21-Jähriger entdeckt bei Tirschenreuth in Hohlraum Minenzünder aus Zweitem Weltkrieg
Explosiver Fund beim Geocaching

Einer der acht Zünder. Bild: exb
Vermischtes
Tirschenreuth
18.08.2017
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(tr/wb) Da staunten Sebastian Pauloweit aus Pilmersreuth am Wald und seine Nichte Lea-Sophia Kirsikal nicht schlecht: Statt der üblichen Dose oder Blechschatulle mit einem kleinen "Schatz" förderten die beiden leidenschaftlichen Geocacher eine explosive Hinterlassenschaft aus dem Zweiten Weltkrieg zutage, die von einem Nürnberger Sprengkommando entschärft werden musste.

Der 21-Jährige war am Donnerstag beim Geocaching, einer Art modernen Schnitzeljagd mit GPS-Geräten, in einem Waldgebiet westlich von Tirschenreuth in Richtung Hohenwald unterwegs. Das GPS-Signal führte sie mitten in den Wald. Ein Stein, der etwas abseits des Weges nur wenige Zentimeter aus dem Waldboden ragt, erregte dort die Aufmerksamkeit der beiden Schatzsucher. "Ein typisches Versteck für einen Cache", waren sie sich einig. Sie stellten fest, dass der Stein das Dach einer kleinen Höhle ist, die eine Länge von etwa 1,50 Metern hat und rund 70 Zentimeter in die Tiefe geht. Statt des erwarteten Schatzes fanden sie dort acht Metallbehälter, die jeweils etwa die Größe einer Haarspraydose hatten. Darauf war eine Aufschrift, die auf die Explosionsgefahr hinwies. Sebastian Pauloweit alarmierte daraufhin die Polizei.

Die Beamten der Tirschenreuther Inspektion gaben den Fall unverzüglich an das Sprengkommando in Nürnberg weiter. Die Spezialisten aus der Frankenmetropole stellten fest, dass es sich bei dem Fund um acht funktionsfähige Zünder für Schützenminen handelte.

Die Zünder waren mit zirka einem Gramm TNT gefüllt (entspricht von der Sprengwirkung etwa einem Chinaböller der Größe XL) und stammten aus dem Zweiten Weltkrieg. Die Sprengmittel wurden entschärft und in sichere Verwahrung genommen. "Lobenswert ist das vorbildliche Verhalten des Finders", so die Polizei.
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