KWS stellt Planungen für Haus St. Elisabeth in Tirschenreuth vor
Kraftakt mit gutem Ende

Am alten Hösl-Anwesen plant die KWS eine umfassende Gebäudesanierung sowie Neubauten. Entstehen sollen zehn Wohnungen und ein Büro für "Leben Plus". Im Bild (von links): Stadtkämmerer August Trißl, Bürgermeister Franz Stahl, Architekt Peter Brückner, KWS-Generalbevollmächtigter Ludwig Gareis, Stadtpfarrer Georg Flierl, Karl Mehler von der Kirchenverwaltung, Lisa-Anna Freundorfer sowie Martin Csakli von Büro Brücker & Brückner. Bild: Schirmer
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Tirschenreuth
11.07.2017
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Mit dem Haus St.Elisabeth entsteht in der Altstadt ein ansehnliches Wohnquartier. Und auch eine neue Straße könnte dazu kommen: Die Pfarrer-Witt-Gasse.

Bei den Überlegungen für die Nutzung des alten "Hösl-Anwesens" haben es sich die Beteiligten nicht einfach gemacht. Seit sechs Jahren bemühen sich das Katholische Wohnungsbau- und Siedlungswerk sowie die Katholische Kirchenstiftung um eine Lösung. Jetzt wurde der Bauantrag für das "Haus St. Elisabeth" im Stadtrat genehmigt (wir berichteten).

Rund 3,2 Millionen Euro will die KWS für die Renovierung des Anwesens sowie die Neubauten aufwenden. Angesichts der Bedeutung des Vorhaben werden dazu auch Mittel aus der Städtebauförderung beigesteuert. Rund 1,3 Millionen Euro gibt es aus diesem Topf an Zuschuss. Die Stadt ist hier mit 300 000 Euro dabei.

Modernes Innenleben

Laut den Plänen aus dem Architekturbüro Brückner & Brückner wird ein Altstadt-Quartier entstehen, das zehn seniorengerechte Zwei-Zimmer Wohnungen zwischen 45 und 70 Quadratmeter aufweist. Zwischen Hospitalstraße, der Koloman-Maurer-Straße und der künftigen Pfarrer-Witt-Gasse wird ein Gebäudekomplex mit modernem Innenleben entstehen, zu dem ein Aufzug aber auch ein attraktiver Innenhof gehören. Bei der Gestaltung haben sich die Planer am denkmalgeschützten Hösl-Anwesen orientiert. Das vorhandene Gebäude an der Koloman-Mauerer-Straße wird verlängert und bekommt einen Querbau Richtung Pfarrhof. An der Hospitalstraße wird ein vorhandenes Gebäude, das ebenfalls saniert wird, mit einbezogen. Insgesamt finden sich in dem neuen Quartier einmal 570 Quadratmeter für die zehn Wohnungen sowie rund 500 Quadratmeter für Gemeinschafts- und Büroflächen. Fest steht bereits der Mieter in diesem Bürobereich: Die "Servicestelle Leben Plus". Den Mietern werden einmal, in Zusammenarbeit mit dem Ambulanten Pflegedienst Elisabethenverein, Betreuungsleistungen angeboten, um ein möglichst langes selbstständiges Wohnen in den eigenen vier Wänden zu ermöglichen.

"Wir hoffen, dass wir bis Ende 2018/Anfang 2019 mit der Maßnahme fertig sind", beschreibt KWS-Generalbevollmächtigter Ludwig Gareis das ambitionierte Vorhaben. Maßgeblich für die Realisierung des Objektes seien die Bereitstellung des Grundstückes der Kirchenstiftung zu günstigen Konditionen, der Einsatz von Städtebaufördermitteln sowie Zuschüsse der Landesstiftung und der Denkmalpflege und natürlich Eigenmitteln. Derzeit erfolge die Ausschreibung der Arbeiten. "Wir gehen davon aus, dass noch in diesem Jahr mit den Umbauarbeiten im denkmalgeschützten Objekt begonnen werden kann", beschreibt Gareis die nächste Station.

Par excellence

Beim Haus St. Elisabeth freut sich Bürgermeister Franz Stahl auf eine "Stadtplanung par excellence". Und noch dazu ganz im Sinne der Stadt, der es natürlich auch darum geht, den Ortskern als Wohnraum attraktiv zu halten. "Wir wollen wieder mehr Menschen in die Altstadt bringen", beschreibt der Bürgermeister ein Ziel der Stadtplanung.

Architekt Peter Brückner weiß von dem besonderen "Kraftakt" bei der Planung, die eben auch den vorhandenen Altbau mit einbeziehen muss. Mit der Ergänzung werde auch wieder eine Art Reparatur des historischen Bildes erreicht. Als reizvolle Aufgabe betrachtet es der Architekt, dass mit dem Vorhaben wieder ein Treffpunkt mitten im Ortszentrum geschaffen wird.

Katholisches Wohnungsbau- und SiedlungswerkDas Katholische Wohnungsbau- und Siedlungswerk (KWS) der Diözese Regensburg ist heute ein modernes Dienstleistungsunternehmen rund ums Planen, Bauen, Vermieten und Verwalten. Bei der Gründung nach dem Zweiten Weltkrieg - im Mai 1949 - ging es vornehmlich darum, Wohnraum für Heimatvertriebene, Flüchtlinge und Ausgebombte zu schaffen.

Gesellschafter sind das Bistum Regensburg, der Caritasverband für die Diözese Regensburg e. V., der Bischöfliche Stuhl Regensburg und die Bischöfliche Knabenseminar-Stiftung Regensburg. Das KWS erfüllt einen kirchlich-sozialen Auftrag und betätigt sich heute als Immobilienverwalter und Baubetreuer. Als Vermieter ist das KWS Ansprechpartner für Familien wie für Alleinstehende, für junge Leute in Ausbildung wie für Senioren im Ruhestand. Zum Bestand des Unternehmens gehören über 800 Wohneinheiten; darüber hinaus werden für Dritte rund 500 Wohn- und Gewerbeeinheiten verwaltet.
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