Knifflige Auswärtshürden für Spitzenteams der Kreisliga Süd
Wackeln die Kickers Selb?

Sport
Tirschenreuth
06.04.2018
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Alle Ostereier sind verteilt, jetzt geht es in der Kreisliga Süd wieder um wichtige Zähler. Im Kampf um den Aufstieg in die Bezirksliga stehen die führenden Teams aus Selb und Arzberg vor kniffligen Auswärtshürden. Im Tabellenkeller kommt es zu einem Schicksalsspiel.

Unangenehme Auswärtsaufgaben warten am 24. Spieltag auf das Führungsduo der Kreisliga Süd. Tabellenführer Kickers Selb (1./50) gastiert beim offensichtlich wiedererstarkten TSV Waldershof (12./23) und wird sich auf heftige Gegenwehr einstellen müssen. Ähnliches gilt für Verfolger VfB Arzberg (2./48), der beim heimstarken SV Steinmühle (5./37) antritt. Punkteinbußen sind also nicht ausgeschlossen. Am anderen Ende der Tabelle kommt es zum Kellerduell zwischen dem FC Lorenzreuth (14./17) und Schlusslicht 1. FC Schwarzenbach (16./17). Der Verlierer geht schweren Zeiten entgegen.

FC Lorenzreuth Sa. 15.00 1. FC Schwarzenbach

Nach dem überraschenden Sieg über Tabellenführer Kickers Selb und einem Remis in Marktleuthen gehen die Hausherren selbstbewusst in das Kellerduell. "Gelingt es uns, in Sachen Kampfbereitschaft und Leidenschaft an die beiden letzten Spiele anzuknüpfen, dann bleiben die Zähler in Lorenzreuth", ist sich FC-Spielleiter Tommy Skotnik sicher. Personell allerdings muss Trainer Zapf etwas zaubern, da einige Akteure ausfallen. Nach dem Sieg in Mitterteich schöpften die Gäste wieder Hoffnung im Kampf um den Klassenerhalt, erlitten im Nachholspiel gegen Wunsiedel (1:2) aber gleich wieder einen Dämpfer. Deren Trainer Horst Pankau erwartet eine Partie auf Augenhöhe, in der die Tagesform entscheidend sein wird. Rotsünder Luber kehrt zurück.

FC Rehau Sa. 15.00 FC Marktleuthen

Im Nachbarderby sinnen die Hausherren auf Revanche für die 1:2-Vorrundenniederlage. Mit den momentanen Leistungen sei Trainer Giorgio Arancino durchwegs einverstanden. Nicht gefällt ihm die Tatsache, dass sein Team leichtfertig Tore kassiert. Auf jeden Fall will die Mannschaft unbedingt nachlegen, um weiter im Kampf um Platz zwei dabei zu sein. Eine extrem schwierige Aufgabe erwartet Gästecoach Eduard da Silva, zählt er doch die Gastgeber zu den spielstärksten und lauffreudigsten Mannschaften der Liga. "Um etwas zu holen, müssen wir an unsere Grenzen gehen." Lapschin kehrt zurück.

ATSV Tirschenreuth So. 14.00 ASV Wunsiedel

Für ATSV-Coach Marco Zeus ist es wichtig, das schwache Osterwochenende aus den Köpfen zu bringen. Ein Zähler war einfach zu wenig. Um gegen die Oberfranken den dringend notwendigen Sieg einzufahren, muss sich das Defensiv-Verhalten drastisch verbessern. Neben den Langzeitverletzten muss er auf den beruflich abwesenden Schiffl verzichten. Endlich belohnen wollen sich die Gäste für die zuletzt guten Leistungen. ASV-Trainer Fabian Bartl bemängelt vorrangig die schwache Chancenverwertung. "Ich hoffe, dass endlich der Knoten platzt."

SC Mähring So. 14.00 VFC Kirchenlamitz

"Arzberg ist nicht unsere Liga. Trotzdem darf man sich nicht eine deftige 0:8-Abfuhr einholen", hakt Trainer Rudi Kraus das Debakel ab. Das Minimalziel, ein Punkt aus zwei Auswärtsspielen, hat die Mannschaft jedoch erfüllt. "Wir haben noch sechs Heimspiele und diesen Vorteil müssen wir unbedingt nutzen." Nur ungern erinnert sich Kraus an die klare 2:4-Hinrundenniederlage. "Um Revanche zu nehmen, bedarf es einer gewaltigen Steigerung." Hartinger und Nemec kehren zurück. Eindringlich warnt Gästetrainer Bernd Lauterbach sein Team, die Hausherren nicht an deren 0:8-Pleite in Arzberg zu messen. "Das könnte in die Hose gehen, ist der Sportclub gerade auf eigenem Gelände immer gefährlich. Natürlich wollen vorne weiter mitspielen und deshalb fordere ich an der Grenze einen Sieg."

SpVgg Wiesau So. 15.00 SV Mitterteich II

Seit nunmehr drei Runden sind die Hausherren ungeschlagen, aber aus dem Schneider sind sie noch nicht. Deshalb gilt es für Trainer Christian Zettl, gegen seine ehemaligen Kollegen siegreich nachzulegen. "Wir wollen mit den Gästen in der Tabelle gleichziehen", lautet seine Zielvorgabe. Da einige Spieler angeschlagen sind, gibt Zettl die Anfangsformation kurzfristig bekannt. Im Gegensatz zur "Ersten" befindet sich die Mitterteicher Reserve auf einer Durststrecke. Viele Kleinigkeiten, angefangen von einer katastrophalen Chancenverwertung bis hin zu Leichtsinnsfehlern sind dafür verantwortlich. "Wollen wir nicht in die Nähe der gefährdeten Ränge geraten, muss in Wiesau dreifach gepunktet werden", fordert SV-Vorsitzender Roland Eckert.

TSV Waldershof So. 15.00 Kickers Selb

Noch immer stinksauer ist TSV-Spielleiter Stefan Schindler über die Schiedsrichterentscheidungen bei der Pleite in Wiesau. "Aber lamentieren bringt uns nicht weiter. Gegen den Tabellenführer stehen wir vor dem leichtesten Spiel der Saison, denn wir haben nichts zu verlieren. Die Punkte aber geben wir nicht kampflos ab", verspricht Schindler. Pöhland und Trieflinger sind im Urlaub, dafür kehren Heinrich und Dürbeck zurück. Die Niederlage in Lorenzreuth hat bewiesen, dass kein Gegner zu unterschätzen ist. Sie kam wohl zur rechten Zeit. Waldershof wird für Trainer Jakob Schleicher eine hohe Hürde. Nicht umsonst fordert er eine hochkonzentrierte Leistung.

SV Steinmühle So. 15.00 VfB Arzberg

In Kondrau attestierte Trainer Thorsten Meier seinem Team eine ordentliche Leistung, und es wäre sogar ein Sieg möglich gewesen. Jetzt geht es für Meier gegen die aktuell beste Mannschaft der Liga. "Arzberg besitzt einen überdurchschnittlich besetzten Kader. Alles andere als ein Gäste-Sieg wäre eine Enttäuschung. Für uns geht es nur um Schadensbegrenzung." Mehrere Spieler fallen aus oder sind fraglich. Nach den sechs Punkten am Osterwochenende liegen die Gäste weiterhin in einer guten Position. "Mit den zuletzt gezeigten Leistungen bin ich einverstanden", verteilt Trainer Milan Horvat großes Lob. In Steinmühle heißt es wieder, alles auf Null zu stellen und erneut eine hochkonzentrierte Leistung abzurufen. Lediglich Lukas Graf fehlt.

TSV Konnersreuth So. 16.00 SF Kondrau

In den beiden Spielen über Ostern blieb die Mannschaft laut Spielleiter Florian Neumann weit hinter ihren Möglichkeiten zurück. "Mit Kondrau wartet ein Gegner, der viel stärker als noch in der Vorrunde einzuschätzen ist. Wir müssen wieder versuchen, den Ball länger in den eigenen Reihen zu halten und über die Außenbahnen den Erfolg suchen. Auf jeden Fall bedarf es einer deutlichen Leistungssteigerung." Härtl und Kapitän Wenisch fallen aus. Mit Sicherheit nicht vergessen haben die Sportfreunde die glatte 0:4-Niederlage aus der Hinrunde. Ob es zur Revanche reicht, wird sich zeigen. "Auf jeden Fall wollen wir uns diesmal ganz anders präsentieren", verspricht SF-Spielleiter Philipp Hopfner. Schnurrer, Ryba und Gerg fallen aus.
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