Den Menschen Gutes tun

Weihbischof Reinhard Pappenberger war der Anführer der 356. Monatswallfahrt "Zur lieben Frau von Tirschenreuth. Unser Bild zeigt (von links): Stadtpfarrer Georg Flierl, Kaplan Paul Gebendorfer, Weihbischof Reinhard Pappenberger und den Ruhestandsgeistlichen Josef Schön. Bild: kro
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Tirschenreuth
16.12.2016
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Unter erbärmlichen Bedingungen haben auch viele Priester in den Konzentrationslagern leben müssen. Über 1000 fanden den Tod. Doch stets ist die Heilige Messe gefeiert worden. "Denn sie ist das Geheimnis der Erlösung", predigte Weihbischof Reinhard Pappenberger bei der Monatswallfahrt.

Im Konzentrationslager Dachau waren rund 2800 Priester inhaftiert, 1034 fanden den Tod. 57 dieser getöteten Priester wurden mittlerweile selig gesprochen, so Weihbischof Reinhard Pappenberger in seiner Predigt bei der 356. Monatswallfahrt "Zur lieben Frau von Tirschenreuth". Unter den getöteten Geistlichen war auch der Mariannhiller Pater Engelmar. Er wurde im September 2016 im Würzburger Kiliansdom seliggesprochen.

Der Weihbischof berichtete, dass die Priester im KZ unter erbärmlichen Bedingungen leben mussten, aber dennoch die heilige Messe gefeiert haben: "Denn sie hätten gespürt, dass dies das Geheimnis der Erlösung ist. Tag für Tag haben sie gebetet." Pater Engelmar pflegte im KZ freiwillig Thyphuskranke, ehe er 1945 selbst an dieser Krankheit starb. Viele nennen ihn den Engel von Dachau.

Zu Beginn der 356. Monatswallfahrt freute sich Stadtpfarrer und Regionaldekan Georg Flierl über eine voll besetzte Pfarrkirche und hieß besonders Gebietsoberin Schwester Antonia mit den weiteren Mallersdorfer Schwestern willkommen. Dem Weihbischof dankte er für seine Verbundenheit zu Tirschenreuth, denn Pappenberger war schon des Öfteren Hauptzelebrant der Monatswallfahrt. In seiner Predigt beschäftigte sich der Weihbischof mit dem Lied "Maria durch ein Dornwald ging", das sich im neuen Gotteslob wieder finde. Dieses Lied sage aus, was der Glauben sei, es erzählt vom Weg Gottes mit den Menschen. Dennoch sei der Mensch nicht zufrieden, er wolle mehr, er wolle wie Gott sein, und mache damit alles kaputt. Stolz, Selbstüberschätzung, Unzufriedenheit seien schlimme Eigenschaften. Dennoch hätte Gott Jesus als Menschenkind in die Welt hineingetragen. Ein guter Hirte scheue sich nicht in den Dornwald zu gehen und verirrte Menschen zu retten, betonte der Geistliche. Doch schaffe jede Generation neue Dornenwälder. Auch aktuell sei die Welt sehr kalt, ja grausam geworden.

"Schaut an, was schon wieder passiert", habe Papst Johannes Paul II. erkannt, der darauf verwies, was es heiße jung zu sein und keine Hoffnung zu haben. Auch deshalb habe Franziskus das Jahr der Barmherzigkeit ausgerufen. "Wo immer es die Möglichkeit gibt, den andern Gutes zu tun, tut es", so der Weihbischof.
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