19.09.2017 - 18:34 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Kreisausschuss bewilligt neue Stelle "Ranger" für die Waldnaabaue

Da alle Versuche, einen Gebietsbetreuer für die Waldnaabauen gefördert zu bekommen, im Sande verlaufen sind, stellt Landrat Wolfgang Lippert nun selbst einen "Ranger" ein. Einstimmig beschloss der Kreisausschuss am Montag, dafür Geld locker zu machen.

Für die Waldnaabaue wird ein "Ranger" eingestellt. Der neue Mann soll auch dafür sorgen, dass die Schäden durch den Biber zurückgehen. Das Foto zeigt eine der zahlreichen Biberburgen in der Region. Bild: tr
von Wolfgang Benkhardt Kontakt Profil

Der "Ranger" soll zum 1. März nächsten Jahres seine Arbeit aufnehmen. Eine wichtige Aufgabe wird neben der Beratung und Unterstützung der Land- und Teichwirte auch der Kampf gegen zu hohe Biber-, Mink- und Kormoranbestände sein. Landrat Lippert sprach von "größten Ängsten um die 1000 Jahre alte Teichwirtschaft". Die bisherigen Maßnahmen würden einfach nicht ausreichen. Auch ein Gespräch mit MdL Tobias Reiß und Arge-Fisch-Vorsitzendem Hans Klupp bei Umweltministerin Ulrike Scharf sei nicht erfolgreich gewesen. "Die haben Angst, einen Präzedenzfall zu schaffen", bedauerte Lippert.

Das "Aktionsgebiet" soll zunächst vorwiegend die Waldnaabaue sein, doch auch außerhalb dieser Fläche sollen betroffene Teich- und Landwirte die des "Rangers" nutzen können. Finanziert wird die Stelle mit geschätzten Kosten von jährlich rund 45 000 Euro je zur Hälfte aus den Rücklagen des Naturschutzgroßprojekts Waldnaabaue und dem Kreishaushalt.

Die Sprecher aller Fraktionen waren sich einig, dass hier für den Landkreis Tirschenreuth viel mehr als "nur" die traditionelle Teichwirtschaft auf dem Spiel steht. Die Stelle ist - vorerst zumindest - auf zwei Jahre befristet.

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