28.09.2017 - 18:28 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Landkreis legt wieder zu

Na so was: Allen Prognosen zum Trotz gibt es bei der Einwohnerzahl im Landkreis Tirschenreuth zum zweiten Mal in Folge gegenüber der Vorjahresbilanz ein Plus. Der Zuwachs beträgt diesmal 157 Einwohner.

von Wolfgang Benkhardt Kontakt Profil

Die amtlichen Einwohnerzahlen lassen immer auf sich warten - mittlerweile dauert es mehr als ein Jahr, bis sie nach dem Stichtag veröffentlicht werden. Erst jetzt gab das Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung die Zahlen für 30. Juni 2016 bekannt. Die Einwohnerzahl im Landkreis lag da bei 73 241 Männern, Frauen und Kindern gegenüber 73 084 im Jahr davor.

Kemnath mit größtem Plus

In 13 von 26 Städten und Gemeinden gab es ein Plus. Die größten Zuwächse vermeldet das Landesamt für Kemnath (+58), Waldsassen (+54), Kulmain (+49) und Wiesau (+40). In einer Gemeinde - Pechbrunn - hat sich überhaupt nichts verändert. Dort waren nach wie vor 1355 Einwohner gemeldet.

In 12 Kommunen gab es im Landkreis ein Minus. Die höchsten Verluste mussten Fuchsmühl (-36), Konnersreuth und Reuth b. Erbendorf (jeweils -28), Waldershof (-24) sowie Falkenberg (-23) hinnehmen. In der Kreisstadt Tirschenreuth gab es ein Minus von 21 Personen. Leonberg droht aufgrund eines weiteren Minus' von 7 Einwohnern, bei der nächsten Statistik als zweite Gemeinde neben Falkenberg unter die 1000-Einwohner-Grenze zu rutschen. Auffallend ist: Vor allem in den Städten und Gemeinden mit vielen Asylbewerbern gab es ein deutliches Plus. Kein Wunder: Anfang Juni 2016 waren im Kreis Tirschenreuth nach Angaben des Landratsamtes 821 Asylbewerber und Kontingentflüchtlinge dezentral oder in Gemeinschaftsunterkünften untergebracht, die auch meldepflichtig waren.Vergleicht man die neuen Zahlen nicht mit der Statistik ein Jahr davor, sondern mit den letzten amtlichen Zahlen vom 31. Dezember 2015, dann hat der Landkreis nach dem Rückgang der ganz großen Flüchtlingszuweisungen schon wieder an Einwohnern verloren.

Zwischen 1. Januar und 30. Juni 2016 gab es trotz der Asylbewerber und Kontingentflüchtlinge landkreisweit ein Minus von 73 Einwohnern.

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