüpfen, sehe ich reelle Erfolgschancen."

VFC Kirchenlamitz

Die Punkteteilung in Lorenzreuth war zwar gerecht, aber für Bernd Lauterbach ärgerlich, da sie durch einen zweifelhaften Strafstoß zustande kam. Gastgeber FC Rehau stuft der VFC-Coach als eines der stärksten Teams in der Liga ein. "Trotzdem sind wir nicht gewillt, die Zähler freiwillig abzugeben." Zwei Tage später gastiert mit dem SC Mähring eine unangenehm zu spielende Mannschaft, die immer für eine Überraschung gut ist. Dennoch sollen die drei Punkte in Kirchenlamitz bleiben.

SV Steinmühle

Nur eine Niederlage, aber vier Punkteteilungen lassen das Team auf der Stelle treten. "Jetzt muss im Derby gegen die Sportfreunde unbedingt ein Dreier her", fordert Trainer Thorsten Meier. "Mit Ryba, Brunner und Ott haben die Gäste drei gute Spieler in ihren Reihen. Diese müssen wir unbedingt ausschalten. Das Torverhältnis von 17:16 zeigt klar, wo die Stärken und Schwächen der Sportfreunde liegen." Beim VfB Arzberg sieht Meier seine Truppe in der Außenseiterrolle. "Nur gut, dass der Druck beim Aufstiegsaspiranten liegt. Vielleicht gelingt uns eine Überraschung?" Etliche Spieler fallen aus.

VfB Arzberg

Noch immer ist die Mannschaft ungeschlagen und das soll auch so bleiben. Allerdings wartet beim SC Mähring eine schwierige Aufgabe. "Uns ist bewusst, dass die Heimelf äußerst heimstark ist", sagt Spielleiter Sven Riedl. Die Duelle gegen den SV Steinmühle waren schon immer auf Augenhöhe. "Ich erwarte keinen Selbstläufer." Sivriler weilt noch im Urlaub, Göcking ist verletzt und Graf befindet sich auf Fortbildung.

SV Mitterteich II

Trotz Personalsorgen setzte sich die "Zweite" gegen Waldershof klar durch. Viel mehr Gegenwehr erwartet Vorsitzender Roland Eckert beim FC Schwarzenbach und zu Hause gegen die SpVgg Wiesau. "Schwarzenbach ist mittlerweile personell in Bestbesetzung und feierte prompt den ersten Saisonsieg. Auch Wiesau mit dem langjährigen SV-Kapitän Christian Zettl war zuletzt erfolgreich." Um den dritten Platz zu festigen, peilt die Elf von Aushilfscoach Markus Broschik vier Zähler an.

SF Kondrau

Gegen Mähring attestierte Spielleiter Philipp Hopfner der Mannschaft eine starke Leistung. Im Derby beim SV Steinmühle und zu Hause gegen den TSV Konnersreuth muss jedoch die Chancenverwertung verbessert werden. "An der Motivation sollte es den Spielern nicht fehlen, besitzen doch beide Partien Derbycharakter." Besonders gegen Konnersreuth will Hopfner aufgrund der letzten hohen Niederlagen unbedingt punkten. "Mit vier Zählern könnte ich durchaus leben." Es fehlen Rosner und die Brüder Heinz.

Kickers Selb

Nach dem erfolgreichen Wochenende mit dem Ausbau der Tabellenführung erscheinen die Partien gegen die Kellerkinder ATSV Tirschenreuth und TSV Waldershof als lockere Angelegenheiten. Doch genau darin liegt für Spielleiter Stefan Specht die größte Gefahr. "Kein Gegner darf am Tabellenstand gemessen werden", warnt Trainer Jakob Schleicher seine Truppe. Sein Team müsse zeigen, dass es zurecht auf Platz eins steht.

TSV Waldershof

"Wenn wir aus dem Tabellenkeller heraus wollen, muss die Heimpartie gegen die SpVgg Wiesau unbedingt gewonnen werden", setzt Trainer Markus König sein Team bewusst unter Druck. Dazu muss die Mannschaft an die Leistung gegen Rehau anknüpfen. Als eine der leichtesten Aufgaben sieht König die Begegnung gegen Tabellenführer Kickers Selb. "Die sind für mich der Topfavorit auf den Aufstieg und kommen für uns zum schlechtesten Zeitpunkt. Aber wir werden uns so teuer wie möglich verkaufen." Personell geht die Mannschaft zur Zeit am Krückstock.

FC Marktleuthen

Nach der indiskutablen Leistung gegen Schwarzenbach will Trainer Eduardo Silva eine ganz andere Mannschaft sehen. "Wir spielen derzeit weit unter unseren Möglichkeiten." Aufgrund etlicher Ausfälle wäre Silva in Lorenzreuth mit einem Zähler einverstanden. Gegen Topfavorit Rehau sieht er sein Team ganz klar in der Außenseiterrolle. "Geschenkt jedoch bekommt der Gast nichts."

FC Schwarzenbach/Saale

Am Freitag gegen den SV Mitterteich II sieht Spielleiter Guido Diegel sein Team als Außenseiter und hofft wenigstens auf einen Zähler. Pascal Fuchs steht nicht zur Verfügung. Am Sonntag sei für ihn der erste Heimsieg der Saison gegen Aufsteiger FC Lorenzreuth Pflicht. Stammtorhüter Johannes Becher verabschiedet sich vor den beiden Spielen in den Urlaub und wird von Da Silva ersetzt.

FC Lorenzreuth

Im dritten Heimspiel in Serie, zuletzt gab es zwei Remis, will der FC den Platz auch gegen Marktleuthen nicht als Verlierer verlassen. "Wir sind auf einem guten Weg und haben bewiesen, auch mit den Topteams der Liga mithalten zu können", lobt Trainer Anton Zapf seine Truppe. In Schwarzenbach am Sonntag erwartet der Trainer einen schweren Gegner, der sich im Aufwind befindet.

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