28.08.2017 - 20:00 Uhr
TirschenreuthSport

"Michi" Hofmann gastierte beim "Abend-Talk" des FSV Tirschenreuth Im Herzen immer ein "Löwe"

Die Einschätzung, dass der Torhüter der wichtigste Spieler einer Mannschaft ist, überrascht bei Huberth Rosner nicht. Dem Torwart pflichtete nun ein Kollege bei, der schon in der Qualifikation zur Champions-League gegen Leeds United im Kasten gestanden ist.

Mit diesen Händen hat Michi Hofmann (links) schon viele Bälle gehalten. Mit dem Sport- und Jugendbeauftragten Huberth Rosner, der selbst ein guter Torwart ist, entspann sich ein angeregtes Fachgespräch. Bild: kro
von Konrad RosnerProfil

Viele jüngere Fußballfans werden Michael "Michi" Hofmann nicht mehr kennen. Für Ältere, vor allem für "Löwen"-Fans, ist er jedoch auch heute noch ein Begriff, ja eine Institution. Denn der gebürtige Mistelgauer Hofmann war jahrelang Stammtorhüter bei 1860 München. Im Jahr 2000 bestritt er sogar zwei Qualifikationsspiele zur Champions-League gegen Leeds United. Beide Partien gingen jedoch verloren.

"Ich habe 1860 München im Herzen", bekannte der Ex-"Löwe" beim Abend-Talk im FSV-Sportheim. Zuvor hatte der Keeper den ganzen Tag ein Torwart-Camp mit 18 Kindern und Jugendlichen auf dem Sportgelände veranstaltet. FSV-Vorsitzender Franz Daubitzer freute sich über den prominenten Gast und hieß auch Uwe Selch, der diese Veranstaltung eingefädelt hatte, willkommen. Bürgermeister Franz Stahl verwies auf den hohen Stellenwert, den der Fußballsport in der Gesellschaft genieße. Viele Fußballer gelten als große Vorbilder für die Kinder und Jugendlichen, deshalb seien gerade solche Typen wie Michael Hofmann wichtig.

Kritik übte Stahl an den immer weiter steigenden Ablösesummen und den enormen Beträgen, die mit dem Fußball umgesetzt werden: "Das viele Geld tut dem Fußball nicht gut." Stahl verhehlte nicht, dass er als Kind gerne selbst Fußballer geworden wäre, doch dies sei ihm nicht gelungen. Deshalb sei er in die Politik gegangen, meinte er lächelnd. Bei Michael Hofmann schaut es anders aus: Er habe sich schon immer für die Politik interessiert und verhehlte nicht, dass er mit der Partei von Franz Stahl sympathisiere.

Hofmann, mittlerweile 44 Jahre alt, verwies auf den Besitz der DFB-Trainer-A-Lizenz. 249 Spiele im Profibereich, davon 14 Jahre bei den 1860 Münchner, lägen hinter ihm. Aktuell biete er Torwart- und Spieler-Camps an, auch aus Verantwortung den Kindern gegenüber: "Wichtig ist, dass sie Sport treiben, anstatt dauernd zuhause mit dem I-Pad zu spielen." Der Torwart erzählte, dass seine beiden Töchter auch Sport machen. Eine spiele Handball, die andere turne.

Der früher selbst als Torwart aktive Huberth Rosner, Sport- und Jugendbeauftragter der Stadt, verwies darauf, dass ein Torhüter keine Fehler machen dürfe, denn nahezu jeder werde prompt bestraft. "Deshalb ist der Torhüter der wichtigste Spieler einer Mannschaft." Hofmann lobte das Engagement von Rosner, der selbst ein Torwart-Camp betreibt, in der Region: "Ich weiß, dass es hier gute Leute gibt, die die Torhüterausbildung als sehr wichtig betrachten. Ich weiß, von was ich spreche." (Weiterer Bericht Seite 10)

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