Schwimmen
Neue Halle verleiht Flügel

Sport
Tirschenreuth
21.12.2016
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Mit 21 persönlichen Bestleistungen und 26 Top-Ten-Platzierungen übertreffen die Tirschenreuther beim 26. internationalen Dresdner Christstollen-Schwimmfest die eigenen Erwartungen. Zwei Athleten holen sich sogar Medaillen.

Angesichts der qualitativ wie quantitativ hochklassig besetzten Konkurrenz war es nicht selbstverständlich, dass Carina Bönisch (400 m Freistil) und Kilian Züllich (100 m Brust) als Dritte anschlugen. Aber nicht nur die über 700 Sportler, darunter eine Reihe aktueller Nationalmannschaftsmitglieder, mit über 4500 Starts prägten das Meeting. Auch die erst am Vortag neu eröffnete Dresdener Schwimm-Arena am Freiberger Platz versetzte die TSC-Akteure ins Staunen.

"Geile Halle, aber die Bahn ist so lang," staunte die 14-jährige Lena Rath vor Wettkampfbeginn, um davon angestachelt fünf persönliche Bestmarken aufzustellen, darunter als beste Platzierung Rang 10 über die 100 m Brust (1:27,65).

Auch die gleichaltrigen Viktoria Bogner und Kathrin Bachmeier fühlten sich in der ungewohnten Umgebung sofort pudelwohl. Bogner beeindruckte vor allem mit Platz acht über 200 m Schmettern (2:51,95) und Rang zehn über 400 m Freistil (5:06,39) sowie starken 3:01,66 über 200 m Brust. Kathrin Bachmeier stieß mit ihren 0:28,77 und 1:02,95 über 50 und 100 m Freistil gar in die bundesdeutsche Spitze ihrer Altersklasse vor. Platz sieben über die 100 m Freistil ließ sie die Ränge acht über 200 und neun über 400 m Freistil folgen.

Bönisch mit Bronze

Die besten Platzierungen seitens der TSC-Mädchen konnte die 16-jährige Carina Bönisch vorweisen. Die Gymnasiastin erschwamm sich in ihrer Altersklasse Bronze über die 400 m Freistil (5:23), konnte aber darüber hinaus gerade auf den Freistil- und Rückenstrecken sowie den 200 m Lagen erhebliche Leistungssteigerungen für sich verbuchen, so dass sie zusammen mit ihren Mannschaftskameradinnen gute Chancen besitzt, auch im kommenden Jahr die Qualifikation mit der 4x 200 m-Freistilstaffel für die deutschen Meisterschaften zu schaffen.

"Das sollte für die DM reichen," kommentierte Tim Schmalzreich seine 2:13,11, mit denen er die 200 m Schmetterling als Vierter in der Aktivenklasse beendete. Der Wahl-Amerikaner nutzte seinen Heimataufenthalt, um in Dresden die Basis für Berlin 2017 zu legen. Mit 0:27,34 und 0:25,41 sowie 0:55,60 gelangen ihm zudem über je 50 m Schmettern und Freistil sowie die 100 m Freistil passable Zeiten. Natürlich hatte er ebenso wie seine Teamgefährten mit der Umstellung von der Trainings-Kurzbahn auf die 50-Meter-Langbahn zu kämpfen.

"Am dritten Viertel der jeweiligen Renndistanz müssen wir noch arbeiten," erkannte TSC-Trainer German Helgert auch bei den beiden 18-jährigen Lukas Bachmeier und Jonas Ducheck. Mit ordentlichen 2:45,18 schwamm Bachmeier über 200 m Brust als Vierter knapp an Edelmetall vorbei, während Ducheck über die 50 m Schmettern mit 30,09 nur um einen Wimpernschlag sein großes Ziel, unter 30 Sekunden zu bleiben, verpasste. Über die 200 m Schmettern landete Patrick Walter (15) als Neunter (2:50,75) sein bestes Ergebnis, während der ein Jahr jüngere Kilian Züllich trotz eines verletzungsbedingten Trainingsrückstands mit vier persönlichen Bestmarken überraschte. Stark vor allem seine 2:56,88 (4.) über 200 m Brust sowie die 1:20,77 über die 100 Meter, mit denen er sich Bronze sicherte.

Trainer zufrieden

"Auf den 200m Freistil haben unsere Sportler beweisen, dass sie das Zeug haben, um die Staffelqualifikation für die DM zu schwimmen. Bei den Mädchen sehe ich zudem auch über die 4x 100m-Freistil eine gewisse Perspektive", zog TSC-Trainer German Helgert Resümee. Seine Aktiven dürfen ein paar trainingsfreie Tage genießen, bevor es ab 27. Dezember in die Vorbereitung auf das kommende Wettkampfjahr geht.

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