30.06.2017 - 20:00 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Sanierung und Erweiterung am Krankenhaus Tirschenreuth Bekenntnis zum Standort

Der Grundstein ist gelegt. Die Maschinen rollen. Die Maßnahme dauert bis 2021. In die Erweiterung und Modernisierung der Notaufnahme, der OP- und der Endoskopieabteilung des Krankenhauses Tirschenreuth investiert die Kliniken Nordoberpfalz AG etwa 26 Millionen Euro .

Alles im Lot im Krankenhaus Tirschenreuth. Nach der Grundsteinlegung vergewisserte sich Staatsministerin Melanie Huml (Mitte), dass der erste Stein auch wirklich in der Waage ist.
von Norbert Grüner Kontakt Profil

"Sie werden in den kommenden Jahren mit dieser Baustelle leben und gleichzeitig eine qualitativ hochwertige Patientenversorgung gewährleisten müssen." So stimmte der Vorstand der Kliniken Nordoberpfalz AG, Josef Götz, die Mitarbeiter auf die kommenden Jahre ein. "Da wird einiges auf Sie zukommen, aber Investitionen sichern die Zukunft", ergänzte er. Die Maßnahme ist in sieben Bauphasen unterteilt. Das ist notwendig, weil alles während des laufenden Betriebs passiert.

Gut angelegtes Geld

Zur Grundsteinlegung am Donnerstag war Gesundheitsministerin Melanie Huml angereist. Sie sprach davon, dass die Modernisierung der Notaufnahme und der OP-Abteilung den aktuellen Gegebenheiten geschuldet seien. Beides seien wichtige Bereiche, in denen die ganz hohen hygienischen Anforderungen umgesetzt werden müssten. Doch nicht nur in die Hülle des Gebäudes und in die spätere Versorgung werde investiert, sondern auch in die Optimierung der Arbeitsplätze der Menschen. Die knapp 21 Millionen Euro, mit denen der Freistaat die Maßnahmen am Tirschenreuther Haus fördere, seien so gesehen gut angelegtes Geld.

Landrat und Aufsichtsratsvorsitzender der Kliniken Nordoberpfalz AG, Wolfgang Lippert, ist überzeugt, dass mit den Baumaßnahmen der Klinikverbund eine strategisch weitreichende Entscheidung getroffen habe. Dies sei ein Bekenntnis zum Standort Tirschenreuth mit seinen 165 stationären Betten. Knapp 15 000 Patienten seien im letzten Jahr stationär und ambulant behandelt worden. Aktuell stünden über 300 Mitarbeiter zur Verfügung. "In den vergangenen Jahren konnten die Fallzahlen kontinuierlich gesteigert und mit der Etablierung der Klinik für spezielle Chirurgie und Endoprothetik wurde ein hochspezialisiertes Leistungsspektrum mit überregionalem Einzugsgebiet dazugewonnen."

Besonderheit

Der Standort könne ein Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung vorweisen. Eine Besonderheit, auf die man stolz sein können, da die hohen Voraussetzungen dafür in der Regel nur Maximalversorger und Universitätskliniken erfüllten. Vor der Grundsteinlegung und der Segnung der Baustelle durch den "Krankenhausgeistlichen" Pater Norbert Gaida ging der Vorstand näher auf die Baumaßnahmen ein. Demnach erhält die Endoskopie-Abteilung zwei neue Räume mit moderner Endoskopaufbereitung, was einen hygienisch einwandfreien Ablauf gewährleistet. Dazu kommen zwei weitere Behandlungsräume und ein Wartebereich.

Schock- und Gipsraum

Die Notaufnahme wird mit einem neuen Gebäude vergrößert. Nach Fertigstellung erfolgt die Annahme der Patienten im Schwesternstützpunkt, der Anlaufstelle mit Wartebereich. In der Abklärungseinheit, wird entschieden, wo der Patient letztendlich aufgenommen wird. Dazu kommen drei Behandlungsräume, getrennt nach hygienischen Richtlinien. Es entstehen Behandlungsräume in der Nähe des Labors und der Röntgenabteilung. In zwei weiteren Behandlungszimmern mit Schleusungsmöglichkeiten können schnell infektiöse Patienten isoliert werden. Daneben entsteht noch ein Schock- und ein Gipsraum.

Nach dem Um- und Anbau ist die Notaufnahme medizinisch und hygienisch optimal angelegt, genauso wie der OP-Bereich im ersten Obergeschoss. Dort entstehen zwei aseptische OP-Säle und ein septischer Operationssaal mit Schleusungsmöglichkeit in einen der septischen Säle. "Das ist hygienisch gesehen höchster Standard und gibt einer Verschleppung von Keimen keine Chance", sagt der Vorstand, der von einem OP-Trakt modernster Stufe schwärmt."

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Nachrichten per WhatsApp