04.05.2018 - 20:00 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Richtfest des neuen Feuerwehrhauses Münzen und Zeitungen im Grundstein

54 Jahre liegt die Einweihung des alten Gerätehauses zurück. Damals kostet das Gebäude 300 000 Mark. Bei der Grundsteinlegung für das neue Feuerwehrhaus wusste Bürgermeister Franz Stahl von einer leichten Teuerung - auf rund 5,2 Millionen Euro.

Viele Gäste waren am Freitag bei der Grundsteinlegung und Hebfeier des neuen Feuerwehrgerätehauses dabei. Über dem Flachdach schwebte die Richtkrone. Bild: Schirmer
von Werner Schirmer Kontakt Profil

Architekt Peter Brückner freute sich, dass mit Richtfest und auch Grundsteinlegung eine alte Tradition gepflegt wird. In die Kassette aus Kupferblech durften er und Bürgermeister Stahl Münzen, Pläne, Zeitungen und eine Urkunde als zeitgeschichtliche Dokumente packen. Durch die Ehrengäste wurde der Behälter dann in den Boden des neuen Gebäudes gemauert.

Unter den vielen Gästen war vor allem der Delegation der Tirschenreuther Wehr die Vorfreude auf das neue Heim anzusehen. Vorsitzender Markus Mayer und Kommandant Matthias Haulena als neue Spitze dürfen mit ihrer Mannschaft 2019 in ein modernes und funktionales Bauwerk einziehen. Beim Richtfest am Freitag begründete Bürgermeister Stahl die Investition in den Neubau an der Mitterteicher Straße als wirtschaftlichste Lösung. Zudem sei der Neubau auch Zeichen der Wertschätzung für die großartige Leistung der ehrenamtlichen Helfer, die gerade für den Schutz der Bürger eintreten. "24 Stunden täglich, 365 Tage im Jahr"!

Eine Sanierung des alten Gebäudes war laut Stahl zu aufwendig. Außerdem stelle sich die Lage in der Innenstadt eher problematisch dar. Bei einer künftigen Verwendung des Geländes hatte Stahl noch keinen konkreten Plan, wohl aber "charmante Lösungsansätze".

Der Neubau biete nicht nur optimale Möglichkeiten für die Feuerwehr. Vorteile gebe es auch bei einer späteren Umsetzung des Bauhofes, der im Anschluss Platz finden könnte. Zudem sei das neue Feuerwehrhaus ein markanter städtebaulicher Akzent am nördlichen Zugang zum Ort. "Es ist mehr als nur ein Feuerwehrhaus", beschrieb Stahl die gelungene Planung. Bis zur Einweihung in einem Jahr wird die Stadt rund 5,2 Millionen Euro einsetzen, nur 860 000 Euro gibt es als Förderung. Das neue Feuerwehrhaus zählt Stahl zu den größten und bedeutendsten Infrastrukturmaßnahmen in der Geschichte der Stadt.

Für die Planung des Feuerwehrhauses ist das renommierte Büro Brückner & Brückner zuständig. Architekt Peter Brückner erinnerte an den Spatenstich vor einem Jahr. Viel Zeit hätte die aufwendige Gründung mit der umfassenden Infrastruktur erfordert. Jetzt wachse das Gebäude schnell in die Höhe und soll bis Ende des Jahres fertig werden. Dann könnte der Innenausbau erfolgen und die Feuerwehr in Ruhe umziehen. In einem Jahr soll dann die offizielle Einweihung stattfinden. Polier Andreas Fütterer von der Baufirma Bauer war dann für den Richtspruch zuständig. "Gemeinschaftsgeist strahlt von hier aus, die Feuerwehr ist hoch geehrt", wusste Bauer und dankte allen, die an diesem Werk mitwirken.

30 Meter hoher Turm

Das neue Feuerwehrhaus an der Ausfallstraße Richtung Mitterteich steht auf einem 6500 Quadratmeter großem Areal, das der Stadt gehört. Auf dem Gelände finden sich 37 Parkplätze. Das Gerätehaus verfügt über eine Halle mit zehn Stellplätzen für Einsatzfahrzeuge, Nebenräume sowie einen rund 30 Meter hohen Übungsturm mit vier Ebenen sowie 126 Treppenstufen. (ws)

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