26.03.2017 - 21:56 Uhr
TirschenreuthSport

Fußball Kreisliga MAK Süd Fuchsmühl vergeigt dritten Sieg

Fünf Punkte Rückstand: Durch die 0:3-Pleite im Spitzenspiel der Kreisliga Süd gegen den FC Tirschenreuth verliert der ASV Wunsiedel den Kontakt zu Tabellenführer SpVgg Selb. Das Liga-Schlusslicht vermasselt derweil ihren dritten Saisonerfolg selbst.

Ein heißes Spiel lieferten sich die SG Fuchsmühl und der TSV Waldershof. In der 83. Minute verschoss Christopher Fürst (links) einen Elfmeter. Das wäre das 3:1 für die SG gewesen. Am Ende trennten sich die Teams 2:2. Bild: heh
von Julian Trager Kontakt Profil

Der Tabellenführer gibt sich beim 3:0 bei der SpVgg Wiesau keine Blöße. Mit nun fünf Punkten Vorsprung auf Rang zwei und elf Punkten auf Rang drei könnten die Selber schon mal auf die Bezirksliga schielen. Auch der ASV Wunsiedel steht trotz der dritten Saisonniederlage noch gut da: Sechs Punkte liegen zwischen ihm und Verfolger VFC Kirchenlamitz. Ganz unten holte die SG Fuchsmühl beim 2:2 gegen den TSV Waldershof ihren siebten Punkt der Saison. Fast wären es zwei mehr gewesen - erst vergab man in der 83. Minute einen Elfmeter, dann kassierte man in der 90. Minute den Ausgleich. Für den Klassenverbleib dürfte es für die SG trotzdem nicht mehr reichen.

Schwarzenb./Saale 0:2 (0:1) VFC Kirchenlamitz

Tore: 0:1/0:2 (13./92.) Alexander Manzke - SR: Udo Siegfried Hahn (Trebgast) - Zuschauer: 120

Viel zu spät entdeckte der FCS seine kämpferischen Qualitäten, um in diesem gegen Ende emotionsgeladenen Derby bestehen zu können. In der ersten Hälfte dominierte der VFC deutlich, die Sener-Elf ließ die Platzherren laufen und gestattete ihnen keine einzige echte Torchance. Alexander Manzke nutzte einen Ausrutscher in der Abwehr zur Führung. Direkt nach der Pause gelang es den Schwarzenbachern immerhin, auch körperlich dagegenzuhalten. In dieser Phase passierte die umstrittenste Szene der Partie: Sebastian Bertl setzte sich auf der linken Seite durch, seine Flanke verwertete Michael Fröhlich per Kopf. Doch Schiedsrichter Hahn pfiff ab, weil sein Linienrichter den Ball nur am Außennetz gesehen hatte. Alle Proteste halfen nichts, den Moment nutzten die Gäste, um sich zu sammeln und das Spiel wieder ausgeglichen zu gestalten. Manzke sorgte gegen die völlig entblößte Abwehr mit seinem zweiten Treffer für die Entscheidung.

SF Kondrau 0:2 (0:1) VfB Arzberg

Tore: 0:1 (32.) Tobias Göcking, 0:2 (71.) Rachid Benker - SR: Fabian Rogler (Rehau) - Zuschauer: 120 - Rot: (61.) Mustafa Kocak (VfB Arzberg)

(pho) Beide Teams gingen zu Beginn der Partie kein Risiko ein und versuchten über eine stabile Defensive zu ihrem Spiel zu finden, wobei die Gäste aus Arzberg in dieser Phase mehr Spielanteile hatten. Erst nach gut zehn Minuten wurde Kondrau stärker und hatte mehr Aktionen. Das Spiel lief fast ausschließlich im Mittelfeld ab, ohne zwingende Torchancen auf beiden Seiten. In der 32. Minute erzielte Arzberg nach einer eher harmlosen Flanke das 0:1. Tobias Göcking köpfte einen Kondrauer Spieler an, von ihm prallte der Ball ins Tor. Zu dieser Phase verdient: Arzberg war die agilere Mannschaft, Kondrau agierte zu passiv.

Auch zu Beginn der zweiten Hälfte war Arzberg die bessere Mannschaft und versuchte stetig Druck aufs Kondrauer Tor aufzubauen. Erst nachdem Arzberg durch eine Rote Karte in Unterzahl geriet, kam Kondrau zu mehr Spielanteilen. In der 65. Minute hatte Kondrau die Gelegenheit zum Ausgleich, ließ die gute Möglichkeit aber liegen. Der VfB versuchte über Konter zum Erfolg zu kommen. Dies gelang in der 75. Minute: Nach einer Unachtsamkeit der Kondrauer schloss Arzberg den Konter clever ab. Kondrau steckte nicht auf und drängte weiter aufs Gästetor, blieb aber im Abschluss zu harmlos.

FC Tirschenreuth 4:3 (2:1) ASV Wunsiedel

Tore: 0:1 (32.) Anthony Hofweller, 1:1 (37.) Marian Vaclavik, 2:1 (43.) Daniel Lauterbach, 3:1 (55.) Bastian Popp, 3:2 (62./Foulelfmeter) Michael Koller, 3:3 (76.) Michael Koller, 4:3 (90.+4) Marian Vaclavik - SR: Bastian Schreiner (Wiesla Hof) - Zuschauer: 180 - Rot: (58.) Daniel Lauterbach (FC) Nachschlagen, (90.+2) Martin Rödel (ASV) Notbremse

(wga) Vor einer stattlichen Zuschauerkulisse lieferten sich die Kontrahenten von Beginn an einen offenen Schlagabtausch mit zahlreichen Torraumszenen. Die guten Torhüter und zweimal die Torlatte verhinderten dabei zunächst einen Treffer. Nach einer präzisen Flanke gelang den Gästen die Führung per Kopfball. Den Ausgleichstreffer erzielte der FC-Spielertrainer nach einem Konterangriff per Heber über den Gästekeeper. Kurz vor dem Pausenpfiff gelang den Platzherren der zweite Treffer.

Zu Beginn der zweiten Spielhälfte hatten die Gastgeber gleich mehrere gute Tormöglichkeiten hintereinander, die aber nicht genutzt wurden. Bastian Popp baute dann die FC-Führung aus, er setzte sich im Strafraum gegen zwei Gegenspieler durch. Die Rote Karte gegen Daniel Lauterbach brachte das Spiel zum Kippen. Die Gäste nutzten ihre numerische Überlegenheit und kamen mit einem Foulelfmeter und einem weiteren Kopfballtreffer zum Ausgleich. In der Nachspielzeit war der eingewechselte Gebru Fantaye nur mit einer Notbremse an der Strafraumgrenze zu stoppen. Marian Vaclavik verwandelte den Freistoß flach ins rechte untere Toreck zum vielumjubelten Siegtreffer.

Selb-Plößberg/Erk. 1:0 (0:0) TSV Konnersreuth

Tor: 1:0 (74.) Christopher Jakob - SR: Felix Langer (SpVgg Bayern Hof) - Zuschauer: 100

(ssp) Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase erspielten sich die Platzherren ein Chancenplus. Die beste Möglichkeit vergab nach einer knappen halben Stunde Emre Kutbay alleine vor dem Tor. Die Schlussphase vor der Pause gehörte den Gästen, Tobias Plass köpfte freistehend daneben. Den besseren Start im zweiten Durchgang erwischte die Heimelf, doch dies änderte sich in einer sehr wechselhaften Partie ziemlich schnell. Die Konnersreuther gewannen immer mehr die Oberhand, ihr Führungstreffer schien nur noch eine Frage der Zeit zu sein. Der Einschlag erfolgte allerdings auf der Gegenseite, als sich Vlastimil Svoboda im Strafraum behauptete, für Christopher Jakob ablegte und der nur noch einschieben musste. Während die Gäste bis zum Schlusspfiff kaum mehr etwas Gefährliches zustande brachten, versäumte es die Selber Spielgemeinschaft mehrmals, vorzeitig den Deckel draufzumachen.

SG Fuchsmühl 2:2 (1:0) TSV Waldershof

Tore: 1:0 (2.) Christopher Fürst, 1:1 (55.) Dominik Dotzauer, 2:1 (61.) Lukas Trösch, 2:2 (90.) Dominik Berger - SR: Alexander Meisel (Mistelgau) - Zuschauer: 140 - Besonderes Vorkommnis: Christopher Fürst (SG) verschießt Handelfmeter (83.)

(phg) Die Heimelf war gegenüber dem letzten Heimspiel nicht wiederzuerkennen. Jeder zeigte Wille, Einsatz und Laufbereitschaft von der ersten Minute an und machte es so den Gästen über die gesamte Spielzeit schwer. Mit dem ersten Torschuss ging die SG durch einen Distanzschuss glücklich in Führung. In der Folge hatten beide Mannschaften Chancen, ihr Torkonto aufzustocken, jedoch versagten den Stürmern vor dem Tor die Nerven. Waldershof kam druckvoll aus der Kabine und drängte auf den Ausgleich, den Dotzauer auch im Nachschuss erzielte. Als Fuchsmühl nach einem Freistoß wieder in Führung ging, hatte Waldershof nur kurze Zeit später durch Schindler die dicke Ausgleichsmöglichkeit. Die Heimelf vergab in der 83. Minute die Vorentscheidung durch einen Handelfmeter und wurde in der Nachspielzeit dafür bitter bestraft. Letztendlich war es ein gerechtes Ergebnis vor einer stattlichen Kulisse.

SpVgg Wiesau 0:3 (0:1) SpVgg Selb

Tore: 0:1 (29.) Sascha Jülke, 0:2 (71.) Sven Ries, 0:3 (78./Elfmeter) Matej Zila - SR: Eren Hüseyin (Hof) - Zuschauer: 70

(mvo) Der Tabellenführer und Favorit entführte nicht unverdient die drei Punkte aus Wiesau. Zwar konnte er nicht überzeugen, war aber in den entscheidenden Situationen eiskalt und nutzte die sich bietenden Torgelegenheiten konsequent. In Hälfte eins stand die Heimelf defensiv sehr gut und ließ nur eine einzige Chance zu, die Sascha Jülke zur Halbzeitführung nutzte. Die Heimelf hatte in Hälfte eins zwei gute Möglichkeiten auszugleichen, die aber leichtfertig vergeben wurden.

In der zweiten Hälfte versuchte die Heimelf, den Druck zu erhöhen und erspielte sich zwei gute Möglichkeiten zum Ausgleich. Danach übernahm der Spitzenreiter wieder die Spielkontrolle und ließ kaum noch Torchancen zu. Mit dem 0:2 durch Sven Ries war die Begegnung entschieden und die Gegenwehr der SpVgg Wiesau gebrochen. Voraus ging aber eine strittige Situation, die der Schiedsrichter nicht als Foul erkannte und Selb somit auf die Siegerstraße brachte. Kurz vor Schluss verursachte Torwart Mötsch noch einen berechtigten Foulelfmeter, der die endgültige Entscheidung durch Matej Zila brachte.

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