08.03.2018 - 16:32 Uhr
Tirschenreuth

Planspiel "Wie entsteht ein Gesetz?" an der Mittelschule Schule wird zum Bundestag

Gesucht, geduldet, ausgegrenzt? Das trifft auf Migranten auf dem deutschen Arbeitsmarkt zu. Bei einem Planspiel sollten die Schüler der 10. Klasse ein Gesetz erstellen.

"Wie entsteht ein Gesetz" lautete der Titel des Planspiels, das der Jugendrat der Stadt für die 10. Klassen der Mittelschule organisiert hatte. Dabei mussten die jungen Leute auch in die Rolle der Regierung schlüpfen. Bild: exb
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Tobias Weiß vom Jugendrat der Stadt Tirschenreuth hatte das Planspiel "Wie entsteht ein Gesetz?" mit den 10. Klassen der Mittelschule organisiert. Durchgeführt wurde es von der Organisation Valentum aus Regensburg, die Planspiele mit Schülern oder Studenten veranstaltet. Zuerst mussten die Vertreter der einzelnen Länder für den Bundesrat und die Vertreter der Parteien für den Bundestag bestimmt werden. Dann beriet die Bundesregierung über das neue Gesetz.

Die Wahl des Bundeskanzlers fiel etwas schneller als in Wirklichkeit aus. Vertreter der Presse sammelten beim Planspiel dann Informationen für die folgende Pressekonferenz. Die Journalistin befragte die Mitglieder des Bundestags nach dem neuesten Stand. Die Parteien bereiteten sich inzwischen auf die Diskussion vor und formulierten ihre Argumente. Dabei standen die Mitglieder der AfD den Argumenten der anderen Parteien kritisch gegenüber. Das Präsidium des Bundesrats hört sich die unterschiedlichen Meinungen aller Bundesländer an. Und die Lobbyisten versuchten die Interessen ihrer Verbände durchzusetzen. Über den von der Bundesregierung erstellten Gesetzesentwurf wurde dann im Bundestag beraten.

Auch im gespielten Bundesrat wurden Änderungsvorschläge der Bundesländer für das entworfene Gesetz entgegengenommen. Die Vertreter des Bundesrats formulieren die Gesetze nach ihren Vorstellungen um. Sechs Schulstunden Arbeit investierten die Schüler in dieses Projekt und erkannten, so ein Politiker muss schon Ausdauer und Geduld haben. Er muss auch die Meinungen anderer akzeptieren und versuchen, zu einer Lösung zu kommen - keine leichte Aufgabe bei so vielen kontroversen Interessen.

Um viel politische Erfahrung reicher bedankte sich die Schülersprecherin Lara Bombrowski bei den Spielleitern Frau Arweck und Frau Seitz. Tobias Weiß vom Jugendrat stellte noch kurz diese Einrichtung der Stadt vor. "Es ist schon toll", meinte er, "wenn du durch Tirschenreuth gehst und Plätze oder Einrichtungen siehst, die durch deine Initiative entstanden sind." So ermunterte er auch die Schüler, sich im Jugendrat zu engagieren.

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