11.09.2017 - 16:24 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Toller fünfter Platz für die Tirschenreuther Jugendfeuerwehr Blaue Bahn kostet Sekunden

Als einer der Favoriten waren die Stiftländer angereist. Über ihren fünften Platz waren die Jugendfeuerwehrler als Vertreter des Freistaats dann am Ende schon etwas enttäuscht. Doch Trainer Frank Altenhofen sah es anders.

von Konrad RosnerProfil

"Wir haben eine Top-Leistung abgerufen, ohne Fehler. Wenn andere Mannschaften besser sind, muss man es akzeptieren." Erst nach und nach kam auch beim Tirschenreuther Feuerwehrnachwuchs die Erkenntnis durch, das auch eine fünfter Platz beim Bundeswettbewerb um die Deutsche Meisterschaft bei den Jugendfeuerwehren ein großartiger Erfolg ist. Dementsprechend gefeiert wurden sie auch von den zahlreichen Fans aus der Kreisstadt, die mit ins brandenburgische Falkensee mitgereist waren.

Eine Vorentscheidung fiel bereits beim B-Teil, dem Staffellauf, den die Tirschenreuther am Sonntagvormittag absolvieren mussten. Mit einer Laufzeit von 1.36 Minuten waren die Tirschenreuth zwar eine der schnellsten Teams. Dennoch gab es enorme Aufregung nach dem Rennen - zumal ein Wettkampfrichter einen Fehler bei den Tirschenreuthern monierte. Ein Entscheidung, die die Tirschenreuther bereits zu diesem Zeitpunkt weit nach hinten zurückgeworfen hätte. Niedergeschlagen und fassungslos heit, ja Fassungslosigkeit machte sich breit, wie konnte das passieren. Denn monatelang wurden auf diesen entscheidenden Tag beim amtierenden bayerischen Meister hintrainiert. Beim Schlauchaufrollen sah ein Wettkampfrichter einen Fehler. Trainer Frank Altenhofen legte Protest ein. Gemeinsam mit dem Wettkampfleiter und weiteren Schiedsrichtern besichtigte er den aufgerollten Schlauch, worauf der Fehler zurückgenommen wurde.

Fehlerfrei

Altenhofen und sein Team waren erleichtert. Alles war wieder im Lot - wenngleich sich die Tirschenreuther sicher waren: Beim Staffellauf hätte man eigentlich einige Sekunden mehr herausholen können. Und das - fehlerfreie - Schlauchaufrollen auf der etwas stumpfen blauen Tartanbahn kostete einige Sekunden.

Nach einer mehr als zweistündigen Wartezeit stand der A-Teil, der feuertechnische trockene Löschaufbau mit dem anschließenden Knotentakt, auf der Tagesordnung. Auch diese Aufgabe meisterten die Tirschenreuther mit Bravour - ohne Fehler. Punkte machten die Tirschenreuther hier nicht gut. Nahezu alle Teams waren in dieser Disziplin ohne Fehler. Man merkte den hochmotivierten Aktiven der Feuerwehr die Enttäuschung an. Die mitgereisten Fans und Eltern der Jungs und Mädels honorierten mit kräftigem Applaus die Leistung der Tirschenreuther. Ein fünfter Platz bei den deutschen Meisterschaften - ein Riesenerfolg.

Lobenswerte Leistung

Der anwesende Kreisbrandrat Andreas Wührl, Kreisbrandinspektor Lorenz Müller und Kreisugendwart Achim Graßold zeigten sich begeistert und hoch zufrieden von der Leistung der Tirschenreuther und freuten sich über den hervorragenden fünften Platz. "Der amtierende bayerische Meister präsentierte sein Bundesland mehr als hervorragend", waren sich die Feuerwehrler einig. Der bayerische Vizemeister Ebertshausen kam im Gesamtklassement auf den zwölften Platz. Neuer deutscher Meister wurde Negenborn vor Nöpke (beide Niedersachsen) vor Petersberg-Steinau (Hessen), Stemwede-Haldem-Arrenkamp (Nordrhein-Westfalen) und die Tirschenreuther.

Die Siegerehrung nahm Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter gemeinsam mit dem Präsidenten des deutschen Feuerwehrverbandes, Hartmut Ziebs, und dem neugewählten Bundesjugendleiter Christian Patzelt vor. Mit der Nationalhymne endete diese eindrucksvolle Vorstellung des Festtages des deutschen Feuerwehrnachwuchses.

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Weitere Informationen im Internet:

www.onetz.de/bildergalerie

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