Neue Ausstellung im Museumsquartier
Crash-Kurs zur Stadtgeschichte

Sehr gut besucht war die Vernissage zur Ausstellung "Es war einmal vor 800 Jahren..." des Historischen Arbeitskreises.
Vermischtes
Tirschenreuth
25.03.2018
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Luisa Beck bereicherte mit ihrem Dudelsack die Vernissage.

Zur Eröffnung gibt es Klosterbier. Schließlich haben die Zisterzienser bei der Entwicklung Tirschenreuths eine wichtige Rolle gespielt. Der Historische Arbeitskreis erinnert in einer Ausstellung daran.

Vor 800 Jahren erwirbt das Kloster Waldsassen das "praedium tursenrut". Der Kauf des Landguts Tirschenreuth ist ein Meilenstein. Hervorragend besucht war am Freitagabend die Vernissage zur Ausstellung "Es war einmal vor 800 Jahren - das Praedium Tirschenreuth und die Zisterzienserabtei Waldsassen 1217 - 2017". Zu besichtigen ist sie bis zum 21. Mai im Museumsquartier.

Die Eröffnung gestalteten die Kreismusikschülerinnen Luisa Beck mit dem Dudelsack und Elisa Ertl mit der Harfe. Bürgermeister Franz Stahl freute sich über viele Gäste. Das Fischereimuseum, das in diesem Jahr 25 Jahre alt werde, und das Museumsquartier, das zehnjähriges Bestehen feiere, seien Orte der Kulturgeschichte. Diese Ausstellung sei deshalb ein wichtiger Teil im Jubiläumsjahr. Strahl dankte allen, die sich im kulturellen Bereich ehrenamtlich engagieren, und versicherte die Unterstützung von politischer Seite.

Franz Krapf vom Historischen Arbeitskreis, der diese Ausstellung im Wesentlichen vorbereitet hatte, ging sehr detailliert auf die Geschichte des Landguts (Praedium) Tirschenreuth und der Zisterzienserabtei Waldsassen ein. Der Titel diese Ausstellung klinge wie ein Märchen, das es auch irgendwie auch sei, meinte der Redner. Mit dem Kauf des großen Rodungsgebietes um Tirschenreuth sei der Waldsassener Besitz auf einen Schlag enorm vergrößert worden. Abt Hermann sei der entscheidende Mann gewesen, der in Tirschenreuth auch einen Damm bauen ließ und so den Ort zukunftsträchtig aufstellte. "Eigentlich müssten wir für Abt Hermann jeden Tag eine Kerze anzünden, denn der Fischhof ist der Gründungsmittelpunkt von Tirschenreuth, der Grundstein für die positive Weiterentwicklung der Stadt", betonte Krapf. So nebenbei meinte der Vertreter des Historischen Arbeitskreises: "Der dubiose Turso ist für mich nicht fassbar."

sei damals der weltliche Sitz des Klosters geworden, erinnerte Krapf. Er ging auf Details der Geschichte und "Entwurzelungen" ein, auch was die verschiedenen Glaubensepochen, die vielen Kriege und die Säkularisation anbelangt. "Diese Ausstellung ist ein Crash-Kurs über die Geschichte der Stadt", resümierte der Organisator.

Im Anschluss an die offizielle Eröffnung wurde im Pädagogikraum eine Szene aus der historischen Stadtführung nachgespielt, die Errichtung der Fischhofbrücke im Jahre 1745 durch den klösterlichen Baumeister Philipp Muttone. Nicht fehlen durfte in diesem Zusammenhang der Hinweis, dass in diesem Jahr die dritte Staffel der gespielten Geschichte Tirschenreuths aufgelegt wird. Dargestellt werden die einzelnen Szenen von Schaupielern des Modernen Theaters. Die Autoren sind Marianne Stangl und Manfred Grüssner.

Im Anschluss waren die Eröffnungsgäste zu kulinarischen Leckereien eingeladen. Zu Klosterbier und Met gab es Hackbällchen, Fladen, Datteln im Speckmantel und belegte Brote.

Eigentlich müssten wir für Abt Hermann jeden Tag eine Kerze anzünden.Franz Krapf vom Historischen Arbeitskreis
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