Tirschenreuth übergibt in München Bewerbung für Gartenschau 2022
Mit Inseln und Themengärten

Am Mittwoch übergab Bürgermeister Franz Stahl die Bewerbung für die "Natur in Tirschenreuth 2022" an Dagmar Voß (rechts), die Vertreterin der Gesellschaft zur Förderung der bayerischen Landesgartenschauen. Mit im Bild ist Landschaftsarchitektin Elisa Scheibl vom Architekturbüro NRT
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Tirschenreuth
13.01.2017
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Jetzt ist es amtlich: Am Mittwoch gab Bürgermeister Franz Stahl die offizielle Bewerbung für die Gartenschau 2022 in München ab. Aktuell gibt es nur Freyung als Mitbewerber.

Im Gepäck hatte das Stadtoberhaupt natürlich nicht nur einen "Wunschzettel". Franz Stahl konnte bei der Gesellschaft für die Bayerischen Gartenschauen in München eine beeindruckende Bewerbungsmappe vorlegen.

Der markante Titel lautet "Das 360° Konzept" und gibt damit schon die Idee dieser erneuten Gartenschaubewerbung vor. 2013 hatte Tirschenreuth mit der Neuanlage des Teichs und dem Gelände am Fischhof im Osten des Ortes bereits ein außergewöhnliches Stück "Natur in der Stadt" geschaffen. Und daran will Tirschenreuth anschließen. Rund um die Altstadt entlang der Waldnaab im Süden und dem Mühlbach im Norden soll der Ring um den Ortskern geschlossen werden. Eingebunden in das Konzept ist auch der Stadtpark "Mühlbühl" .

In der Bewerbungsmappe werden dabei recht detailliert die Ideen der Planer für eine "Natur in Tirschenreuth 2022" vorgestellt. In erster Linie geht es darum die Fließgewässer großflächig zu erweitern, zu renaturieren, hydrologisch zu verbessern und mit einem "Wasserring" die historische Lage Tirschenreuths als "Stadt im Wasser" herauszuarbeiten. Kleine Inseln könnten entstehen, eine Sitzstufenanlage, ein Schulgarten oder Aufenthaltsbereiche für die Bewohner des Seniorenzentrums. Damit wäre, wie bereits 2013, die Nutzung nach der Gartenschau ein wichtiger Faktor bei der Stadtentwicklung. 2022 würde Tirschenreuth übrigens wieder eine "Natur in der Stadt" anstreben.

Wohnen am Wasser

In der Bewerbungsmappe werden von den Planern, den NRT Landschaftsarchitekten aus Marzling, natürlich auch die verschiedenen Stationen während der Gartenschau aufgezeigt. So finden sich Themengärten, Gastro-Bereiche, Spielplätze, Bereiche für die Aussteller, Verbände und Vereine oder für ein Areal "Wohnen am Wasser". Beginnen würde das Gartenschaugelände in Höhe der Stiftland-Reha und sich dann bis zum Ende des "Ententeichs" erstrecken. Der zweite Abschnitt erstreckt sich an der Waldnaab beim Großparkplatz bis etwa zum Lengenfelder Weg. Neue Teichflächen oder die renaturierte Waldnaab würden eine Bestandsentwicklung im städtischen Problemgebieten ergeben und eine "unverwechselbare Gartenschau schaffen" verspricht das Konzept. Ein markantes Merkmal könnte dabei der Weg entlang des Wasserrings rund um die Altstadt sein. Dabei könnten die Gäste auch dem Fischhofpark oder dem Mühlbühl einen Besuch abstatten. Bei den Kosten hat die Stadt schon recht konkrete Vorgaben. Ohne Förderung würden sich die geschätzten Kosten auf rund 8 Millionen Euro belaufen. Ein Posten, den Bürgermeister Franz Stahl unaufgeregt beurteilt. So hätte die Stadt in jüngster Zeit die Schulden massiv abgebaut, auch seinen Einnahmen und Prognosen durchaus positiv.
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