11.03.2018 - 20:00 Uhr
Tirschenreuth

Pater Norbert Gaida erhält neues Betätigungsfeld in St. Wendel/Saarland Den Menschen Trost zusprechen

Schon seit dem 1. September 2007 ist Pater Norbert Gaida Krankenhausseelsorger im Kreiskrankenhaus Tirschenreuth. Unzählige Menschen unterschiedlicher Religion und Glaubensrichtung hat er seitdem am Krankenbett besucht, ihnen Trost zugesprochen oder die Krankensalbung gespendet, aber auch im Sterben begleitet.

Pater Norbert Gaida ist künftig in St. Wendel im Saarland tätig.
von Autor FIWProfil

Nicht selten wird er auch nachts gerufen, um Sterbenden beizustehen. Pater Gaida kennt die unterschiedlichsten Schicksale der Menschen, ihre seelischen Nöte oder ihr körperliches Elend. Er widmet sich dem Krankendienst mit Überzeugung und Engagement im Bewusstsein, dass der Mensch letztendlich Gesundheit an Leib und Seele sucht. Jetzt erhält Pater Norbert Gaida ein neues Betätigungsfeld in St. Wendel/Saarland. Im Marienkrankenhaus übernimmt er ebenfalls die Seelsorge. Er wird zum 15. März 2018 dorthin versetzt. Gaida wurde am 21. März 1962 in Toszek (Tost) in Oberschlesien geboren und machte nach einer Ausbildung als Elektriker einen Abschluss im Fach Technik-Energetik (Starkstromelektrik). Aber seine wirkliche berufliche Neigung führte ihn in eine ganz andere Richtung: 1984 trat er bei den Steyler Missionaren ein und absolvierte sein Noviziat in Chludowo (Truppenfeld).

Kaplan in Garba Tula

Nach Ablegung seiner ersten Ordensgelübde in Nysa (Neiße) folgte das Studium der Philosophie. Theologie studierte er in Pieniezno (Mehlsack) in Nordpolen, wo er am 20. April 1991 zum Priester geweiht wurde. Schon vor der Priesterweihe erhielt er die Missionsbestimmung für Kenia, musste aber zuvor zur Einführung in den priesterlichen Dienst noch eine zweijährige Kaplanzeit in Nord-Polen absolvieren. Nach einem Englisch-Sprachstudium in Liverpool kam er 1994 nach Kenia und arbeitete zunächst als Kaplan in Garba Tula, einem schwierigen Steppengebiet in der Nähe der somalischen Grenze, und dann als Pfarrer in Nairobi. 1999 optierte er für eine Arbeit in Deutschland und kehrte nach Europa zurück. Dazu musste er aber, da er nur in der polnischen Sprache aufgewachsen war, erst Deutsch lernen. Seine Eltern waren schon gestorben und einige seiner Geschwister inzwischen nach Deutschland umgezogen. Zunächst wurde er Kaplan in Goch, Hamm-Hessen und Rees. Nach dem Pfarrerexamen 2004 übernahm er die Krankenhausseelsorge im Malteser-Krankenhaus in Köln und absolvierte 2005 den KSA-Kurs für Krankenhausseelsorge.

Heute Verabschiedung

Aus Anlass seiner Versetzung findet am heutigen Montag um 18.30 Uhr ein Gottesdienst in der Krankenhauskapelle statt. Im Anschluss daran wird Pater Gaida verabschiedet.

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