13.03.2017 - 20:00 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Ausstellung Osterfreude im Museumsquartier Tirschenreuth Meister Lampe mit Mechanik

Nicht immer war der Hase ein Symbol für Ostern. Im frühen Christentum war "Meister Lampe" gar Sinnbild für die Unzucht. Die Ausstellung im Museumsquartier hat freilich mehr als nur den Osterhasen zu bieten

Sie eröffneten die Vernissage zur Sonderausstellung "Osterfreude" (von links): Sammler Helmut Weiß, 2. Bürgermeister Peter Gold, Franz Danhauser und Monika Kunz vom Neualbenreuther Zwio. Bild: kro
von Konrad RosnerProfil

Eine ganz besondere Ausstellung findet sich derzeit im Museumsquartier. Helmut Weiß aus Schwandorf präsentiert bis zum 7. Mai unter dem Titel "Osterfreude" in 19 Vitrinen Osterschmuck aus vergangener Zeit. Zudem gibt es 130 Exponate und einen Oster-Garten zu bestaunen. Die Vernissage am vergangenen Donnerstagabend wurde musikalisch in eindrucksvoller und in zugleich unnachahmlicher Art vom "Neualbenreuther Zwio", also von Monika Kunz und von Franz Danhauser, umrahmt. 2. Bürgermeister Peter Gold, der zur Vernissage auch zahlreiche Stadträte begrüßen konnte, verwies darauf, dass das Osterfest eine ganz besondere Faszination auslöse, Ostern sei das Fest der freudigen Erwartung. Das Ei, das Symbol für Ostern, sei das Symbol für das Leben. Gold dankte Helmut Weiß, dass er seine Exponate für diese Ausstellung zur Verfügung stelle. Helmut Weiß verwies darauf, dass Ostern das wichtigste Fest in der christlichen Kirche sei. Ostern sei im Jahre 325 mit dem Frühlingsfest des germanischen Lichtkultes zusammengelegt worden.

Osterei als Lebensquelle

Das beherrschende Sinnbild für Ostern sei das Osterei, als Lebensquelle an sich und als Symbol für die Entstehung des Lebens. Die Kirche übernahm dieses Symbol heidnischen Ursprungs, schon im 4.Jahrhundert könne eine christlich-kirchliche Eierweihe nachgewiesen werden. Erst viel später, im Laufe der Jahrhunderte, habe sich der Hase als Ostersymbol, als Osterhase, durchsetzen können. Im frühen Christentum, so Weiß, sei der Hase das Symbol für die Unzucht gewesen. Papst Zacharias habe 751 sogar den Verzehr von Hasenfleisch verboten. Doch im österlichen Brauchtum habe sich der Hase dann später doch durchgesetzt. Gemeinsam eröffneten 2. Bürgermeister Peter Gold und Helmut Weiß die Sonderausstellung, die wohl vor allem für die Kinder sehr interessant und anregend sein dürfte.

Gewinnspiel

Deshalb gibt es begleitend zur Ausstellung ein Oster-Gewinnspiel, eine Oster-Schnitzeljagd durchs Museum und einen Oster-Basteltisch für Kinder. Am 9. April wird Helmut Weiß selbst vor Ort sein und Wissenswertes über die einzelnen Exponate erzählen. Nur an diesem Sonntag werden einige mechanische Hasen aus den Vitrinen geholt und vorgeführt. Das MQ lädt auch die Schulklassen und Kindergärten herzlich ein, bei den Osteraktionen mitzumachen.

Bei rechtzeitiger Anmeldung - vier Tage vorher - stellt das MQ gerne ein individuelles Programm zusammen. Anmeldung und Infos unter 09631/6122 oder per E-Mail unter info[at]museumsquartier-tirschenreuth[dot]de. Zu gewinnen gibt es Sachpreise, wie Theaterkarten, Einkaufsgutscheine der "TIR-Info-Runde", Eintrittskarten fürs Freibad oder auch Jahreskarten für das MQ.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.