18.08.2016 - 14:48 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Neues Heft der Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz Mühevolle Recherche

Sie stammten aus Calw und zogen nach Tirschenreuth. Doch da kamen die Geisel-Brüder nicht so gut an. Deshalb verlagerten sie ihr Gewerbe nach Waldsassen. Der Beginn einer Erfolgsgeschichte.

Herbert Hackbarth überreicht Monika Beer-Helm das neue Heft über die Gebrüder Geisel. Bild: hfz
von Redaktion OnetzProfil

Das neue Heft der Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz (GFO) beschäftigt sich eben mit der Erforschung der Gebrüder Geisel, die vor allem bei den Tirschenreuther und Waldsassener Heimatforschern bestens bekannt sind. Veröffentlicht hat diese Arbeit Herbert Hackbarth aus Mitterteich.

Er zeigt den Werdegang der drei Geisel-Brüder, die ursprünglich aus Calw stammten und wegen ihres calvinischen Glaubens in die Oberpfalz nach Tirschenreuth umzogen. Doch mit dem Aufschwung des Tuchmacher-Unternehmens wuchs auch in Tirschenreuth der Neid und das Misstrauen gegen die Geisel-Familien. So entschlossen sich die Gebrüder Geisel, ihr Tuchmacher-Gewerbe im Februar 1613 nach Waldsassen zu verlagern.

Sie verpflichteten sich gegenüber dem Kurfürsten innerhalb von 15 Jahren 40 Häuser zu bauen. Dafür forderten sie das Stadtrecht für Waldsassen, das ihnen Friedrich V. von der Pfalz versprach.

Bei der Häusergeschichte Waldsassens konnte Hackbarth an die umfangreichen Arbeiten des Altmeisters der Waldsassener Heimatforschung, Alois Zrenner (1905 - 1987), anknüpfen. Die Vorsitzende der GFO im Stiftland, Monika Beer-Helm, unterstrich die besondere Bedeutung der Arbeit Hackbarths. Besonders die Erforschung der Schwiegersöhne der Gebrüder Geisel und deren Nachkommen seien erstmals veröffentlicht.

Namen wie Ziegler, Queitsch, Salmuth und Bscherer (Pschierer) seien auch heute noch im Landkreis Tirschenreuth verbreitet. "Wer seinen Stammbaum mit diesen Namen zurück verfolgt, der stößt sicherlich auf die Schwiegersöhne der Geisel-Brüder." Monika Beer-Helm dankte Herbert Hackbarth für die mühevolle Recherche in den Kirchenbüchern und Archiven und wünschte ihm weiterhin viel Erfolg bei seiner interessanten Forschungstätigkeit.

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