Ehrenamtliche BRK-Helfer aus dem Landkreis helfen bei der Evakuierung in Augsburg mit
Heilige Nacht im Krankenwagen

Die ehrenamtlichen BRK-Einsatzkräfte Harald Pelz, Daniela Prechtl, Jörg Gerolstein und Christian Strobel (von links) verbrachten ihr Weihnachten bei der Evakuierung in Augsburg. Bild: hfz
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Tirschenreuth
27.12.2016
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Dieses Weihnachten werden vier ehrenamtliche Helfer des BRK-Kreisverbandes Tirschenreuth wohl nicht so schnell vergessen. Statt es sich nach der Bescherung bequem auf der Couch zu machen, ging es für sie in den Einsatz nach Augsburg.

In der Fuggerstadt lief ja am ersten Feiertag die größte Evakuierung seit dem Zweiten Weltkrieg. Wenn auf die sowieso kaum "staade Zeit" noch ein derartiger Einsatz fällt, gilt es in kürzester Zeit einige Herausforderungen zu meistern. Als der stellvertretende Kreisbereitschafsleiter Christian Stahl die Meldung aus dem BRK-Lagezentrum Niederbayern/Oberpfalz weitergab, dass die beiden im Landkreis vorgehaltenen Notfallkrankenwagen für das Transportkontingent Oberpfalz rollen werden, war also die wichtigste Frage: "Wer geht an Weihnachten für über 24 Stunden in Einsatz?"

Doch zahlreiche Anrufe und Kurznachrichten später hatten der Leiter Sanitätsdienst, Helmut Zeitler, und der Erbendorfer Bereitschaftsleiter Sven Lehner die Besatzung auch schon beisammen. Und das, obwohl bereits einige Helfer ehrenamtlich Schichten im Rettungsdienst zu Hause übernommen hatten.

Mitten in der Heiligen Nacht besetzten so Harald Pelz (Wasserwacht Mitterteich) und Christian Stobel (Bereitschaft Waldsassen) den in Mitterteich stationierten Notfallkrankenwagen sowie Jörg Gerolstein und Daniela Prechtl von der Bereitschaft Erbendorf den dort stationierten.

Eine halbe Stunde nach Mitternacht begann an der Autobahnauffahrt Falkenberg dann die gemeinsame Reise zum Bereitstellungraum nach Dasing bei Augsburg. Im Gepäck hatten sie alles, was sie innerhalb von 48 Stunden benötigen. Vor allem eine unglaubliche Motivation.

Am inzwischen 1. Weihnachtsfeiertag beteiligten sich beide Einsatzfahrzeuge an der Evakuierung eines Seniorenheims und übernahmen weitere Einsätze im Sperrbezirk. Während der Entschärfung der Fliegerbombe durften die Helfer Pause machen und Kräfte sammeln. Bereits am Abend rückten sie in Augsburg nach getaner Arbeit wieder ab. Die Erbendorfer erreichten kurz vor Mitternacht die Heimat, während die Kollegen aus dem Stiftland erst gut zwei Stunden später abfuhren und zu Hause ankamen.

Die drei Leitungskräfte waren während des Einsatzes permanent mit ihren nach Schwaben gereisten Einsatzkräften in Kontakt. Großen Dank sprach der stellvertretende Kreisbereitschaftsleiter Christian Stahl den vier Helfern für ihren weihnachtlichen Einsatz aus. Zeitler und Lehner dankten ebenfalls und freuten sich zugleich über eine derart motivierte Gruppe.
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