18.02.2018 - 16:12 Uhr
Tirschenreuth

Pfarrer Benno Gerstner erinnert sich bei Wallfahrt an Treffen mit Schwester Lucia Eindrucksvolle Begegnung

Pfarrer Benno Gerstner ist ein bekanntes Gesicht bei der Wallfahrt. Jetzt durfte er als Hauptzelebrant an seine Begegnung mit Schwester Lucia, der letzten lebenden Seherin von Fatima, erinnern.

Pfarrer Benno Gerstner war Hauptzelebrant bei der Messe zur 370. Wallfahrt für die Kirche. Von links: Stadtpfarrer Georg Flierl, Pfarrer Norbert Götz aus Waldthurn, Pfarrer Benno Gerstner aus Lichtenthal, Pater Klaus Kniffki von St. Peter und Pfarrer Martin Neumaier aus Premenreuth. Bild: wür
von Autor WÜRProfil

Pfarrer Benno Gerstner kommt seit 33 Jahren in die Kreisstadt. Immer wieder war der Geistliche Konzelebrant bei der Fatimawallfahrt. Zur 370. Wallfahrt durfte Stadtpfarrer Georg Flierl den Gast zum ersten Mal als Hauptzelebranten und Prediger begrüßen. Die Eindrücke von der Tirschenreuther Wallfahrt hatten Gerstner veranlasst, in seiner ehemaligen Pfarrei Lautenbach ebenfalls die Feier der Fatimatage einzuführen, die sich bis heute großer Beliebtheit erfreut.

In seiner Predigt bekannte sich Benno Gerstner als Verehrer der Muttergottes. So berichtete er, dass er bereits dreimal nach Fatima reiste. Bei diesen Wallfahrten habe er Großartiges erlebt, wie am 13. Mai 2000. An diesem Tag sprach Papst Johannes Paul II. die beiden im Kindesalter verstorbenen Hirten- und Seherkinder Jacinta und Francisco Marto in Fatima selig. "Das Erlebnis der Seligsprechung war überwältigend. Rund 1,5 Millionen Pilger waren vor Ort, über 1500 Priester, dazu etliche Kardinäle und Bischöfe und natürlich Papst Johannes Paul II.", erinnerte Gerstner. Eine große Freude war für den Prediger die Tatsache, dass die noch letzte lebende Seherin von Fatima, Schwester Lucia, an der großen Seligsprechungszeremonie teilnahm. "Schwester Lucia war damals bereits 93 Jahre alt. Oben am Freialtar saß die letzte Zeugin der Erscheinungen von Fatima: Die Frau, welche als Kind die Gottesmutter sehen und mit ihr sprechen durfte." Da kam ihm der Gedanke, dass er dieser Frau, Schwester Lucia, unbedingt persönlich begegnen möchte. Ihm schien es angesichts der riesigen Sicherheitsvorkehrungen um Papst Johannes Paul II. sowie der unglaublichen Menschenmenge als ein Ding der Unmöglichkeit. "Bei Gott ist nichts unmöglich", so Gerstner.

Nachdem Papst Johannes Paul II. den Freialtar vor der Basilika verlassen hatte, lösten sich die Sicherheitsvorkehrungen und die Menschenmenge sozusagen in Luft auf. Nur Schwester Lucia saß noch auf ihrem Platz. So stieg Pfarrer Gerstner die Stufen vom Freialtar hinauf in ihre Richtung. Eine kleine Gruppe bildeten einen Kreis um die letzte lebende Seherin von Fatima. Schwester Lucia nahm vertrauensvoll die Hand von Pfarrer Gerstner und er durfte sie in Richtung Basilika führen. Noch heute spüre er diese zarte und zerbrechliche Hand der 93-jährigen Seherin, die sich von ihm führen ließ, aber letztlich ihn geführt habe und ihm ohne Worte die eindringliche Bitte mit auf den Lebensweg gab, die lebensnotwendige Botschaft von Fatima nicht zu vergessen: "Betet täglich den Rosenkranz um die Beendigung der Kriege, die Bekehrung der Sünder und den Frieden in der Welt!"

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