05.02.2018 - 21:02 Uhr
Tirschenreuth

Manfred Dietrich verstorben Wirtschaftsförderer stirbt bei Unfall

Die traurige Nachricht verbreitete sich wie ein Lauffeuer. Manfred Dietrich, Geschäftsführer des Gründerzentrums und der Wirtschaftsförderung im Landkreis Tirschenreuth, ist tot. Der 57-Jährige kam in der Nacht zum Samstag auf tragische Weise bei einem Verkehrsunfall in der Nähe von Eschenbach ums Leben.

Manfred Dietrich legte kurz vor seinem Tod eine eindrucksvolle Bilanz im Kreistag vor. Bild: wb
von Wolfgang Benkhardt Kontakt Profil

Waldsassen/Josephshof. Manfred Dietrich hatte keine Chance. Sein Wagen wurde von einem anderen Auto, das aus ungeklärten Gründen auf die Gegenfahrbahn geraten war, gerammt. Dietrich, der dem Vernehmen nach zu einem beruflichen Beratungsgespräch unterwegs war, erlag noch am Unfallort seinen schweren Verletzungen.

Die Wirtschaftsförderung und das Gründerzentrum in Waldsassen sind nur schwer ohne ihn vorstellbar. Im Frühjahr 2002 kam Manfred Dietrich an das Tirschenreuther Landratsamt. Er übernahm zuerst die GmbH für die Wirtschaftsförderung. Etwas später kam auch noch die Geschäftsführung der Gründerzentrum-GmbH hinzu. Unter Dietrich wurden 2004 die beiden GmbHs zu einem Unternehmen zusammengeführt. Damit schied Dietrich formell aus dem Dienst des Landkreises aus und war fortan bei der fusionierten GmbH in Waldsassen angestellt.

In dieser Aufgabe ging der gebürtige Tirschenreuther, der die EDV-Schulen in Wiesau besucht hatte und mit seiner Frau und seinem Sohn in Josephshof in der Gemeinde Reuth bei Erbendorf lebte, voll auf. In zahlreichen Fachgremien brachte er sein Wissen ein. Dietrich war auch stellvertretender Vorsitzender des Elternbeirats am Stiftland-Gymnasium und im Beirat der EDV-Schulen in Wiesau. Zwei Tage vor dem Unfall hatte er noch im Kreistag eine beeindruckende Bilanz vorgelegt und von seinen Plänen erzählt. Der frühere Siemens-Mitarbeiter hatte sich im Laufe der Jahre großes Fachwissen angeeignet. Kleine "Startups" begleitete er dabei ebenso mit viel Herzblut und Engagement wie die Förderung großer Konzerne. Wichtig war Manfred Dietrich dabei stets, dass Maßnahmen nachhaltig und sinnvoll waren. Für Projekte, die nur dazu da waren, irgendwelche Fördermittel abzuschöpfen, konnte er sich nicht begeistern.

Um ihn trauern neben der Ehefrau und dem Sohn auch die Feuerwehr Premenreuth und der TSV Reuth, bei dem Manfred Dietrich Jugendleiter war. Leider blieb ihm aufgrund seiner beruflichen Belastung für mehr Hobbys, darunter die Musik (Manfred Dietrich war in jungen Jahren Gitarrist und Sänger der Tirschenreuther Band "Avebury") kaum Zeit. Der Termin für seine Trauerfeier steht noch nicht fest.

Wenige Stunden vor seinem Unfall hatte Dietrich mit dem Kemnather Stadtmarketing-Mitarbeiter Werner Klante einen langjährigen Weggefährten auf dem letzten Erdenweg begleitet.

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.