19.03.2018 - 16:36 Uhr
Tirschenreuth

Tirschenreuther Bürger putzen wieder ihr Schmuckstück fürs Frühjahr heraus Jetzt wird die Winterkälte weggefegt

Nichts kann den Förderverein aufhalten, selbst wenn es draußen stürmt und schneit. Steht der Frühjahrsputz im Fischhofpark an, sind die Vereinsmitglieder einfach nicht aufzuhalten.

Mit Mistgabeln und Rechen ging es dem Gestrüpp an den Kragen. Am frühen Nachmittag zeigte sich der Park nach dem langen Winter wieder sauber herausgeputzt. Bild: ubb
von Ulla Britta BaumerProfil

Mit Kind und Kegel, und das ist wörtlich gemeint, rückten sie am Samstagnachmittag bei minus drei Grad dem Gestrüpp, den Hecken und Bäumen auf die Pelle. Die Besprechung über die anstehenden Arbeiten und Aktivitäten in den kommenden, hoffentlich wärmeren Monaten fand deshalb im Hotel Seenario statt.

Schlimmeres gewohnt

Vorsitzender Vinzenz Rahn erzählte lachend von den vielen Anrufen am Morgen. Zahlreiche Mitglieder hätten nachgefragt, ob bei dieser Kälte überhaupt ein Außeneinsatz stattfinde. "Uns kann kein Wetter aufhalten. Wir sind Schlimmeres gewohnt", meinte Rahn fröhlich an die recht große Runde gewandt. Immerhin haben sich gut 15 Leute eingefunden zum ersten Arbeitseinsatz des Jahres 2018. Dies sei nun der neunte Einsatz innerhalb von fünf Jahren, verwies der Vorsitzende bewusst auf das "fünfte Jahr" als erstes kleines Jubiläum. Über 400 Einsatzstunden mit etwa 200 Teilnehmern seien bisher geleistet worden, so Rahn weiter. "Natürlich gibt es wie überall einen harten Kern", stellte er die besonders Fleißigen heraus. An den Bürgermeister gewandt meinte der Vorsitzende, der Förderverein sei ein gewaltiges Plus für die Stadt. "Aber Franz Stahl braucht uns nur eine Brotzeit spendieren", gab er sich dem Stadtoberhaupt gönnerhaft.

Berge an Reisig

Dann bekam Ehefrau Rosi von Vinzenz Rahn ein großes, öffentliches Lob. Seine Gattin habe in den vergangenen Tagen viel Vorarbeit geleistet, so dass heute nur Aufräumarbeiten anstünden. Man müsse die Berge an Reisig und Astwerk rund um den See aufgeladen und wegtransportieren. Auf die Frage nach den aktuellen Mitgliederzahlen schwellte dem Vorsitzenden gar ein wenig die Brust. Zu Recht! Der Verein, begonnen vor fünf Jahren mit 150 Mitgliedern zählt heute bereits 450 Köpfe.

Weil's just um Zahlenwerk ging, wollten die Anwesenden die Menge der bisher gepflanzten Blumenzwiebeln ermittelt haben. Nachdem zuerst "unterstapelt" wurde, ergaben die Rechenbeispiele die stolze Zahl von sage und schreibe einer halben Million Blumenzwiebeln. "Und die Hälfe davon haben die Wühlmäuse gefressen", seufzte Vinzenz Rahn über dieses lästige Endlosspiel. Dennoch, jeder Einsatz lohne sich. Das bestätigte Franz Stahl mit einer neuen Meldung der immer noch andauernden Erfolgsstory der "Tirschenreuther Landesgartenschau". Bevor es hinaus ging in den bitterkalten böhmischen Wind zum Arbeitseinsatz, berichtete der Bürgermeister von einem Gartenschaubuch, herausgebracht von der Gartenschau-Fördergesellschaft, in dem der Fischhofpark Tirschenreuth als bestes Beispiel auf einer Doppelseite herausgestellt werde. Die Qualität, die hier geschaffen wurde, sei also beispielgebend, so Stahl. Dies gelte es zu erhalten, deshalb sei die Stadt dem Förderverein sehr dankbar. Denn mit den ehrenamtlichen Einsätzen könne man viel Geld sparen.

Der Bürgermeister wies aber auch darauf hin, dass sich die Stadtverwaltung den Fischhofpark immerhin jährlich 100 000 Euro kosten lasse. Stahl konnte von erfreulichen Neuerungen berichten. Über eine davon freut sich der Förderverein wohl am allermeisten: Für den Fischhofpark ist eine dauerhafte Sanitäranlage bereits fest eingeplant. Im Bereich der Parkplätze des Amtsgerichtes soll außerdem ein Wohnmobilstellplatz eingerichtet werden.

Dauerbeleuchtung

Weiteres Highlight: Die Fischhofbrücke wird bald nicht nur am Lionsclub-Weihnachtsmarkt erstrahlen. Eine Dauerbeleuchtung soll das Tirschenreuther Wahrzeichen auch während des Jahres in romantisches Licht tauchen. Stahl verwies bei diesen Neuerungen auf die Nachhaltigkeit des Fischhofparks für die Bürger der Stadt, was von Anfang an Ziel der Landesgartenschau gewesen sei.

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