Stiftland-Gymnasium
Jeweils Notenschnitt 1.1: Pauline Fenzl und Daniel Pöhlmann – 103 Abiturienten – Abiturfeier des Stiftlandgymnasiums

Landrat Wolfgang Lippert (links), Oberstudiendirektor Georg Hecht (rechts) und Oberstufenkoordinator Wolfram Strehl (Zweiter von rechts) gratulierten den besten Abiturienten des Stiftland-Gymnasiums. Von links Pauline Fenzl, Regina Kraus, Rebecca Gürster, Lilly Melzer, Lea Bracke und Daniel Pöhlmann und Oberstudiendirektor Georg Hecht. Bilder: kro (2)
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Tirschenreuth
02.07.2017
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Sie wurden für eine herausragende Seminararbeit geehrt. Von links Christina Kien, Lukas Bachmeier, Franziska Gmeiner, Celine Gutsch und Rebecca Gürster. Rechts Elternbeiratsvorsitzender Martin Weiß.

Mit dem Abitur stehen den Entlassschülern des Stiftland-Gymnasiums nun viele Türen weit offen. Und wer weiß, vielleicht wird einer der Schulabgänger auch später mal Tirschenreuther Landrat, so wie der Kemnather Wolfgang Lippert, der vor 40 Jahren an der Schule das Abi abgelegt hat.

(kro) Fünf junge Damen und ein junger Herr haben am Stiftland-Gymnasium die Abiturprüfung mit einem Notenschnitt von 1,4 oder besser abgeschlossen. Jeweils mit 1,1 schafften Pauline Fenzl und Daniel Pöhlmann das Abitur. Mit einem Notenschnitt von 1,2 folgten Lea Bracke , Rebecca Gürster und Lilly Melzer vor Regina Kraus , die einen Schnitt von 1,4 schaffte.

Insgesamt gab es in diesem Jahr 103 Abiturienten (60 junge Damen und 43 Herren). 27 Prozent erzielten einen Notenschnitt von 2,0 oder besser. Die jungen Damen waren im Vergleich zu den Jungs im Schnitt wieder einmal deutlich besser. Dieser Unterschied, so Schulleiter Georg Hecht, sei nach der Einführung des achtjährigen Gymnasiums sogar noch größer geworden.

Letzten aus Containerdorf

Schulleiter Hecht freute sich über einen voll besetzten Mehrzweckraum und wies darauf hin, dass die diesjährigen Abiturienten die letzten waren, die wegen der Sanierung der Schule im Containerdorf unterrichtet worden waren. Das Abiturzeugnis werde ihnen viele Türen öffnen, es gebe scheinbar sichere Zukunftsperspektiven. "Mit diesem Zeugnis erhalten die Schüler ein Stück Freiheit, Freiheit für einen Studiengang oder einen Beruf." Der Landkreis unternehme alles, um auch in unserer Gegend eine größere Studien- und Berufswahl zu bieten. Der Schulleiter verwies auf das duale Studium im Bereich Maschinenbau oder Informatik in Wiesau oder den Bachelorstudiengang "Soziale Arbeit" in Tirschenreuth. Hecht philosophierte abschließend über das menschliche Glück. Gerade die Forderung nach einem ethisch-moralisch begründeten Handeln sei in unserer von Egoismus und Entsolidarisierung geprägten Zeit von besonderer Wichtigkeit.

Völlig losgelöst

Landrat Lippert verwies darauf, dass er vor 40 Jahren selbst am Stiftland-Gymnasium das Abitur abgelegt habe. Damals wie heute bedeute das Abitur Freiheit, ja man fühle sich losgelöst. Vergessen sei all die Paukerei und Quälerei für Deutschlands höchsten Abschluss. Mit dem Abitur hätten die Schüler nun optimale Startbedingungen, zumal die Wirtschaft überall boome. Lippert ermunterte die jungen Leute auch zu Auslandsaufenthalten, "denn dann sehen Sie Ihre Heimat in einem anderen Blickwinkel". Er erkenne, dass viele junge Menschen später zurück in ihre Heimat wollten. Lipperts Appell: "Finden Sie die richtige Mischung aus Neugierde und Vorsicht, aus Eigensinn und Anpassung. Dieses Land braucht jeden Einzelnen von Ihnen in der Zukunft."

Elternbeiratsvorsitzender Martin Weiß meinte, dass mit dem Reifezeugnis die Abiturienten die bestmögliche Ausbildung hätten. Sie bräuchten vor der Zukunft keine Angst zu haben, "deshalb machen Sie das Beste draus". Im Namen der Schüler zogen Katharina Zant und Fabio Seuz ein Resümee. Erfreut konstatierten sie, dass in der heißen Phase der Zusammenhalt sehr groß gewesen sei. Allen Lehren, vor allem Oberstudienkoordinator "Papa" Wolfram Strehl, und den Eltern dankten sie für die Unterstützung.

Neun Abiturienten hatten eine Notenschnitt von 1,5 oder besser. Sie erhielten ein Online-Stipendium von e-fellows. Rebecca Gürster bekam für sehr gute Leistungen in der Mathematik die Mitgliedschaft und einen Buchpreis der deutschen Mathematikervereinigung. Jeweils einen Buchpreis erhielten Lukas Bachmeier und Simon Härtl .

Für sehr gute Leistungen in der Physik wurden Lukas Bachmeier und Simon Härtl in die Deutsche Physikalische Gesellschaft aufgenommen. Die Goldene Ehrennadel des Deutschen Altphilologenverbanders erhielt Frederick Slany als Dankeschön für seine sehr guten Leistungen in Latein. (kro)

Herausragende SeminararbeitenFür eine herausragende Seminarbeit zeichnete der Elternbeirat fünf Abiturienten aus. Geehrt wurden Lukas Bachmeier (Widerstandsverringerung durch den Riblet-Effekt), Franziska Gmeiner (Hurrikane an der Nordostküste der USA), Rebecca Gürster (Stabilität des Knochengewebes und Anwendung in der Technik), Celine Gutsch (Geschichte, Ideal und Wirklichkeit der olympischen Idee) und Christina Kien (Opfer und Täter des Klimawandels im asiatischen Raum).
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