Justizvollzugsanstalt in Weiden besichtigt
Seniorensprecher landen im "Knast"

Auf große Resonanz stößt bei den Seniorenbeauftragten der Städte, Märkte und Gemeinden die Möglichkeit, einen Blick hinter die Mauern der Justizvollzugsanstalt Weiden zu werfen. Harald Bäumler vom Team der JVA (hinten, rechts) führte die Beauftragten persönlich durch das Haus. Bild: exb
Vermischtes
Tirschenreuth
15.03.2018
52
0

Tirschenreuth/Weiden. Bei einer Besichtigung der Justizvollzugsanstalt (JVA) Weiden ermöglichte Abteilungsleiter Harald Bäumler den Seniorenbeauftragten des Landkreises Tirschenreuth einen Einblick in den Gefängnisalltag.

In der im Jahr 1989 erbauten JVA Weiden hätten 120 Gefangene Platz, berichtete Bäumler. Die Anstalt sei derzeit mit 110 Gefangenen, darunter 5 Personen im offenen Vollzug, gut ausgelastet. In der JVA Weiden befänden sich ausschließlich Männer des Erst- und Regelvollzugs mit einer Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren. Zudem werde Untersuchungshaft an männlichen Personen ab 16 Jahren vollzogen, so Bäumler. Die Gefangenen würden sowohl innerhalb als auch außerhalb der Anstalt für Arbeiten eingesetzt und verdienten sich damit etwas Geld, das sie zum Teil für Lebensmitteleinkäufe bzw. Miete für ein Fernsehgerät ausgeben würden.

Die Häftlinge dürften kein Handy besitzen und auch Internet sei nicht gestattet. In einer Bibliothek könnten die Gefangenen Bücher ausleihen und in der Kapelle fänden regelmäßige Gottesdienste statt. Trotz unterschiedlicher Nationalitäten und Charaktere herrsche innerhalb der Anstalt ein ausgeglichenes und friedliches Klima, so Bäumler.

Nach zweistündiger Besichtigung und unendlich vielen Fragen ermöglichte Abteilungsleiter Bäumler den Seniorenbeauftragten die "Flucht".
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.