06.01.2016 - 16:14 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Auszeichnungen beim Neujahrsempfang Überragende Bürgerkultur

"Ohne das ehrenamtliche Engagement wären weite Bereiche in der Stadt nicht mehr funktionsfähig", weiß auch Bürgermeister Franz Stahl. Und als Auszeichnung gibt es dafür den "Turso".

Vier Einwohner erhielten beim Neujahrsempfang für ihr ehrenamtliches Engagement den begehrten Turso. Unser Bild zeigt die Geehrten Hans Rath (links), Robert Meißner (Vierter von links), Elisabeth Ruf (Zweite von rechts) und Alois Lippert (rechts) mit ihren Ehepartnern sowie Bürgermeister Franz Stahl (Dritter von rechts). Bild: kro
von Konrad RosnerProfil

Einer der Höhepunkte beim alljährlichen Neujahrsempfangs in der Kreisstadt ist die Verleihung des "Turso-Ordens" an Bürger, die sich über Jahrzehnte hinweg ehrenamtlich engagieren und damit zugleich Verantwortung für andere übernehmen. Bürgermeister Franz Stahl war dankbar, dass es im Ort eine Vielzahl von Menschen gibt, die ihre persönliche Ruhe und Bequemlichkeit hinten anstellen und sich für das Gemeinwohl engagieren, indem sie anderen Menschen helfen und unterstützen.

"Sie sind ein praktisches Beispiel einer überragenden Bürgerkultur in Tirschenreuth, die seinesgleichen sucht. Sie reden nicht viel über diese Arbeit, sie tun es einfach", bescheinigte Stahl. Den ersten "Turso" des Abends erhielt Elisabeth Ruf , die seit 1983 im Schwimmsport ehrenamtlich aktiv ist. Woche für Woche steht sie beim Training der Jüngsten am Beckenrand und hilft bei der Betreuung der Kinder. Bei Wettkampfveranstaltungen steht sie als zentraler Ansprechpartner zur Verfügung und ist zudem über viele Jahre als Kampfrichterin tätig. Den "Turso" bekam auch Hans Rath vom Fischereiverein Stiftland, der seit 1985 in der Jugendarbeit aktiv ist. Von 1989 bis 1995 leitete Rath die Jugendabteilung, von 1992 bis 2011 war er staatlich geprüfter Fischereiaufseher an allen Angelgewässern des Vereins. Von 1996 bis 2015 bewirtschaftete er als Teichwirt die vereinseigene Teichanlage bei Bärnau und den Baierl-Teich.

Der Dritte im Bunde war Robert Meißner , der seit 34 Jahren in vielen Ämtern bei der Schützengesellschaft tätig ist. Er war Beisitzer, stellvertretender Jugendleiter, Schriftführer, Sportleiter, Schützenmeister und Jugendleiter, zudem sechs Jahre Gaujugendleiter im Stiftlandgau. Seit 2015 ist er 2. Schützenmeister. Meißner war entscheidend an Umbau- und Erweiterungsarbeiten am Schützenheim beteiligt. Den "Turso" erhielt auch noch Alois Lippert . Der 88-Jährige erlernte 1936 das Akkordeonspielen, ehe er eine 50-jährige Pause einlegen musste. Erst im Ruhestand nahm er das Akkordeon wieder in die Hand, im Selbststudium erarbeitete er sich ein großes Repertoire. Lippert begann auch alte Lieder zu sammeln, damit diese nicht in Vergessenheit geraten. Seine Couplets sind "wahre Schmankerl".

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Nachrichten per WhatsApp