13.11.2017 - 18:30 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Feuerwehrenmüssen 36 Mal ausrücken "Frau Holle" hält Helfer auf Trab

Verschneite Straßen, umgefallene Bäume auf den Fahrbahnen und schlechte Sicht: Der Sonntag gibt einen kleinen Vorgeschmack, was uns die kommenden Wochen erwarten könnte.

Kleinere Verkehrsunfälle und abgeknickte Bäume, die immer wieder quer über den Straßen landeten, sind die Bilanz des Wintereinbruchs am Sonntagnachmittag. Die Feuerwehren waren über Stunden im Dauereinsatz. Bild: exb
von Wolfgang Benkhardt Kontakt Profil

Die Polizei registrierte aufgrund der schneeglatten Fahrbahnen im Landkreis am Sonntag drei Unfälle. Zweimal blieb es bei Sachschaden, bei einem Crash gab es einen leicht Verletzten. Zum ersten Mal musste die Polizei wegen eines Schneeunfalls am Sonntag gegen 15.30 Uhr ausrücken. Eine 19-jährige Fahrerin aus dem Landkreis kam auf der B 15 bei Mooslohe von der Straße ab. Als ihr ein Räumfahrzeug entgegenkam, bremste sie so stark ab, dass das Auto ins Schleudern geriet. Die junge Frau verlor die Gewalt über ihren Wagen und landete im Graben. Beim Aufprall verletzte sich der 16-jährige Beifahrer leicht. Das BRK brachte beide Insassen nach Angaben der Polizei ins Krankenhaus Tirschenreuth. Den Schaden schätzen die Beamten auf etwa 9000 Euro.

Ebenfalls der Witterung geschuldet war ein Verkehrsunfall auf der Staatsstraße 2170, der sich gegen 17.45 Uhr bei Herzogöd ereignete. Ein 20-jähriger landete dort mit seinem Pkw aufgrund der Straßenverhältnisse ebenfalls im Graben. Der Fahrer kam mit dem Schrecken davon. Den Schaden am Auto schätzt die Polizei auf etwa 1500 Euro.

Gegen 23.30 Uhr verlor ein 54-Jähriger auf der Kreisstraße TIR 2 von Plößberg in Richtung Pilmersreuth a. d. Straße auf der schneeglatten Fahrbahn die Kontrolle über sein Gefährt. Kurz vor dem Weiler Zanklhut geriet sein Auto ins Schleudern und kam von der Fahrbahn ab. Der Lenker blieb unverletzt. Den Schaden am Pkw gibt die Polizei mit etwa 500 Euro an.

Viel zu tun hatten die Feuerwehren im Landkreis. Als der Schnee am späten Sonntagnachmittag immer mehr in Regen überging, mussten die Aktiven jede Menge Einsätze bewältigen, weil unter der Last der ersten winterlichen Pracht Bäume im Stiftland und im Steinwald umstürzten und Fahrbahnen blockierten. Kreisbrandrat Andreas Wührl zählte insgesamt 36 Einsätze. "Vielleicht waren einige Bäume durch den Sturm vor einigen Tagen schon vorgeschädigt", mutmaßt der Kreisbrandrat.

Den Anfang machten kurz vor 17 Uhr die Feuerwehren aus Thumsenreuth und Friedenfels. Wenige Minuten später waren dann auch schon die Feuerwehren Premenreuth, Reuth bei Erbendorf, Krummennaab und Thanhausen mit Motorsägen unterwegs, um den Weg für die Autofahrer frei zu machen.

Besonders beschäftigt waren die Feuerwehr Tirschenreuth, die vier Mal ausrücken musste, sowie die Aktiven aus Plößberg und Krummennaab, die je drei Einsätze in einer Nacht hatten. Sehr positiv machte sich dabei nach Auskunft des Kreisbrandrats bemerkbar, dass es im Steinwald und im Stiftland noch viele kleine Feuerwehren gibt, die ohne lange Anfahrtswege umgestürzte Bäume aus dem Weg schaffen konnten.

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