Rampe von der Regensburger Straße zur Lehnerstraße
Treppe kein Hindernis mehr

Mit der Sanierung des Anwesens an der Hochwart-/Lehnerstraße ergibt sich auch für die Fußgänger eine Verbesserung. So kann die Stadt einen Teil des Gartens hin zur Regensburger Straße kaufen und dort eine Rampe als Verbindung zur Lehnerstraße bauen. Dort, wo jetzt rechts neben der Treppe die Betonmauer ist, wird der Gehsteig verbreitet. Dann führt die Rampe u-förmig zuerst nach rechts und wieder zurück zur Lehnerstraße. Bild: Schirmer
Vermischtes
Tirschenreuth
02.04.2018
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"Schmuckstücke" sind nicht nur schillernde Preziosen. Auch alte Häuser können nach liebevoller Sanierung im Stadtbild wieder glänzen. Als "Nebeneffekt" ergibt sich an der Lehnerstraße auch eine Verbesserung für die Fußgänger.

Bis das Wohnquartier an der Ecke Hochwart-/Lehnerstraße Realität ist, wird aber noch einige Zeit vergehen. Aktuell kann Bauingenieur Ferdinand Lehner nur mit dem großen Plan eine Vorstellung von dem neuen "Schmuckstück" vermitteln. Über Jahre hat das Gebäude ein eher desolates Bild abgegeben. Eine Sanierung ist auch nur durch eine entsprechende Förderung aus verschiedenen "Töpfen" möglich geworden (eigener Bericht).

Zu den markanten Änderungen im Zuge des Vorhabens wird vor allem eine Ergänzung bei der Treppenanlage von der Lehnerstraße zur Regensburger Straße gehören. Denn durch die Geländeneigung war bei der Neuanlage eine Rampe nicht realisierbar. Bei der Sanierung seines Anwesens wird Lehner im unteren Teil des Grundstücks einen Teil an die Stadt abgeben. Dort soll dann neben der Treppe eine u-förmige Rampe entstehen, die endlich auch für Mütter mit Kinderwagen eine bequeme und einfache Verbindung ermöglicht. Bei der Anlage der Rampe (Lauflänge 28 Meter) wird zudem der Gehsteig in diesem Bereich aufgeweitet. Mit der Sanierung des Anwesens an der Hochwart-/Lehnerstraße schafft der Hausbesitzer in dem Gebäude im unteren Bereich eine attraktive Wohnsituation. Nach oben hin schließt sich ein Innenhof als offene Verbindung zum Hauptgebäude an, in dem im Erdgeschoss und 1. Stock zwei Wohnungen entstehen werden. Dabei wird die Wohnung im Erdgeschoss barrierefrei ausgeführt.

Für Bürgermeister Franz Stahl stellt das Vorhaben eine weitere Aufwertung der Innenstadt dar, zumal es an der Achse zum Fischhofpark liegt. Freilich weiß das Stadtoberhaupt auch um die großen Herausforderungen bei der Sanierung von alten Anwesen. Nur durch die Unterstützung mit öffentlichen Mitteln könnten sich die Projekte "rechnen". Neben den staatlichen Programm verweist der Bürgermeister auch auf die Leistungen der Kommune. Und Tirschenreuth hätte jetzt beschlossen, die eigene Förderung für Teilsanierungen zu verdoppeln. Seit 1993 würden Teilsanierungen mit einem 5-Punkte-Programm mit bis zu 25 000 Zuschuss gefördert. Künftig können dies bis zu 50 000 Euro sein. Und dieses Geld müsste nicht zurückgezahlt werden. "Wir wollen damit den Mehraufwand abfedern", begründet Stahl die Initiative. Ein Angebot, das gerne aufgegriffen wird. In den vergangenen 25 Jahren hat die Stadt an die Bauherrn im Sanierungsgebiet im Ortskern rund 6,7 Millionen Euro ausgezahlt. Als markante Beispiele, die vom Kommunalen Förderprogramm der Stadt profitiert haben verwies Stahl etwa auf die Zoiglwirtschaft "Boderfuchs" oder die Eisdiele "La Strada".

FörderungBei der Sanierung von Wohngebäuden im Altstadtbereich (Sanierungsgebiet) werden eine Reihe von staatlichen Hilfen geboten. So bietet die das klassische Programm Stadtumbau West zu den "förderfähigen Kosten", die natürlich nicht gleich den Baukosten sind, einen Zuschuss von bis zu 90 Prozent. Der bedingt allerdings eine Beteiligung der Stadt. Nur wenn die Kommune ihren Teil (40 Prozent) beisteuern kann, ist auch der Staat spendabel. Durch die "Leerstandsoffensivie" kann der Fördersatz der Regierung sogar auf 80 Prozent steigen und so den Stadtanteil mindern. Bei einer Gesamtsanierung kann auch der Abbruch von Nebengebäuden komplett übernommen werden.

Geld gibt es bei Sanierungen im Altstadtbereich auch durch das eigen Förderprogramm der Stadt. Hier werden etwa Instandsetzung von Fenster und Türen, Modernisierung oder die Behebung von baulichen Mängeln unterstützt. Bislang lag der Höchstsatz bei 25 000 Euro. Er soll aber jetzt verdoppelt werden. (ws)
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