Netz "Frühe Hilfen" wird dichter

Das Netz "Frühe Hilfen" soll weiter verdichtet werden. Die Vertreter der beteiligten Stellen waren sich einig, dass die Zusammenarbeit für alle Beteiligten von Vorteil ist. Neu am Runden Tisch begrüßten Pia Kürschner (Reihe stehend, Fünfte von links) und Marianne Fütterer (Reihe sitzend, Mitte) von der Koordinierenden Kinderschutzstelle (KoKi) Chefarzt Dr. Michael Rüth (Reihe sitzend, Zweiter von links). Bild: exb
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Tirschenreuth
07.12.2017
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Bei der Geburt eines Kindes sehen sich die Eltern mit einer Flut von Fragen konfrontiert. Im Landkreis Tirschenreuth gibt es ein Netzwerk, das Eltern in dieser schwierigen Lebensphase helfen will.

Auf Einladung der Koordinierende Kinderschutzstelle (KoKi) kamen die Fachstellen des Netzwerkes "Frühe Hilfen" zu einem Runden Tisch im Landratsamt Tirschenreuth zusammen. Ziel war es, die Zusammenarbeit weiter zu optimieren und noch besser aufeinander abzustimmen.

Die Bereitschaft, in einem großen Team des Netzwerkes "Frühe Hilfen" mitzuarbeiten, ist für den Erfolg entscheidend, waren sich die Teilnehmer einig. Und da diese Bereitschaft weiter vorhanden ist, soll das Forum "Frühe Hilfen" fortgesetzt werden, was von allen Fachkräften begrüßt wurde. "Kooperation statt Konkurrenz", so kann man das Motto dieses Runden Tisches umschreiben.

Als neuen Teilnehmer am Netzwerk konnten Marianne Fütterer und Pia Kürschner von der KoKi Dr. Michael Rüth, Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe Tirschenreuth, begrüßen. Dr. Rüth erläuterte seine Arbeitsweise und Ziele am Krankenhaus Tirschenreuth. Er sieht vor allem die Koppelung von gynäkologischer Praxis und Entbindungsklinik als zukunftsweisend an.

Der Klinikverbund zwischen den Standorten Tirschenreuth, Weiden und Amberg bringe vor allem für die Patienten viele Vorteile mit sich, meinten die Vertreter. So könnten sich Frauen immer als erste Anlaufstelle an Dr. Rüth wenden. Mehrfachuntersuchungen könnten so vermieden werden.

Als ein interessantes Angebot für Familien mit kleinen Kindern stellte Susanne Wurm die Arbeit von Familien-Kinderkrankenschwestern vor. Vermittelt werden sie über die KoKi, wobei die beiden Mitarbeiterinnen nach dem Kontakt mit der betreffenden Familie gemeinsam mit den Eltern entscheiden, ob dies die passgenaue Hilfe ist oder andere Unterstützungsmöglichkeiten angeboten werden. Grundsätzlich handelt es sich bei der Gesundheitsorientierte Familienbegleitung (GFB) um eine längerfristige, aufsuchende Begleitung von Familien. Wie alle Angebote der "Frühen Hilfen" können die (werdenden) Eltern und Familien dieses Angebot freiwillig in Anspruch nehmen.

Der Ablauf dieser Unterstützung umfasst jeweils ein Informationsgespräch mit Absprachen über Umfang und Dauer der geplanten Maßnahme. Inhaltlich geht es hierbei vor allem um Fragen zur Pflege und Ernährung des Kindes, zur Förderung der Gesundheit des Kindes und der Eltern, zur Entwicklungsförderung des Kindes, zu Regulationsfertigkeiten des Säuglings und Kleinkindes und um die Eltern-Kind-Interaktion. Oft ist auch eine Lotsenfunktion wichtig und eine Begleitung und Hinführung der Eltern zu weiterführenden Angeboten im Netzwerk. All dies ist für die Eltern völlig kostenlos und kann bei der "KoKi" beantragt werden.

Wer Interesse hat, ebenfalls in diesem Netzwerk "Frühe Hilfen" mitzuarbeiten, kann man sich jederzeit an die KoKi des Landkreises Tirschenreuth wenden. Ansprechpartner sind Pia Kürschner, Telefon 09 631 /88-365, E-Mail pia.kuerschner@tirschenreuth.de, und Marianne Fütterer, Telefon 09 631 /88-279, E-Mail marianne.fuetterer@tirschenreuth.de
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