24.04.2018 - 20:00 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Impulsgeber für ganz Bayern Kreisjugendring Tirschenreuth zieht Bilanz

Bei der Frühjahrsvollversammlung gibt es viel Lob für den Kreisjugendring (KJR). Seit 70 Jahren setzt sich die Organisation für Jugendarbeit ein und hat immer wieder neue Ideen, die bisweilen weite Kreise ziehen.

Vorsitzender Jürgen Preisinger (Sechster von links) steht weiter an der Spitze des Kreisjugendrings. Das Bild zeigt ihn mit seiner neuen Mannschaft und mit stellvertretendem Landrat Alfred Scheidler (Vierter von links). Bild: lue
von Lucia SeebauerProfil

"Man kann es gar nicht mehr umreißen, wie viele Jugendliche hier Erfahrungen für ihr Leben mitgenommen haben", betonte Tirschenreuths zweiter Bürgermeister Peter Gold bei der Frühjahrsvollversammlung des Kreisjugendrings im großen Sitzungssaal des Landratsamtes am Freitag. Als Leiter des Sozialdienstes weiß er, wie wichtig die Leistung der Organisation ist: "In einem Jahr kosten uns nur drei Jugendhilfefälle so viel wie der Kreisjugendring mit all seinen Projekten und Mitarbeitern."

Vorsitzender Jürgen Preisinger berichtete in seinem Jahresrückblick von diversen Aktionen und Projekten: "Ein besonderes Highlight waren die 'Polit-Talks' in den Jugendtreffs Kemnath und Konnersreuth." Dabei wurden mit Jugendlichen Gespräche rund um die Bundestagswahl geführt. Ebenso lobte er die Kooperationsarbeit "Houst a Hirn, lousd as Handy lieng" mit der Verkehrswacht Tirschenreuth und Kemnath und der Polizeiinspektion Tirschenreuth. "Wir wollen darauf aufmerksam machen, dass das Handy im Straßenverkehr gefährlich ist", so Preisinger.

Werbespot gedreht

Um mehr Menschen für das Thema zu sensibilisieren, drehte das Jugendmedienzentrum T 1 einen Kinowerbespot, der auf Youtube zu finden ist. Das Projekt findet auch starken Anklang außerhalb von Tirschenreuth: Im Landkreis Neustadt, in der Stadt Weiden und demnächst auch in Regensburg wird "Houst a Hirn, loust as Handy lieng" weitergeführt. "Wir sind immer noch in Gesprächen, dass die Aktion landesweit ausgeweitet wird", sagte der Vorsitzende.

Philipp Seitz, Vorsitzender des Bezirksjugendrings Regensburg, lobte: "Der Kreisjugendring Tirschenreuth ist ein wertvoller Impulsgeber unter den bayernweiten Jugendringen." Er findet vor allem die internationale Jugendbewegung klasse. Hierfür setzt sich seit zehn Jahren vor allem das T 1 in Falkenberg ein. "Dort gibt es tolle medienpädagogische Projekte für Kinder und Jugendliche. Es ist als Kompetenzzentrum in der Nordoberpfalz nicht mehr wegzudenken", meinte Preisinger.

Am Montag, 11. Juni, feiern das Medienzentrum 10-jähriges Bestehen auf der Burg Falkenberg. Medienpädagogin Cirta Rosbach erklärte: "2008 hatten wir noch 137 Teilnehmer, 2017 waren es dann 1809." Allein 68 Projekte betreute das Jugendmedienzentrum im vergangenen Jahr. "Die Deutsch-Tschechischen-Medienprojekte waren wieder sehr erfolgreich." Bei der "Spracholympiade und Brauchtum" dokumentierten jeweils 12 Schüler aus Waldsassen und Karlsbad verschiedene Festtagsbräuche. Beim Wettbewerb "Bauchkino und Kopfgefühl" wurde der Film "VelikOstern" mit dem "Bayerischen Preis der Jugendarbeit" ausgezeichnet.

Neuwahlen kein Problem

Zum Schluss standen noch die Neuwahlen an. Vorsitzender Jürgen Preisinger und sein Stellvertreter Andreas Malzer wurden in ihren Ämter einstimmig bestätigt. Kerstin Weiß und Marco Mickisch schieden als Beisitzer aus. Josef Halbauer, Nicole Mickisch, Bruno Kraus, Johannes Schmid und Thomas Salomon wurden wiedergewählt. Neu im Vorstand ist der 15-Jährige Fabian Ernstberger, der auch als Sprecher des Jugendforums tätig ist.

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.