Kickers Selb thront ganz oben
Führungswechsel in der Kreisliga Süd

Der Wiesauer Lukas Grüner (links) ist mit dem Kopf vor den Konnersreuthern Jonas Baumgärtner (Mitte) und Tobias Wenisch am Ball. Die Kreisliga-Partie gewann aber der TSV Konnersreuth mit 3:1. Bild: heh
Sport
Tirschenreuth
20.08.2017
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Der SV Steinmühle ging am Samstag erstmals in dieser Saison als Verlierer vom Platz. Die Truppe von Trainer Thorsten Meier unterlag dem neuen Spitzenreiter Kickers Selb mit 0:2. Hier zieht der Selber Alexander Terehof an den SVS-Akteuren Andreas Gradl (Nummer 2) und Tobias Santl vorbei. Bild: Gebert

Der VfB Arzberg bleibt zwar als einziges Team der Kreisliga Süd ungeschlagen, die Tabellenführung ist aber weg. Neuer Spitzenreiter ist Aufsteiger Kickers Selb.

Während der VfB Arzberg (2./14 Punkte) beim FC Lorenzreuth (9./8) nur zu einem 1:1 kam, setzte sich Kickers Selb (1./15) beim SV Steinmühle (6./9) mit 2:0 durch. Für die Mannschaft von Trainer Thorsten Meier war es am sechsten Spieltag die erste Niederlage in dieser Saison. Punktgleich hinter dem Spitzenduo folgen der TSV Konnersreuth (3./11) und der SV Mitterteich II (4./11). Der TSV bezwang die SpVgg Wiesau (13./5) mit 3:1, die Landesliga-Reserve erreichte beim FC Marktleuthen (11./7) ein 0:0. Neuling ATSV Tirschenreuth (14./4) feierte mit dem 2:0 gegen den TSV Waldershof (15./2) den ersten Sieg.

ATSV Tirschenreuth 2:0 (1:0) TSV Waldershof

Tore: 1:0 (30.) Karl Söllner, 2:0 (61.) Sebastian König - SR: Andreas Kink senior (SV Störnstein) - Zuschauer: 78 - Gelb-Rot: (77.) Florian Paul (Waldershof)

(nls) Beide Teams begannen sehr nervös, wobei die Heimelf etwas schneller zu ihrem Spiel fand und nach zehn Minuten einen Lattenknaller zu verzeichnen hatte. Von da an übernahm der ATSV die Initiative und erarbeitete sich mehrere sehr gute Möglichkeiten. Mit einem Abstauber gelang Söllner die verdiente Führung. Nun erst wachten die Gäste auf und boten Paroli. Es entwickelte sich ein abwechslungsreiches Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Nach der Halbzeit drückte der ATSV weiter aufs Tempo, vergab aber mehrere Gelegenheiten oft zu leichtfertig. Als König mit einem sehenswerten Schuss auf 2:0 erhöhte, dachten viele, das Spiel sei entschieden. Doch die Gäste gaben nicht auf und hatten Chancen. Der ATSV stand an diesem Tag aber sicher in der Abwehr und kam zu einem verdienten Sieg.



TSV Konnersreuth 3:1 (0:1) SpVgg Wiesau

Tore: 0:1 (30.) Daniel Wölfel, 1:1 (50.) Jan Frederik Spörrer, 2:1 (69.) und 3:1 (80.) Oliver Schicker - SR: Siegfried Hahn (Kulmbach) - Zuschauer: 120

Die Gäste setzten die Heimelf von Beginn an unter Druck. Folgerichtig gingen die Wiesauer durch Wölfel mit 1:0 in Führung. Kurze Zeit später hatte Sturmführer Schicker die große Ausgleichschance auf dem Fuß, vergab jedoch vor dem leeren Tor kläglich. In der zweiten Halbzeit konnte die Heimelf den Gästen ihr Spiel aufzwingen und glich nach einer schönen Direktabnahme durch Spörrer aus. Die Heimelf drückte weiter und ging aufgrund der Spielanteile durch Schicker verdient mit 2:1 in Führung. Die Wiesauer gaben nicht auf, kamen jedoch nicht gefährlich vor das Konnersreuther Gehäuse. Zehn Minuten vor Schluss machte wiederum Schicker den Deckel zum 3:1-Endstand drauf. Am Ende war es aufgrund der zweiten Halbzeit ein verdienter Sieg der Konnersreuther.

SV Steinmühle 0:2 (0:1) Kickers Selb

Tore: 0:1 (14.) Alexander Terehof, 0:2 (50.) Petr Pleva - SR: Gerd Hildner (SV Grafengehaig) - Zuschauer: 120

(faf) Von Beginn an entwickelte sich ein gutes und flottes Kreisliga-Spiel zwischen zwei Teams auf Augenhöhe. Den Kickers gelang nach einer Ecke durch einen wuchtigen Kopfball des sehr agilen Alexander Terehof die frühe Führung, wobei sich die Heimelf unbeeindruckt zeigte und das Spiel weiter offen gestaltete. Dabei wäre durchaus der Ausgleich möglich gewesen. Kurz nach dem Seitenwechsel unterlief den Gelb-Schwarzen ein folgenschwerer Fehler im Spielaufbau, den Gäste-Torjäger Petr Pleva eiskalt zum 2:0 nutzte. Nun zeigten die Kickers ein gutes Kombinationsspiel und hatten mehr Ballbesitz. Die Heimelf gab jedoch nicht auf und hatte ihre größte Möglichkeit, als Max Hecht mit einem wuchtigen Kopfball aus kurzer Distanz am glänzend reagierenden Gästekeeper Lukas Sourek scheiterte (63. Minute). Im weiteren Verlauf war für die Einheimischen am gegnerischen Strafraum meist Endstation. Aufgrund der zweiten Halbzeit und der clevereren Spielweise war der Gästesieg verdient.

FC Marktleuthen 0:0 SV Mitterteich II

SR: Philip Hohberger (ATS Selbitz) - Zuschauer: 120

(apö) In einer von der Taktik und Respekt geprägten Partie gab es eine gerechte Punkteteilung. Das Geschehen spielte sich überwiegend im Mittelfeld ab. Die einzig nennenswerte Chance der ersten Halbzeit hatte der Gastgeber durch Alexander Lapschin, dessen Schuss SV-Keeper Michael Schultes aber ebenso stark abwehrte wie den Nachschuss von Tim Sieber. Ansonsten blieb die Marktleuthener Offensive ein laues Lüftchen. Auf der Gegenseite ließ die FCM-Defensive gegen den stark aufgestellten Tabellendritten wenig zu, so dass Torwart Bernd Lackmann erstmals in der 60. Minute gegen Christian Weiss eingreifen musste. In der Schlussphase hatte der Gastgeber das nötige Glück auf seiner Seite. Zwei Mal hatte Tobias Seitz das Siegtor auf dem Fuß: Einmal zielte er knapp daneben, dann scheiterte er an Lackmann.

SC Mähring 2:2 (1:2) ASV Wunsiedel

Tore: 0:1 (13./Elfmeter) Robert Radler, 1:1 (22.) Lukas Kliment, 1:2 (26.) Robert Radler, 2:2 (70./Elfmeter) Stefan Schneider - SR: Sebastian Küffner (1. FC Nagel) - Zuschauer: 65 - Besonderes Vorkommnis: (3.) Wunsiedel verschießt Elfmeter

Bereits in der 3. Minute zeigte der Unparteiische auf den Elfmeterpunkt, doch SC-Torwart Rath parierte hervorragend. Wenig später gab es erneut Elfmeter für die Gäste, diesmal verwandelte Radler mit Glück, denn auch hier war Rath noch dran. Die Heimelf war nicht geschockt und kam durch Lukas Kliment zum Ausgleich (22.). Doch postwendend gingen die Gäste erneut durch Radler wieder in Führung. Es war bereits in Halbzeit eins ein hitziges Spiel mit vielen Fouls und Nickligkeiten. Insgesamt gab es acht Gelbe Karten. Nach der Pause drängte die Heimelf auf den Ausgleich. In der 70. Minute gab es Elfmeter für Mähring, den Schneider zum 2:2-Endstand verwandelte. Das Unentschieden geht in Ordnung.

FC Rehau 2:1 (2:0) SF Kondrau

Tore: 1:0 (11.) Daniel Eiswert, 2:0 (44.) Simon Decker, 2:1 (91.) Jakub Ryba - SR: Dieter Sagolla (SV Leutendorf) - Zuschauer: 85

(oli) In der 11. Minute ging Rehau durch Daniel Eiswert verdient in Führung. Danach hatten die Oberfranken die Partie weiter im Griff. Es dauert aber bis kurz vor der Halbzeit, ehe Simon Decker das 2:0 erzielte. In der zweiten Halbzeit dann ein komplett anderes Bild: Der FC ließ sich das Spiel aus der Hand nehmen. Kondrau hatte viel Ballbesitz, war aber meist am Strafraum mit dem Latein am Ende. Der Anschlusstreffer in der 91. Minute durch einen 18-m-Knaller von Spielertrainer Jakub Ryba fiel zu spät.

FC Lorenzreuth 1:1 (0:0) VfB Arzberg

Tore: 1:0 (60.) Toni Küspert, 1:1 (82.) Patrick Sinkule - SR: Joshua Viehrig (SV Meierhof-Sorg) - Zuschauer: 185 - Besonderes Vorkommnis: (73.) Louis Möchel (FCL) hält Foulelfmeter von Dominik Horvat (VfB)

(sm) In einem spannenden Spiel trennten sich beide Mannschaften mit einem gerechten Unentschieden. Das Geschehen spielte sich überwiegend im Mittelfeld ab und es wurden auf beiden Seiten keine größeren Torchancen zugelassen. In der 60. Minute gelang Toni Küspert nach einem schönen Spielzug auf Vorlage von Fräßdorf die zu diesem Zeitpunkt nicht unverdiente Führung für den FCL. Kurz vor Schluss gelang den Arzbergern doch noch das glückliche, aber nicht unverdiente Ausgleichstor.

Schwarzenbach 2:3 (0:3) Kirchenlamitz

Tore: 0:1 (5.) Florian Weiß, 0:2 (22.) Leon Amidovic, 0:2 (40.) Andreas Popp, 1:3 (74.) Raimund Wohn, 2:3 (79./Eigentor) Bastian Lichtblau - SR: Willi Odenbach (Sportring Bayreuth) - Zuschauer: 140

Es hätte zur Dramaturgie dieses kuriosen Derbys gepasst, wäre der Heimelf zum Ende hin noch der Ausgleich gelungen. Das frühe 0:1 warf den FCS total aus der Bahn. Kirchenlamitz hatte in der ersten Hälfte viel zu viel Platz und Zeit zum Spielen, die drei Treffer wurden den Gästen beinahe aufgelegt. Zwei Einwechslungen bei Schwarzenbach und womöglich ein Tick zu viel Siegesgewissheit auf Seiten des VFC brachten die Wende. FC-Kapitän Wohn erzwang selbst das 1:3 und war auch vor dem Eckstoß am Ball, der das Eigentor provozierte. Zu mehr reichte es für das neue Schlusslicht nicht mehr.
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