02.02.2017 - 20:00 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Abschluss der Sanierungsarbeiten am Evangelischen Kindergarten in Tirschenreuth: Ort des fröhlichen Spielens

Für den Fluchtweg haben die Planer am Evangelischen Kindergarten eine attraktive Lösung gefunden. Doch darf der "Balkon" an dem Gebäude nicht für die schöne Aussicht genutzt werden.

Zu den auffälligen Verbesserungen am Evangelischen Kindergarten gehört der Rettungsweg über die Außentreppe. Dadurch wurden neue Türen geschaffen, die auch mehr Licht in die Räume bringen. Zudem schafft der "Balkon" eine Pergolasituation für die Räume im Erdgeschoss.
von Werner Schirmer Kontakt Profil

Brandschutz muss nicht unbedingt eine Dauerbaustelle sein: Beim Evangelischen Kindergarten am Büttellochweg haben die Planer aus dem Architekturbüro Brückner & Brückner mit der Außentreppe einen gangbaren und zugleich sehenswerten Weg gefunden. Durch die Konstruktion sind im oberen Stockwerk zudem neue Türen entstanden, die auch für mehr Licht in den Räumen sorgen. Jetzt konnte Pfarrer Martin Schlenk zum offiziellen Ende der Sanierung die Segnung vornehmen.

In neuem Licht

"Es ist gut geworden", bescheinigte der Geistliche, der seit dem Ruhestand von Ralph Knoblauch auch für die Kreisstadt mit zuständig ist. Der Kindergarten erstrahle auch dank der besseren Beleuchtung in einem neuen Licht. Bei der Finanzierung der rund 218 000 Euro teuren Maßnahmen würdigte Schlenk die Förderung durch die verschiedenen Stellen. Der Pfarrer machte aber auch darauf aufmerksam, dass die Kirchen mit dem Betrieb der Kindergärten durchaus kommunale Aufgaben übernehmen. Dabei würden die freien Träger meist kostengünstiger als die Kommunen arbeiten können. "Der Kindergarten soll ein Ort des fröhlichen Spielens und Lernen bleiben", wünschte sich der Geistliche. Bürgermeister Franz Stahl bescheinigte den Kirchen ihre wichtige Funktion gerade mit der Bereitstellung von Kindergartenplätzen. Und dafür werde die Stadt auch gerne ihren Kostenanteil übernehmen.

Optimale Lösung

Bei der Maßnahme am Evangelischen Kindergarten bleiben bei der Stadt rund 40 000 Euro. Von der Regierung werden 93 000 Euro und von der Evangelischen Kirchengemeinde 85 000 Euro übernommen. Dabei wusste Stahl, dass man gerade im Bereich der Erziehungseinrichtungen immer wieder vor Herausforderungen stehe. Doch die könnten durch die harmonische Zusammenarbeit stets gelöst werden. Architekt Peter Brückner erinnerte an den Bau des Kindergartens vor 25 Jahren, mit dem damals sein Büro betraut war. Jetzt hätten etwa Brandschutz-Auflagen Nachbesserungen an dem Gebäude verlangt. Und gerade für diesen Fluchtweg sei eine optimale Lösung erreicht worden. Die Außentreppe hätte dabei nicht nur zu einer Aufwertung des Gebäudes geführt, sondern auch mehr Licht in den Räumen ermöglicht. Zudem seien Verbesserungen bei der Außenspielfläche erfolgt. "Das war kein Kompromiss, sondern die bessere Lösung!" Mit Blick auf die Bauzeit dankte der Architekt dem Kindergartenpersonal, denn die Maßnahme erfolgte im laufenden Betrieb. Kindergartenleiterin Ursula Roper bescheinigte den Planern eine gelungene Arbeit. Die Verbesserungen hätten zu helleren Räumen mit freundlicher Atmosphäre geführt. Besonders dankte Ursula Roper Pfarrer Martin Schlenk für den Einsatz für den Kindergarten.

Es ist gut geworden.Pfarrer Martin Schlenk zur Kindergarten-Sanierung

 

 

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