01.03.2018 - 16:38 Uhr
Tirschenreuth

Erste Gedanken über Nutzung des Bauhofgeländes Komplexes Zukunftsthema

Das kleine "Schalthaus" führt eher ein unauffälliges Dasein. Dabei steht es durchaus im Zentrum interessanter Überlegungen, die das Stadtbild deutlich verändern könnten.

Durch das Schalthaus auf dem Bauhofgelände kommt der Strom in die Stadt. Bei einer zukünftigen Nutzung des Areals nimmt das Gebäude eine zentrale Rolle ein. Eine Verlegung könnte bis zu 2,5 Millionen Euro kosten. Bild: ws
von Werner Schirmer Kontakt Profil

In den Ausführungen in der Stadtratssitzung über die Jahresrechnung für 2016 kam die Anlage auf dem Gelände am Bauhof ins Gespräch. Für das Prüfungsgremium durfte Manfred Zandt von den Freien Wähler zunächst für die gute kollegiale Zusammenarbeit danken. Zandt nutzte die Gelegenheit aber auch, um Anregungen weiterzugeben. Und hier verwies der Freie Wähler auf hohe Kosten für die Umsetzung des Schalthauses. "Ein komplexes Thema für das noch eine Arbeitssitzung vorgesehen ist", versprach Bürgermeister Franz Stahl, dieses Thema erneut aufzugreifen.

Auf Nachfrage unserer Zeitung bestätigte Franz Stahl grundsätzliche Überlegung zur Neugestaltung des Geländes von Bauhof und Stadtwerken. Konkrete Pläne gebe es freilich noch nicht, nachdem möglich Maßnahmen frühestens 2020 folgen könnten. In der Liste der Bauvorhaben der Stadt stehe aber der Umzug des Bauhofes an die Mitterteicher Straße. Im Anschluss an den Neubau des Feuerwehrhauses sollen dort einmal der Bauhof und auch die technische Abteilung der Stadtwerke ihren Platz finden. Nachdem die endgültige Fertigstellung des Feuerwehrhauses erst im Frühjahr 2019 vorgesehen ist, kann der nächste Schritt frühestens ab Mitte kommenden Jahres starten. Dass sich die Stadt über eine Nutzung des attraktiven Geländes an der Umgehung schon Gedanken gemacht hat, ist nicht verwunderlich. Ins Detail gehen kann Franz Stahl ohne den Stadtrat nicht. Ein entscheidender Punkt für eine Nutzung wird aber das "Schalthaus" sein.

Bislang laufen in dem Gebäude alle Stromleitungen auf ihrem Weg nach Tirschenreuth zusammen. Bei einer Verlegung einer Überlandleitung in die Erde im vergangenen Jahr hat Tirschenreuth einen wichtigen Schritt unternommen und Leerrohre mit verbaut. Die könnten einmal eine Verlegung des Schalthauses in Richtung OBAG-Gelände erleichtern. Eine erste grobe Kostenschätzung hätte jedoch eine Summe von rund 2,5 Millionen Euro ergeben, weiß Franz Stahl. "Es wird nicht so dramatisch kommen", hält sich Stahl aber auch eine günstigere Variante offen. Denn bei einer Verwertung des Geländes könnte er sich auch vorstellen, das Schalthaus mit einzubauen. Doch jetzt ist zunächst der Stadtrat gefordert. Noch vor dem Sommer sollte eine Entscheidung getroffen werden, beschreibt Franz Stahl den Zeitplan.

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