25.04.2017 - 20:00 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Hervorragende Berufschancen: Der Weg zum Landwirt

Wer denkt, dass die landwirtschaftliche Berufsausbildung "out" ist, irrt gewaltig. Dies zeigte eine Informationsveranstaltung im Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Noch erstaunlicher: Immer mehr junge Frauen entscheiden sich für den Beruf.

Interessiert verfolgten die Besucher die Ausführungen zum Berufsbild Landwirt. Bild: exb
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Behördenleiter Wolfgang Wenisch freute sich über 30 interessierte Eltern und Jugendliche. Unter dem Motto "Landwirt - ein vielseitiger Beruf mit Perspektiven!" informierten neben dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten das Berufsbildungsamt Weiden, der Bayerische Bauernverband, die Staatliche Berufsschule Neustadt/WN, die Höhere Landbauschule Weiden-Almesbach sowie der Maschinen- und Betriebshilfsring über Bildungswege.

Nachfrage ist groß

Nicht nur Hofnachfolger haben mit einer landwirtschaftlichen Lehre die Möglichkeit,. sich auf die spätere Betriebsübernahme vorzubereiten. Die Ausbildung in einem Agrarberuf kann auch die erforderliche Qualifikation für eine Tätigkeit im landwirtschaftlichen Dienstleistungsbereich darstellen. Die Nachfrage nach gut ausgebildeten Landwirten ist im vor- und nachgelagerten Bereich groß. Die Berufsaussichten außerhalb des elterlichen Betriebes sind hervorragend.

Behördenleiter Wolfgang Wenisch gab zu Beginn einen Einblick über die verschiedenen Ausbildungswege im Ausbildungsberuf Landwirt. Er hob vor allem die Vielseitigkeit und die Notwendigkeit einer guten Ausbildung hervor. Bildungsberater Johannes Völkl erläuterte den Ablauf der dreijährigen Ausbildung zum Landwirt. Berufschullehrer Franz Josef Baeck vom Staatlichen Beruflichen Schulzentrum Neustadt/WN schilderte die Lerninhalte in der zweijährigen Fachstufe, wo grundlegende Fertigkeiten in Landtechnik sowie Tier- und Pflanzenproduktion vermittelt werden. Nach drei Jahren schließt sich die landwirtschaftliche Gehilfenprüfung an.

Auch eine Auszubildende war mit Sophie Gmeiner aus Mähring gekommen. Sie berichtete über ihre Erfahrungen und den Ablauf in ihrer bisherigen landwirtschaftlichen Ausbildung. Schüler Lukas Legat aus Hauxdorf erzählte vom Ablauf des Berufsschulgrundjahres, das er als sehr lehrreich und praxisorientiert bezeichnete.

Bildungsberater Johannes Völkl ergänzte, dass die genannten Abschlüsse nicht nur eine optimale Ausbildung als landwirtschaftlicher Betriebsleiter bieten, sondern oft den Einstieg in eine Tätigkeit im landwirtschaftlichen Dienstleistungsbereich ermöglichen. Diesen Weg zeichnete der Leiter des Lehr-, Versuchs- und Fachzentrums für Rinderhaltung, Helmut Konrad, auf.

Anschließend schilderte Vorsitzender Hans Enslein vom Maschinen-und Betriebshilfsring Tirschenreuth die Möglichkeiten, als Betriebshelfer oder Dienstleistungsanbieter aufzutreten. Auch hob er hervor, dass Arbeitskräfte mit der sehr vielseitig angelegten landwirtschaftlichen Ausbildung auf dem Arbeitsmarkt immer sehr gute Aussichten haben.

BBV-Kreisobmann Ely Eibisch machte den jungen Berufsanfängern Mut, den landwirtschaftlichen Beruf zu ergreifen. "Für die erfolgreiche Bewirtschaftung der bäuerlichen Familienbetriebe sind am besten ausgebildete Fachkräfte notwendig", meinte er.

Weitere Infos einholen

Wer sich für die Ausbildung zum Landwirt interessiert und noch Fragen hat kann sich mit dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Tirschenreuth, 09631/7988-122, oder mit dem Bildungsberater Johannes Völkl, Telefon 0961/3007-221) vom Berufsbildungsamt Weiden in Verbindung setzen. Die Anmeldung zum Besuch des Berufsgrundschuljahres muss beim Staatlichen Beruflichen Schulzentrum Neustadt, Telefon 09602/94403-0, erfolgen.

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