20.03.2018 - 16:04 Uhr
Tirschenreuth

Ehrunge bei der Jahresversammlung der Wasserwacht Tirschenreuth Rund um die Uhr in Bereitschaft

Franz Stahl muss bald für eine deftige Brotzeit sorgen. Das ist das Mindeste, was er tun kann, um den großartigen Einsatz der Wasserwacht ein wenig wettzumachen. Denn was die Wasserwacht für die Kreisstadt leistet, kann mit Geld nicht aufgewogen werden.

Treue Mitglieder durfte die Wasserwachtspitze bei der Jahresversammlung auszeichnen (von links): BRK-Schatzmeister Erwin Steiner, Bürgermeister Franz Stahl, Michael Bartsch, Corina Fichtner, Stefan Günthner-Wach, Felix Fichtner, Markus Zapf, 2. Vorsitzender Peter Faget, Martin Höfler, Kevin Bauer, Marc Ziegler und Robert Wolfrum von der Kreiswasserwacht Bild: ubb
von Ulla Britta BaumerProfil

Und wenn da mal kein Neid aufkommt: Die Wasserwacht kann bei 242 Mitgliedern mit einem Durchschnittsalter von 24 Jahren punkten. Solche und andere Informationen erfuhren die etwa 30 Teilnehmer an der Jahreshauptversammlung am Freitag im BRK-Heim in der Egerstraße. Wortführer war diesmal 2. Vorsitzender Peter Faget, der den Vorstand Ralf Püschner bestens vertrat.

13 000 Stunden mit Pieper

Faget erinnerte an das vergangene Jahr und seine Höhepunkte. So sei die Wasserwacht 2017 zu gleich vier Menschenrettungen als Sondereinsatzgruppe ausgerückt. Gott sei Dank seien die verunglückten Personen alle glimpflich davongekommen und man habe nicht eingreifen müssen, so Faget. Mit umfangreichem Zahlenwerk ging der 2. Vorsitzende auf die Vereinsstruktur ein, die sich durchaus als jung bezeichnen könne. Immerhin seien von 242 Mitgliedern 188 bis 15 Jahre alt, 40 seien im Alter von 16 bis 26 angesiedelt und 84 älter als 27. "Das heißt nicht, dass wir unsere älteren Mitglieder mit ihren Erfahrungen nicht genauso dringend brauchen", schmunzelte Faget, der danach besonders die Schwimmkurse für Kinder herausstellte. Was den Verein auszeichne, seien die vielen ehrenamtlichen Einsatzstunden. Faget zählte 134,5 Stunden im Frei- und Hallenbad sowie am Rothenbürger Weiher. Beim Cooltour-Sommer sei man 74 Stunden unterwegs gewesen und für Schwimmkurse 172. Der beliebte Triathlon habe 215 Stunden erforderlich gemacht, für Trainingseinheiten seien 83 Stunden investiert worden. Insgesamt kam Faget auf 320 Einsatzstunden.

"Und den Pieper tragen wir insgesamt 13 000 Stunden im Jahr mit uns herum", wollte er mit dieser Zahl auch darauf aufmerksam machen, dass die Wasserwacht rund um die Uhr in Bereitschaft für die Sicherheit der Bürger sei. Faget ließ die jährlich wiederkehrenden Veranstaltungen wie Faschingsschwimmen, Rettungsschwimmerkurse, Weihnachtsfeiern, den Ausflug der Jugend ins Freizeitland Palm Beach, die Campingfreizeit im Sommer für Jugendliche und mehr Revue passieren. Bürgermeister Franz Stahl konnte sich nicht genug bei den Anwesenden für deren ehrenamtliche Tätigkeit bedanken. "Das kann eine Stadt mit Hauptangestellten gar nicht leisten", sagte Stahl. Auch er freute sich, dass die Wasserwacht eine derart junge Truppe sei.

Personalsorgen

Robert Wolfrum von der Kreiswasserwacht hatte viel Lob dabei. Unter anderem sprach auch er die Kinderschwimmkurse besonders an: "Immer weniger Kinder können schwimmen. Dem müssen wir entgegenarbeiten!" Wolfrum erzählte von den Personalsorgen bei der Kreiswasserwacht, wo die Vorstandschaft äußerst schwach besetzt sei. "Wer bei uns Jugendwart, Technischer Leiter oder Vorsitzender werden möchte, bitte melden!", warb er in den Reihen der Ortsgruppe für Interessierte um aktive Mitarbeit im Kreisverband.

Gemeinsam ehrten Stahl, Faget und Wolfrum 40 Mitglieder für langjährige Treue mit Urkunden und Spangen. 28 Mitglieder gehören dem Verein seit fünf Jahren an. Für 15 Jahre wurde Stefan Günthner-Wach geehrt. 20 Jahre sind Ramona Stock und Maximilian Weber dabei. 25 Jahre Vereinszugehörigkeit zeichnen Michael Bartsch, Martin Höfler, Anita Kleeberger, Markus Zapf und Marc Ziegler aus. Für 35 Jahre Vereinstreue wurden der 2. Vorsitzende selbst, Peter Faget sowie Doris Lang und Kerstin Breitfeld mit einer Ehrung hervorgehoben. Leider nicht anwesend war das Mitglied mit der längsten Zugehörigkeit: Hans-Jürgen Bernert gehört 55 Jahre zur Wasserwacht.

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