18.08.2017 - 20:00 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

364.Wallfahrt in Tirschenreuth Unendliche Erlöserliebe

Maria bietet Hilfe in dieser gottfernen Welt an. Diese Botschaft gab Dr. Wolfgang Vogl den Wallfahrern mit auf den Weg.

Professor Dr. Wolfgang Vogl an der Fatima-Statue in der Stadtpfarrkirche.
von Konrad RosnerProfil

Sehr gut besucht war die 364. Wallfahrt am Monatsdreizehnten in der Stadtpfarrkirche, die von Professor Dr. Wolfgang Vogl aus Augsburg, dem ehemaligen Konnersreuther Pfarrer, angeführt wurde. In seiner Predigt ging er auf die unendliche Erlöserliebe Mariens ein, die am Ende über diese gottferne Welt triumphieren werde. Gesanglich wurde der Wallfahrtsgottesdienst von Ottmar Andritzky mit Werken von Mendelssohn, Gounod und Pietro Mascagni umrahmt.

In seiner Begrüßungsrede erinnerte Stadtpfarrer Georg Flierl an die gemeinsame Zeit mit Pfarrer Wolfgang Vogl als Dekan und Pro-Dekan, die bei ihm nur angenehme Erinnerungen wecke. Mit Pfarrer Martin Schöpf konnte er zudem einen ehemaligen Kaplan bei dieser Wallfahrt begrüßen. Professor Dr. Wolfgang Vogl bezeichnete es als große Ehre, im Jubiläumsjahr diese Wallfahrt anführen zu dürfen. In seiner Predigt betonte der Geistliche, dass es viele Aspekte gebe, die Fatima besonders berührten. Etwas ganz Besonderes sei, dass Maria diesen drei Kindern erschien, die weder lesen noch schreiben konnten, "aber schon den Rosenkranz beteten". Denn sie seien schon als Kinder fähig zur Hingabe und zur Liebe gewesen, deshalb sei ihnen Maria erschienen. Warum aber sei Maria gerade Kindern erschienen, warf er die Frage auf, was stecke dahinter? Seine Antwort: "Kinder sind zur Wahrheit fähig, Kindern ist Falschheit fremd." Maria sei den Kindern erschienen, weil sie unverfälscht ihre Botschaft weiter geben. Dies Kinder sollten uns beschämen, denn was diese drei Kinder konnten, müsse doch auch ich können, betonte der Prediger.

Füreinander opfern

Die Botschaft von Fatima heiße Sühne, Wiedergutmachung leisten für die Sünden. Der Erlöser selbst habe für uns die Sünden auf sich genommen und sei dafür gestorben. Genauso könnten auch wir stellvertretend ein Sühneverhalten annehmen und füreinander opfern, so wie Jesus das Sühneleiden für uns getan habe. Dazu wolle Maria, die Mutter aller Menschen, mit ihrer Botschaft von Fatima aufrufen. Maria brauche Menschen, die mit ihr in dieser gottfernen Welt eintreten. Maria bitte um Helfer, die aus der Gnade Gottes leben. Maria wisse um die unendliche Erlöserliebe, die am Ende in dieser gottfernen Welt triumphieren werde.

Prozession um Marktplatz

Mit den drei Kindern von Fatima habe Maria Helfer gefunden, die aus der Gnade Jesu leben. Doch leider seien in der heutigen gottfernen Welt vielen der Weg zu Gott versperrt. Deshalb seien gerade die Gläubigen aufgerufen, alles zu tun, sich die Liebe Jesu anzueignen und weiter zu verschenken. Es gebe nicht einfacheres und größeres als diese Sühne. Pfarrer Vogl abschließend: "Wenn diese drei Kinder von Fatima es konnten, warum nicht auch ich?" Nach dem Wallfahrtsgottesdienst zogen die Gläubigen in einer feierlichen Prozession um den Marktplatz.

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