Neujahrsempfang der Pfarrgemeinde Tirschenreuth
Für schwierige Aufgaben gerüstet

Vermischtes
Tirschenreuth
11.01.2017
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In der gut funktionierenden Bürgergesellschaft ist die Kirche ein wichtiger Eckpfeiler. Den engagierten Mitgliedern der Pfarrei galt deshalb nicht nur der Dank von Stadtpfarrer Georg Flierl.

Der Neujahrsempfang der Katholischen Pfarrgemeinde ist nicht nur ein Begrüßungstreffen zum Beginn eines neuen Jahres. Er wird immer als würdiger Rahmen für besondere Ehrungen, etwa der Vergabe des Familienpreises (Bericht folgt) verstanden. Stadtpfarrer Georg Flierl nutzte die Gelegenheit, um den neuen hauptamtlichen Geschäftsführer des Elisabethenvereins, Rainer Schmid, vorzustellen, der zum Jahresbeginn seine Arbeit aufgenommen hat. Seinen Dank richtete er an die Stadt Tirschenreuth, die seit 2008 ein Förderprogramm für junge Familien aufgelegt und bereits rund 400 000 Euro ausgezahlt hat. Auch die neuesten Bemühungen der Stadt, den Titel einer "Fairtrade-Town" zu bekommen, lobte er ausdrücklich. Stadt- und Pfarrgemeinderätin Doris Schön habe dies initiiert. Selbst beim Neujahrsempfang würden Fairtrade-Produkte gereicht. Mit dieser wichtigen Aktion, so Flierl, solle der Blick in die Welt zu weniger begünstigten Menschen gerichtet werden.

Präses Pater Martin Neuhauser wies in seinen Grußworten auf das 100-jährige Bestehen der Steyler Patres in Tirschenreuth hin. Zum Jubiläumstermin am 8. Oktober 2017 habe Weihbischof Pappenberger sein Kommen zugesagt. Bürgermeister Franz Stahl bedankte sich insbesondere bei Stadtpfarrer Georg Flierl für die gute Zusammenarbeit zwischen Kirche und Stadt. In Tirschenreuth gebe es viele Vereine, inbegriffen natürlich die kirchlichen Vereine, die allesamt eine enorme Bandbreite an Interessen vertreten würden.

Gutes Miteinander

Deshalb sieht Stahl die Stadt für künftige, auch schwierige Aufgaben gut gerüstet. Im Rückblick betonte er besonders die Unterstützung bei der Betreuung von Asylbewerbern, ohne die diese Aufgabe nicht zu bewältigen gewesen wäre. "Wir haben eine gute Bürgergesellschaft und ein sehr gutes Miteinander, das auch mutige Entscheidungen zulässt", betonte der Bürgermeister.

Einen Blick zurück warf auch stellvertretender Landrat Dr. Alfred Scheidler. Zu den positiven Ereignissen 2016 zählte er das 100-jährige Jubiläum des Elisabethenvereins sowie die gelebte Integration bei den Asylbewerbern. Oberstudiendirektor Georg Hecht vom Stiftland-Gymnasium übernahm stellvertretend für alle heimischen Schulen die Grußworte. Er nahm Bezug auf Jugendstudien aus 2015/2016, nach denen die überwiegende Mehrheit der Jugendlichen sich für bunte Vielfalt und offene Kultur stark mache. Vor allem gehe es den Jugendlichen um Freiheit und Toleranz. Werte wie Hilfsbereitschaft und Nächstenliebe seien für sie enorm wichtig. Allerdings gebe es auch eine andere Seite. "Wer den emotionalen und finanziellen Rückhalt der Familie nicht hat, bleibt schon als junger Mensch abgeschlagen hinter den anderen zurück." Deshalb sei es vordringlichste Aufgabe, sich um diese Jugendlichen zu kümmern. Auch die Kirche sei hier gefordert. "Und "Kirche sind wir alle", unterstrich Hecht.
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