11.10.2017 - 20:00 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

100 Jahre Steyler Missionare in Tirschenreuth „Steyler in Tirschenreuth haben Zukunft“

Viel Gutes haben die Steyler Missionare in Tirschenreuth bewirkt, zeigte sich am Sonntag Weihbischof Reinhard Pappenberger überzeugt. Und die Geistlichen werden auch weiter in der Kreisstadt präsent sein.

Weihbischof Reinhard Pappenberger und zehn Konzelebranten feierten ein feierliches Pontifikalamt in St. Peter. Mit dabei waren (von links) Pater Martin Neuhauser, Stadtpfarrer und Regionaldekan Georg Flierl, Weihbischof Reinhard Pappenberger, Provinzial Professor Dr. Martin Üffing und Pater Helmut Stadermann.
von Josef RosnerProfil

Zum Jubiläum "100 Jahre Steyler Missionare in Tirschenreuth" war der Weihbischof in die Kreisstadt gekommen. Beim feierlichen Pontifikalamt sah Pappenberger die Steyler am Ort vor einer guten Zukunft. Am 7. Oktober 1917 kamen die Missionare in die Kreisstadt und wirken seither sehr segensreich. Musikalisch wurde der Gottesdienst vom St.Peter-Chor umrahmt.

Gleich zu Beginn des Gottesdienstes hieß Pater Martin Neuhauser Landrat Wolfgang Lippert, ein ehemaliger Steyler-Schüler, Bürgermeister Franz Stahl, Landtagsabgeordneten Tobias Reiß sowie die zahlreich erschienenen Gläubigen willkommen. Unter den zehn Konzelebranten waren auch Stadtpfarrer und Regionaldekan Georg Flierl sowie Pater Provinzial Professor Dr. Martin Üffing, der Leiter der Steyler Missionare in Deutschland. Pater Neuhauser sah im Kommen des Weihbischofs auch eine Anerkennung der Diözese, für die Arbeit der Steyler Missionare in der Region. Neuhauser erinnerte daran, dass die Patres umfassende Seelsorgedienste im Dekanat leisten.

Segensreiche Arbeit

"Das Dekanat Tirschenreuth und das Bistum Regensburg sagen den Steyler Missionaren ein Dankeschön für die vergangenen 100 Jahre. Die Patres hier leisten viel segensreiche Arbeit", so Weihbischof Reinhard Pappenberger gleich zu Beginn seiner Predigt. "Unsere Steyler sind einzigartig, sie sind missionarisch tätig. Unsere Steyler Patres sind Menschen, die in einer lebendigen Beziehung zu Gott stehen. Sie bringen die Menschen ihrem Ziel näher". Der Weihbischof ermutigte die Gläubigen sich auch auf den Weg zu machen. Die Patres ermutigte er, weiter das Wort Gottes zu verkündigen und die heilige Messe zu feiern. "Ziel ist es, den Menschen zu verkündigen, dass sie wissen, Christus ist zum Heil in die Welt gekommen. Christus ist Mensch geworden, dass er für uns Menschen greifbar geworden ist". Dank galt den Steyler Missionaren, die in den vergangenen 100 Jahren viel Gutes hier in Tirschenreuth geleistet haben. Sie haben mit dazu beigetragen, dass viele Menschen alle Hoffnungen auf Gott setzen. "Wir alle sind Missionare, Gott hat mit jedem von uns etwas vor. Zum Schluss des Pontifikalamts überbrachte Bürgermeister Franz Stahl die Glückwünsche der Stadt. Stahl erinnerte daran, dass die Steyler Missionare in Tirschenreuth die erste Niederlassung in Bayern errichteten. Entstanden sei damals ein herausragender Schulstandort. Es war über viele Jahre das einzige Gymnasium im Stiftland. Später betrieben die Steyler Missionare noch eine Landwirtschaft, Schreinerei, Schlosserei und Gärtnerei.

Beitrag zu Aufschwung

Der Bürgermeister betonte, "damit haben die Steyler Missionare einen wichtigen Beitrag zum wirtschaftlichen Aufschwung der Stadt geleistet". Beispielhaft erinnerte er an das Wirken von Bruder Albert Buck. Ihm war es zu verdanken, dass die Buchhandlung zur größten christlichen Buchhandlung im Landkreis aufgebaut wurde. Weiter organisierte er unzählige Hilfslieferungen nach Osteuropa und gab Sprachkurse für Priester und Ordensleuten aus diesen Ländern. 1968 wurde das Missions-Gymnasium aufgelöst und 2008 das Missionshaus verkauft. "Und dennoch", so Stahl, "leisten die Steyler Missionare noch heute herausragendes". Vor allem im seelsorgerlichen Bereich sei ihre Arbeit segensreich und wertvoll. "Ein Engagement, das aller Ehren wert ist".

Wir alle sind Missionare.Weihbischof Reinhard Pappenberger
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.