29.06.2017 - 20:00 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

BRK-Seniorenzentrum Haus Ziegelanger Vorzeigeeinrichtung „Ziegelanger“ eingeweiht – 4,74 Millionen Euro in Sanierung des BRK-Seniorenzentrums investiert

Die Tirschenreuther Wahrzeichen Fischhofpark, Klettnersturm, Maximiliansplatz und Wolfenstein sind nun unter einem Dach vereint. Dies ist nicht die einzige Besonderheit im neuen BRK-Seniorenzentrum "Ziegelanger".

Bei der Schlüsselübergabe, von links Nicole Rischer-Bäumler, Holger Schedl, Franz Stahl, Peter Brüclkner, Martin Csakli und Erwin Steiner.
von Konrad RosnerProfil

(kro) Bürgermeister und BRK-Kreisvorsitzender Franz Stahl bezeichnete das grundlegend sanierte BRK-Seniorenzentrum "Ziegelanger" bei der Einweihung am Samstag als eine Vorzeigeeinrichtung. Die Weiterentwicklung dieses in den sechziger Jahren erbauten Hauses sei nach einer strategisch sehr durchdachten Philosophie des Roten Kreuzes erfolgt. Die Sanierung habe dem Kreisverband 4,74 Millionen Euro gekostet.

BRK ein starker Partner

Stahl verwies darauf, dass das BRK ein starker Partner für die verschiedensten sozialen Dienste sei, darunter ambulante und stationäre Pflege, Tagespflege und betreutes Wohnen, Hausnotruf, Essen auf Rädern, Netzwerke Leben plus und Betreuungen, um nur einige zu nennen. BRK-Einrichtungen überzeugten durch hohe Fachkompetenz in Pflege und Betreuung. "Das kann so nur das BRK bieten." Der Mensch sei hier keine Nummer, sondern ein persönliches Individium mit Bedürfnissen und Wünschen.

Das einst als Wohnheim konzipierte Altenheim sei nicht mehr zeitgemäß gewesen. Nun gebe es im zweiten und dritten Obergeschoss jeweils zwei Hausgemeinschaften. Dabei stehe das Wohnen in der Gemeinschaft im Mittelpunkt. Im Erdgeschoss und im ersten Oberschoss gebe es offene Wohnbereiche mit großzügigen Aufenthaltsflächen. Die Pflege trete in den Hintergrund und finde nur mehr in Einzelzimmern statt, die Intimsphäre werde so gestärkt.

Im gesamten Haus sei auch die Infrastruktur erneuert worden, zudem seien alle Bereiche markanten Tirschenreuther Wahrzeichen, wie Fischhofpark, Klettnersturm, Maximiliansplatz oder Wolfenstein, gewidmet. Dies gebe den Bewohnern Orientierung und ein Stück Heimatgefühl. Im Vordergrund stehe die tägliche Aktivität der Bewohner. Für die Mitarbeiter bedeute dies neue Abläufe, neue Konzepte und neue Strukturen. Stahl: "Dies ist keine leichte Aufgabe, sondern eine echte Herausforderung."

Auch "bautechnisch" sei vieles passiert: Die Aufzüge seien auf dem neuesten Stand, die Treppenhäuser und die Bäder im gesamten Haus saniert. Der Mehrzweckraum und viele weitere Zimmer wurden neu gestaltet. Als Geschenk der Stadt sicherte Stahl zu, den Zugangsweg zwischen Siedlerweg und Egerstraße möglichst noch in diesem Jahr erneuern zu lassen. An die Beschäftigten des BRK-Seniorenzentrum überreichte er einen Gutschein für die Ausgaben eines Festes sowie ein Relief der Stadt.

Stellvertretender Landesgeschäftsführer Wolfgang Obermaier zeigte sich in seinem Grußwort mit der Sanierung dieses Hauses "zutiefst zufrieden". Diese neue Wohnqualität sei eine Meisterleistung, der Kostenrahmen sei eingehalten worden. 99 Plätze gebe es nun in diesem Haus, in dem er ein wertschätzendes Miteinander aller wünschte. MdL Tobias Reiß meinte, dass ein neues "Schmuckstück" entstanden sei. Die Handschrift von Architekt Peter Brückner sei klar erkennbar. Auch stellvertretender Landrat Dr. Alfred Scheidler zollte Respekt für diese gelungene Sanierung und allen, die in der Altenpflege tätig sind. Das BRK sei eine Marke, in die man Vertrauen habe. Er überreichte ein Granitwappen des Landkreises als Geschenk.

Architekt Peter Brückner erläuterte, dass dieses Haus wie eine kleine Stadt funktionieren solle, dessen Mittelpunkt der Marktplatz sei. Die "guten Stuben", die es auf allen Ebenen gebe, seien das Herz, die Grundlage des Hauses. Es gebe aber auch private und geschützte Räume, wo man sich zurückziehen könne. Dieses Projekt sei mit einem außergewöhnlich hohem Aufwand umgesetzt worden.

Sein ganz besonderer Dank galt Architekt und Projektleiter Martin Csakli. Brückners Dank galt den beteiligten 30 Handwerksfirmen, von denen 80 Prozent aus der Region kamen. Rund 50 000 Arbeitsstunden seien in der knapp zweijährigen Umbauphase geleistet worden. Den BRK-Vertretern überreichte Brückner ein "Schlüssel-Modell" des Hauses.

BRK-Kreisgeschäftsführer Holger Schedl verwies auf die Tatsache, das in diesem Haus seit 50 Jahren eine professionelle Betreuung von älteren Menschen stattfinde. Vor fünf Jahren habe man mit den Planungen begonnen. Er verhehlte nicht, dass in der Umbauphase manchmal die Nerven blank lagen. Großes Lob zollte er Projektleiter Josef Hörl für sein außergewöhnliches Engagement.

Erstklassiges Ergebnis

Viel Lob bekam das Architekturbüro Brückner & Brückner für ein "erstklassiges Ergebnis". Ein echter Brückner eben", so Schedl, der auch ein Lob an die Belegschaft im Haus parat hatte: "Sie sind ein tolles Team hier im Haus Ziegelanger." Abschließend überreichte Schedl an den Heimbeirat Brot und Salz. Stadtpfarrer Georg Flierl und sein evangelischer Amtskollege Martin Schlenk segneten das BRK-Seniorenzentrum, ehe die "Heusterz-Musikanten" aufspielten.

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