16.04.2018 - 17:02 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Frauenbund spendet für Ministranten, Weißen Ring und Kinderheim in Indien Großem Ziel einen Schritt näher

Nicht nur rund um kirchliche Angelegenheiten bindet sich der Katholische Frauenbund ein. Vorsitzender Olga Luft ist es wichtig, sich mit ihrem großen Team auch gesellschaftlich und politisch zu engagieren. Großen Wert legt Olga Luft auf die beiden Begriffe "gemeinnützig und sozial". Deshalb sei es nicht die Aufgabe des Vereins "Geld zu horten". Vielmehr solle mit den Einnahmen ihrer Arbeit anderen geholfen werden.

3000 Euro konnte der Frauenbund spenden (von links): Stellvertretende Vorsitzende Lisa Schröpf, Paulus und Doris Mehler, Josef Wittmann vom "Weißen Ring", Ministrant Lukas Eckert und Vorsitzende Olga Luft. Bild: heb
von Autor HEBProfil

Insgesamt 3000 Euro spendete der Frauenbund bei der Jahreshauptversammlung. Je 1000 Euro gingen an den "Weißen Ring", die Ministranten und Ministrantinnen der Stadtpfarrkirche und von St.Peter und an Hannah Mehler, die derzeit in Indien weilt. Josef Wittmann aus Weiden, Landesvorsitzender Bayern Nord des "Weißen Rings", war extra angereist und nahm sich auch gerne die Zeit, Informationen zum "Weißen Ring" zu geben. Ziel des "Weißen Rings" ist die Hilfe für Kriminalitätsopfer. Gegründet 1976 zählt der gemeinnützige Verein aktuell etwa 50 000 Mitglieder. Der nächste Tausender ging an die Ministranten der Stadtpfarrkirche und von St.Peter. Stellvertretend für beide Teams nahm Lukas Eckert den Betrag entgegen. Die jungen Leute werden einen Ausflug nach Rom unternehmen und sollen die finanzielle Unterstützung dafür einsetzen. Stadtpfarrer Georg Flierl wusste, dass die Preise in Rom sehr teuer geworden sind und schon für die Unterkunft viel Geld zu bezahlen sei. Die dritten 1000 Euro nahmen Doris und Paulus Mehler für ihre Tochter Hannah entgegen. Hannah absolviert ein Freiwilligenjahr in Indien. Seit vergangenen September arbeitet sie dort in einem Kinderheim. Etwa 45 Mädchen leben sehr beengt in dem Haus. Paulus Mehler erklärte dazu, dass es einen Raum für Unterricht gebe, einen anderen, um die schlafen und zu leben. Zum Spielen müssten die Kinder auf das Dach des Hauses. Bei 40 Grad Hitze unmöglich. Deshalb solle ein Grundstück außerhalb der Stadt erworben werden. Dazu müssten zunächst 50 000 Euro selber aufgebracht werden. Mögliche Spender, die weiterhelfen würden, hätten diese Bedingung gestellt. Mit dieser Spende des Katholischen Frauenbundes wäre das Ziel einen großen Schritt näher gerückt.

Frauenbund sammelt alte Kugelschreiberhülsen

Mit einer besonderen Sammelaktion tritt der Frauenbund an die Öffentlichkeit. Die Vorstandschaft bittet, alte Kugelschreiberhülsen nicht wegzuwerfen, sondern während der nächsten vier Wochen entweder bei Olga Luft in der Ringstraße 10 oder bei stellvertretender Vorsitzender Lisa Schröpf in der Gärtnerei in der Goethestraße abzuliefern. Derzeit läuft ein Recyclingprojekt, bei dem diese alten Kugelschreiberhülsen, nicht die Minen, wiederverwertet werden. Aus dem zu erwartenden Erlös könnten dann die nächsten Spenden stammen. (heb)

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