14.09.2017 - 16:54 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Jugendrotkreuz startet Aufklärungsaktion "Nicht gaffen, helfen!"

Immer häufiger wird das Smartphone gezückt, statt geholfen, wenn etwas passiert ist. Manchmal werden gar die Helfer bei ihrer Arbeit behindert. Das Jugendrotkreuz im Landkreis sagt klar: "Weg da! Schau nicht zu, denn Gaffen ist tabu!" Mit 6000 Stundenplänen und einer Mitmach-Aktion versucht der BRK-Nachwuchs die Schüler im Landkreis zu sensibilisieren, dass es wichtig ist zu helfen statt zu gaffen.

Natalie Wölfl, Kreisgeschäftsführer Holger Schedl, Theresa Maurer und Petra Seidl präsentierten mit Schulamtsdirektor Wolfgang Krauß (von links) die Aktion "Nicht gaffen, helfen!" Bild: exb
von Externer BeitragProfil

Bild von Theresa Maurer

Für die Mitglieder des Jugendrotkreuzes ist es selbstverständlich, dass sie eingreifen, wenn Hilfe nötig ist. Das lernen sie eifrig in den Gruppenstunden. Ebenso tabu ist es für die jungen Rotkreuzler, bei einem Notfall zu gaffen, Fotos und Videos zu machen oder im schlimmsten Fall die Helfer zu behindern. Um dieses vorbildliche Verhalten nach außen zu tragen, hat das Jugendrotkreuz die Aktion "Nicht gaffen, helfen!" gestartet. Die Wiesauer Jugendrotkreuzlerin Theresa Maurer hat dazu passendes Bild gezeichnet, welches einen Stundenplan ziert, der derzeit an alle Schüler im Landkreis verteilt wird.

Ergänzt wird dies durch eine Mitmach-Aktion, bei der die Schüler zwei Rotkreuzkurse für die ganze Klasse, zwei Besuche in einer BRK-Rettungswache mit fünf Freunden und zwei Jugendrotkreuz-Liegestühle gewinnen können. Dazu müssen einfach nur drei Fragen zum Thema Gaffen und Helfen beantwortet werden.

Schnell konnte Schulamtsdirektor Wolfgang Krauß für die Aktion begeistert werden. Er koordiniert die Verteilung der Stundenpläne über das staatliche Schulamt. Bei der Übergabe sprach er dem Roten Kreuz seinen Dank für die Arbeit in den Schulen aus, die auch der Sozialkompetenz der Schüler diene.

Für Gruppen geworben

Die Leiterin der Jugendarbeit des Kreisverbandes, Natalie Wölfl, freut sich über die sehr gute Zusammenarbeit mit den Schulen im Landkreis, durch die eine solche flächendeckende Aktion möglich geworden ist. Bindeglied ist die Beauftragte für die Schularbeit im Jugendrotkreuz, Petra Seidl, die selbst Lehrerin ist. Die Verteilung an die weiterführenden Schulen im Landkreis übernimmt die Servicestelle Ehrenamt des BRK-Kreisverbandes.

Wölfl hofft, dass es durch ihre Idee künftig weniger Gaffer an Unfallstellen gibt und teilt mit einem Lachen im Gesicht mit: "Wer jetzt lernen will zu helfen, soll einfach ins Jugendrotkreuz kommen!" Die Termine für die Gruppenstunden teilen die örtlichen Jugendrotkreuzler mit. Auch die BRK-Kreisgeschäftsstelle hilft hier unter Telefon 09 631/2222 gerne weiter.

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