Fußball Kreisliga Süd
Spannender Abstiegskampf

Abstiegskampf in Tirschenreuth: Am letzten Spieltag der Kreisliga Süd empfängt der ATSV den FC Lorenzreuth. Die Kreisstädter brauchen einen Punkt, um sich in die Relegation zu retten. Das Bild zeigt eine Szene aus der Partie gegen den VfB Arzberg (1:1): Leon Prokesch klärt vor dem Arzberger Korbinian Lang (rechts), ATSV-Torwart Christoph Rösner braucht nicht einzugreifen. Bild: Gebert
Sport
Tirschenreuth
17.05.2018
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Oben ist alles klar, unten wird kräftig gezittert: In der Kreisliga Süd herrscht beim Saisonfinale Spannung pur im Kampf gegen den Abstieg.

Die Kickers aus Selb haben es geschafft: Sie steigen als Meister direkt in die Bezirksliga Oberfranken Ost auf. Der Tabellenzweite VfB Arzberg bekommt in der Relegation die Chance, ebenfalls den Sprung zu schaffen.

Spannung pur verspricht am letzten Spieltag der Abstiegskampf. Eine Entscheidung ist schon gefallen: Schlusslicht SC Mähring (16./25 Punkte) muss den bitteren Weg in die Kreisklasse antreten. Den FC Lorenzreuth (15./25) trifft das gleiche Schicksal, wenn er beim ATSV Tirschenreuth (14./28) nicht gewinnt. Landet der FCL einen Dreier, muss der ATSV aufgrund des direkten Vergleichs (Hinspiel 1:1) eine Klasse tiefer und die Gäste wären in der Relegation. Um dieser zu entgehen, benötigt die SpVgg Wiesau (13./30) einen Sieg, muss aber auch hoffen, dass die vor ihr liegenden TSV Waldershof (12./32) und ASV Wunsiedel (11./32) leer ausgehen.

SC Mähring Fr. 18.30 SV Steinmühle

"Dieser Abstieg schmerzt ganz besonders", sagt SC-Trainer Rudi Kraus. "Die Qualität der Mannschaft für die Kreisliga ist unbestritten. Die wollen wir noch einmal unter Beweis stellen und uns würdig verabschieden." Ob dies gelingt, ist aber fraglich, fehlen doch etliche Stammspieler. In Rehau belohnten sich die Gäste für ihren guten Auftritt mit einem Dreier. Für SV-Trainer Thorsten Meier geht es an der Grenze um nichts mehr. Trotzdem wollen die Gäste eine tolle Saison mit einem Sieg abschließen. Die Personallage bleibt weiter angespannt.

TSV Konnersreuth Fr. 18.30 FC Rehau

Mit einem rekordverdächtigen 8:5-Sieg kehrte die Heimelf aus Lorenzreuth zurück. "Nach der klaren Führung waren wir jedoch im Abwehrverhalten etwas fahrlässig", blickt TSV-Spielleiter Florian Neumann zurück. "Das dürfen wir uns gegen Rehau nicht erlauben. Aber ich bin zuversichtlich, dass wir die Saison mit einem Sieg beenden." Der Kader bleibt unverändert. Rang drei ist den Gästen nicht mehr zu nehmen. Deshalb gehen sie das letzte Saisonspiel ruhig an, ohne aber den nötigen Ehrgeiz außer acht zu lassen. Mit einer Niederlage wollen sie eine optimale Saison nicht beenden.

ATSV Tirschenreuth Fr. 18.30 FC Lorenzreuth

Noch immer trauert ATSV-Coach Marco Zeus dem verpassten Punktgewinn in Schwarzenbach nach, der seiner Meinung nach verdient gewesen wäre. Nun gilt die Konzentration dem Kellerduell. Schon mit einem Remis hätten die Hausherren die Relegation sicher und diese Chance wollen sie unbedingt nutzen. "Leider müssen wir auf die Leistungsträger Buch und Münsterer verzichten. Aber die restliche Mannschaft wird alles geben", ist sich Zeus sicher. Erst einmal verdauen muss der Gast die nicht alltägliche 5:8-Heimpleite gegen Konnersreuth. Das Ergebnis sagt alles über die Stärken und Schwächen des FCL aus. Wichtig wird es sein, die Abwehr zu stabilisieren, um die Minimalchance auf die Relegation zu nutzen.

TSV Waldershof Fr. 18.30 FC Schwarzenbach

"Wir haben es selbst in der Hand, die Liga zu halten", spornt TSV-Trainer Markus König sein Team noch einmal zur Höchstleistung an. "Es wird keine leichte Aufgabe, sind doch die Gäste seit sechs Runden ungeschlagen." Wichtig wird es sein, den Gästespielmacher Raimund Wohn aus dem Spiel zu nehmen. "Ich fordere von meinem Team noch einmal Herzblut und Leidenschaft im wichtigsten Spiel der Saison." Bis auf Berger sind alle an Bord. Ein Zähler würde den Gästen reichen, um auch nächste Saison wieder Kreisliga zu spielen. Nach den guten Auftritten in den vergangenen Wochen sind sie optimistisch, dass dies gelingt.

SpVgg Wiesau Fr. 18.30 FC Marktleuthen

Enorm wichtig war für SpVgg-Vorsitzenden Alfred Klarner der Sieg in Kirchenlamitz. Damit ist der direkte Abstieg erst mal vom Tisch. "Aber wir sollten ähnlich weitermachen, um vielleicht auch der Relegation zu entkommen", fordert Klarner seine Truppe auf. Dazu steht der zuletzt erfolgreiche Kader zur Verfügung. Mit 41 Punkten befinden sich die Gäste jenseits von Gut und Böse. Doch fairerweise den anderen Mannschaften gegenüber, werden sie das letzte Saisonspiel mit dem nötigen Ernst bestreiten. "Wiesau wird sich die Punkte schon verdienen müssen", heißt es aus Marktleuthen.

Kickers Selb Fr. 18.30 VFC Kirchenlamitz

Natürlich ist die Begeisterung in Selb groß, nachdem im Spiel beim direkten Konkurrenten Arzberg die Meisterschaft unter Dach und Fach gebracht wurde. Ein lockeres Schaulaufen will Trainer Jakob Schleicher aber nicht sehen. Seiner Meinung nach ist jeder Spieler heiß darauf, sich für die 1:4-Schmach aus der Vorrunde zu rehabilitieren. "Endlich ist Sommerpause", schnauft VFC-Trainern Bernd Lauterbach tief durch. Etliche Spieler fallen aus verschiedenen Gründen aus. "Deshalb versuchen wir, uns so gut wie möglich aus der Affäre zu ziehen."

ASV Wunsiedel Fr. 18.30 VfB Arzberg

"Wir haben den direkten Klassenerhalt noch immer selbst in der Hand", versucht Trainer Fabian Bartl sein Team noch einmal zu motivieren. Dabei verweist er auf das mit 1:2 verlorene Hinspiel, in dem sein Team einen ebenbürtigen Gegner abgab. "Entscheidend wird sein, dass wir Ruhe bewahren, gegen einen Gegner, der zurecht um den Aufstieg spielen wird." Nach der Niederlage im Spitzenspiel gegen Kickers Selb konzentriert man sich beim VfB Arzberg auf die Relegation. In Wunsiedel wird eine gemischtes Team auflaufen, da einige angeschlagene Akteure für die entscheidenden Spiele geschont werden. Trotzdem wird diese Mannschaft versuchen, die gute Saison mit einem Sieg abzuschließen.

SV Mitterteich II Fr. 18.30 SF Kondrau

Im Nachbarderby geht es eigentlich nur darum, wer am Schluss besser in der Tabelle dasteht. Einen gewissen Ehrgeiz erwartet SV-Vorsitzender Roland Eckert aber schon, stehen doch auf beiden Seiten Spieler und Trainer, die schon einmal im anderen Verein tätig waren. Damit dürfte eine gewisse Spannung noch vorhanden sein. "Wir wollen uns auf jeden Fall mit einem Sieg in die Sommerpause verabschieden", fordert der SV-Vorsitzende. Ähnlich sieht SF-Spielleiter Philipp Hopfner die Voraussetzungen. "Wir würden gerne vor den Hausherren die Saison beenden." Ferner will sich der Gast für die bittere Hinspielniederlage revanchieren und mindestens einen Zähler entführen. Personelle Veränderungen gibt es nicht.
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