Politiker besuchen Polizeiinspektion Tirschenreuth
Mit Streifenwagen über die Grenze

Bei den Weihnachtsbesuchen der CSU-Politiker durfte die Polizeiinspektion in der Kreisstadt nicht fehlen. Dabei statteten die Gäste natürlich ihren Dank für die Arbeit der Beamten ab. Im Bild (von links): Landtagsabgeordneter Tobias Reiß, Kreisrätin Angela Burger, Bundestagsabgeordneter Reiner Meier, Plößbergs Bürgermeister Lothar Müller, Bundestagsabgeordneter Albert Rupprecht, Tirschenreuths Bürgermeister Franz Stahl, Stellvertreter PI-Leiter Hermann Weiß, PI-Chef Werner Schönfelder und Stellvertretender
Vermischtes
Tirschenreuth
22.12.2016
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Ein bisschen "Weihnachtsfrieden" erleben die Politiker aus der Region bei ihrem Besuch bei der Kreisstadt-Polizei. Denn der PI-Chef gibt den Gästen keine schwere Brocken mit auf den Weg. Und verhaftet hat Werner Schönfelder auch keinen.

Denn Sicherheitslage und auch Personalsituation machen dem ersten Polizeihauptkommissar Werner Schönfelder keine allzu großen Sorgen. Freilich sind beide nicht optimal, doch gerade bei der Besetzung der Inspektion hofft Schönfelder auf Besserung. Für die 2000 neuen Stellen bei der Polizei im Freistaat wollte sich der PI-Chef deshalb auch bei Landtagsabgeordneten Tobias Reiß bedanken. Nachdem die Ausbildung der neuen Kräfte noch gut drei Jahre dauert, wird die Aufstockung der 31-Personen starken Inspektion absehbar sein.

Weniger Straftaten

An seine Gäste richtete Schönfelder deshalb einen wohlwollenden Dank, nachdem die Sorgen der Polizei von den Entscheidungsträgern nicht nur gehört, sondern auch aufgegriffen werden. "Ich bin zuversichtlich, dass sich die Situation bei den kleineren Inspektionen mittelfristig entspannen wird", beurteilte Schönfelder die Personallage. Mit Blick auf die Straftaten wusste der PI-Chef von einem weiteren Rückgang bei den Diebstählen oder im Bereich der Körperverletzung. Aktuell versuche die Polizei durch verstärkte Streifentätigkeit auch den Dämmerungseinbrüchen zu begegnen. Zum Thema Reichsbürger bestätigte Schönfelder, dass auch in der Region einige bekannt seien.

Wiesaus Bürgermeister Toni Dutz bestätigte, wie wichtig die Polizeipräsenz vor Ort sei, gerade für das Sicherheitgefühl der Menschen. Hier leiste der Kontaktbeamte wertvolle Dienste. Dutz appellierte, dass dieses Angebot fortgeführt werden müsste. Franz Stahl, Oberhaupt der Kreisstadt, bestätigte die Bedeutung des "emotionalen Sicherheitsgefühls". Stahl erinnerte dabei an die beiden Polizeibeamten, die beim zurückliegenden Weihnachtsmarkt als Streife unterwegs waren. Die Besucher hatten die Präsenz der Polizei durchwegs begrüßt. Dabei sei auch gerne die Möglichkeit genutzt worden, mit den Beamten ins Gespräch zu kommen. Zur Lage an der Grenze berichtete Schönfelder von einer sehr guten Zusammenarbeit mit den Kollegen in Tschechien.

Gemeinsame Kontrollen

Durch den Bayerisch-tschechischen Polizeivertrag sei es aktuell möglich, dass Streifen die Verfolgung auch ins Nachbarland fortsetzen dürften, ohne dafür eine spezielle Genehmigung einholen zu müssen. Zudem würden gemeinsam Verkehrs- und Sicherheitskontrollen durchgeführt. Und trotz der besonderen Lage an der Nahtstelle der beiden Länder wusste der PI-Chef von keiner Zunahme bei der Schwerkriminalität. Den Gästen traten die Mitarbeiter der Polizeiinspektion noch in den gewohnten grünen Uniformen gegenüber. Eine Umstellung auf blaue Dienstkleidung werde erst Ende kommenden Jahres erfolgen, so PI-Chef Schönfelder.
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